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Vorschau GP China

Button peilt den Hattrick an

Jenson Button Foto: Wolfgang Wilhelm 55 Bilder

Nach zwei Siegen zum Auftakt kann Brawn-Pilot Jenson Button beim GP China den Hattrick klarmachen. In unserer Vorschau zum GP China sagen wir Ihnen, wer dem Briten am ehesten in die Quere kommen könnte.

15.04.2009 Tobias Grüner

Brawn GP ist die Überraschung der Saison. Das Auto war sowohl auf dem halben Stadtkurs in Melbourne als auch auf der reinen Rennstrecke in Sepang das schnellste im Feld. Wie in Malaysia wartet beim GP China erneut eine moderne Rennstrecke aus der Feder des deutschen Streckenarchitekten Hermann Tilke auf die Piloten.
 
Die Strecke:
 
Der Shanghai International Circuit ist eine sehr abwechslungsreiche und gleichzeitig sehr anspruchsvolle Strecke. Nach der Start-Ziel-Geraden geht es zunächst in eine enge Schneckenkurve bevor zahlreiche schnelle Kehren den Mittelteil des Kurses prägen. In diesem Bereich entscheidet sich, ob am Ende eine gute Rundenzeit herausspringt. Im hinteren Teil der Strecke müssen die Piloten vor allem Vollgas geben. Mit einem Kilometer Länge wartet hier eine der längsten Geraden im Rennkalender.

Am Ende der Vollgaspassage zwingt eine enge Haarnadel (Kurve 14) zu einem harten Bremsmanöver von 300 km/h auf 60 km/h. Hier bietet sich eine ideale Möglichkeit zum Überholen. Generell lädt die Strecke durch ihre breite Piste und die geteerten Auslaufzonen an vielen Stellen zu gewagten Manövern ein. Shanghai dürfte zudem den Piloten mit Hybrid-Antrieb entgegenkommen. Gleich an drei Stellen können sie ihren KERS-Boost sinnvoll zünden.
 
Die Abstimmung:
 
In den schnellen Kurven des Mittelsektors ist viel Abtrieb und eine gute Balance gefragt. Trotz zweier sehr langer Geraden werden die Teams ihre Flügel deshalb relativ steil stellen. Spannend wird auch zu sehen sein, wie sich die zu erwartenden niedrigen Temperaturen auf die Reifen auswirken. Die Formel 1 ist 2009 zum ersten Mal so früh im Jahr in Shanghai zu Gast. Meteorologen erwarten Temperaturen von rund 20°C und eine deutlich höhere Regenwahrscheinlichkeit als gewöhnlich.

Bridgestone wird in China die gleichen Reifenmischungen wie in Melbourne zur Verfügung stellen. Vor allem der weiche Gummi überzeugte beim ersten Einsatz nicht gerade durch seine Standfestigkeit. Bereits nach drei, vier schnellen Runden löste sich der Slick in seine Bestandteile auf und verlor massiv an Grip. Ob die kühlere Witterung dieses Problem lindert, wird sich zeigen. Fraglich ist auch, wie schnell die härtere der beiden Mischungen auf Arbeitstemperatur gebracht werden kann.
 
Die Favoriten:
 
Malaysia hat gezeigt, dass die drei Teams mit den Doppeldecker-Diffusoren Brawn GP, Toyota und Williams momentan einen Vorsprung vor dem Rest des Feldes haben. Dabei konnte sich der Brawn-Mercedes an der Spitze leicht absetzen. Um den Platz als bestes Auto hinter dem "Diffusor-Club" streiten sich momentan BMW-Sauber und Red Bull. Auch Ferrari wird sicherlich seine Lehren aus dem misslungenen Saisonstart gezogen haben und wird motiviert an den Start gehen.
 
Neuentwicklungen:
 
Vor allem McLaren-Mercedes will in Shanghai technisch aufgerüstet zu alter Stärke zurückfinden. Die Silberpfeile wollen laut Ankündigung schon beim dritten Saisonrennen die erste Aerodynamik-Ausbaustufe zünden. Diese beinhaltet neben neuen Front- und Heckflügeln auch ein Interimsmodell des umstrittenen Doppeldiffusors. Auch Renault hat in diesem Bereich Neuigkeiten angekündigt. Ebenfalls mit neuen Teilen geht Toro Rosso an den Start. Sebastien Buemi und Sebastien Bourdais erhalten nun endlich das Material, mit dem Red Bull schon in Melbourne glänzen konnte. Rund sieben Zehntel soll das Paket pro Runde bringen.

Expertenmeinung: Williams-Technikdirektor Sam Michael
 
"Die Strecke von Shanghai sollte uns liegen. Sie ist von der Charakteristik her ähnlich wie Sepang. Besonders der zweite Streckensektor mit den vielen schnellen Kurven kommt unserem Auto entgegen. Etwas Sorge bereitet mir die lange Gerade. Wir lagen bei den ersten beiden Rennen in der Top-Speed-Tabelle ziemlich weit hinten. Deshalb werden wir am Freitag viel mit unterschiedlichen Flügeleinstellungen experimentieren. Wir sollten trotzdem wieder auf einen der ersten fünf Startplätze fahren können. Diesmal müssen wir unsere starke Form in mehr Punkte ummünzen. Die anderen Teams werden Schritt für Schritt aufholen. Deshalb ist es umso wichtiger, jetzt möglichst viele Punkte zu sammeln."
 
Das passierte im Vorjahr:
 
2008 bildete Shanghai die Ouvertüre für das spektakuläre Saisonfinale in Brasilien. Mit seinem Sieg baute Lewis Hamilton den Vorsprung vor Felipe Massa auf sieben Punkte aus. Die beiden Ferrari-Piloten mussten mit den beiden unteren Plätzen auf dem Podium Vorlieb nehmen. Hinter Fernando Alonso auf Rang vier konnten sich mit Nick Heidfeld und Robert Kubica auch beide BMW-Sauber in den Punkte platzieren.

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