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Vorschau GP Brasilien

Der letzte Akt

Foto: dpa 65 Bilder

Viel spannender geht es nicht. Erstmals seit 1986 können beim Saisonfinale in Interlagos (21.10.) noch drei Piloten den Titel gewinnen. Rookie Lewis Hamilton hält trotz seines Ausfalls in Shanghai nach wie vor die besten Karten in der Hand.

18.10.2007

Eine spannende und turbulente Saison steuert unaufhaltsam auf den Höhepunkt zu. Am Sonntagabend beginnt zur besten Fernsehzeit (18 Uhr) der letzte Akt im Titelkampf. Von den Rechenspielen ist die Ausgangslage relativ einfach: Lewis Hamilton muss entweder gewinnen oder Zweiter werden, dann ist er der neue Champion. Nur in sieben seiner 17 Formel 1-Rennen verfehlte der junge Brite dieses Ergebnis.

Wenn zwei sich streiten ...

Kimi Räikkönen muss dagegen auf Fehler des McLaren-Duos hoffen: "Ich bin nicht gerade der Favorit", sagte der "Iceman" vor dem Brasilien-Wochenende. "Trotzdem werde ich natürlich alles geben. Vielleicht können wir davon profitieren, dass die beiden McLaren auch gegeneinander kämpfen." Der 27-jährige Finne müsste sowohl sieben Punkte auf Hamilton als auch drei Zähler auf Alonso gutmachen, um sich den Titel zu sichern. McLaren kann sich also nur noch selbst schlagen.

Aber nicht nur der Fahrertitel steht in Sao Paulo auf dem Spiel. Auch wenn der Markenpokal bereits am Grünen Tisch zugunsten von Ferrari entschieden wurde, schielt McLaren nach wie vor auf das virtuelle Team-Ranking. Ohne den Punktabzug in der Spionage-Affäre hätte der britisch-deutsche Rennstall vor dem Finale noch neun Punkte Vorsprung. Da man bei McLaren fest davon überzeugt ist, nichts Unrechtes getan zu haben, ist es für Ron Dennis nach wie vor wichtig, in der virtuellen Abschlusstabelle vor dem italienischen Erzrivalen zu stehen.

McLaren mit Vorteilen

Von den Strecken-Voraussetzungen her geht McLaren als leichter Favorit ins Rennen. Ferrari hofft indes, dass die schlimmsten Bodenwellen auf dem "Autodromo Jose Carlos Pace" inzwischen geglättet wurden. Aber dann gibt es immer noch das enge Infield und das McLaren-kompatible Reifenangebot. Der Gummi der Marke "supersoft" ist Gift für Ferrari. "Um das Körnen herauszuzögern, müssten wir an der Voderachse weich fahren, und damit haben wir ein Problem", kündigte ein Ferrari-Ingenieur an.

Auch vom fahrerischen Anspruch her gehört die Strecke in Interlagos zu den Schwierigeren im Rennkalender. Im langsamen und eng verwinkelten Infield ist es wichtig, eine gute Abstimmung zu finden. Dazu kommt, dass der hügelige Kurs gegen den Uhrzeigersinn gefahren wird. Diese für die Fahrer ungewohnte Fahrtrichtung gibt es sonst nur noch in Istanbul. Für Lewis Hamilton wird es ein besonders anstrengendes Wochenende. Der Rookie feiert seine Interlagos-Premiere und muss den Kurs in den Trainings erst noch kennenlernen.

"Ich sehe das als eine spezielle Herausforderung", so der Brite. "Ich bin zwar noch vier Punkte vorne, aber die Meisterschaft ist noch völlig offen." Nach einigen Unterstellungen aus Spanien ist McLaren sichtlich darum bemüht klarzustellen, dass keiner der Fahrer bevorteilt wird. "Nach der Zielflagge sollte die Punktetabelle idealerweise so aussehen wie in den vergangenen sechs Monaten - entweder mit Lewis vor Fernando oder Fernando vor Lewis", wünscht sich Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

Spannung auch im Mittelfeld

Im Schatten des Titel-Dreikampfs gibt es auch im Mittelfeld noch einige spannende Duelle. Williams will versuchen Platz vier in der Konstrukteurs-WM zu halten. Dabei müssen die Briten einen Vier-Punkte-Vorsprung vor den zuletzt starken Red Bull ins Ziel retten. Bei BMW hat man die 100 Punkte-Marke anvisiert. Nach den vielen technischen Problemen zuletzt müssten sich die Münchner vor allem in puncto Zuverlässigkeit steigern, wenn sie die fehlenden sechs Punkte noch einfahren wollen.

Auch für Toro Rosso könnte es noch einmal spannend werden. Die Italiener liegen aktuell auf Platz acht im "Japan-Sandwich" - nur zwei Punkte vor Honda und vier Zähler hinter Toyota. Bei Letzteren wird Ralf Schumacher in Interlagos sein Abschiedsrennen geben. Da immer noch nicht sicher ist, wo Ralf in der nächsten Saison unterkommt, ist Sao Paulo eine letzte Gelegenheit für den Wahl-Salzburger, noch einmal Werbung in eigener Sache zu betreiben. 

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