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Vorschau GP China

Showdown in Schanghai

Foto: dpa

Totaler Triumph für Renault oder Trostpreis für McLaren-Mercedes: Vor dem Saisonfinale in Schanghai sorgt nur der Kampf der in diesem Jahr dominierenden Formel-1-Rennställe um den Konstrukteurs-Titel für Spannung. Nachdem Renault-Pilot Fernando Alonso längst als Fahrer-Weltmeister feststeht, hoffen die Silberpfeile, sich mit der weniger prestigeträchtigen Team-Weltmeisterschaft ein bisschen zu entschädigen.

13.10.2005

"Nach zehn Siegen in den letzten 13 Rennen sind alle bei McLaren-Mercedes voll darauf konzentriert, mehr Punkte als unser Rivale zu holen. Das wäre die schönste Belohnung für alle Teammitglieder", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Konstrukteurstitel: 30 bis 40 Millionen Euro Prämie

Haugs Ehrgeiz ist verständlich. Denn neben dem Titel geht es auch um viel Geld. Zwischen geschätzten 30 und 40 Millionen Euro winken als Prämie. Außerdem steht das siegreiche Team im kommenden Jahr mit seinem Motorhome ganz vorn im Fahrlager. Vor dem Showdown am Sonntag (08:00 Uhr/RTL und Premiere) in China ist McLaren-Mercedes aber wieder in der Rolle des Jägers. Die Silbernen (174 Punkte) haben vor dem 19. und letzten WM-Lauf zwei Zähler weniger auf dem Konto als die französische Konkurrenz, die in diesem Jahr bisher sieben Rennen gewinnen konnte.

Dennoch geht die britisch-schwäbische Renngemeinschaft, die seit dem WM-Sieg von Mika Häkkinen 1999 auf einen Titel wartet, als Favorit in das Rennen. Dass McLaren-Mercedes derzeit das schnellste Auto stellt, bewies Vizeweltmeister Kimi Räikkönen am vergangenen Sonntag bei seiner Show in Suzuka. Beim Großen Preis von Japan raste der Finne von Platz 17 zum Sieg und überholte in der letzten Runde Alonsos Teamkollegen Giancarlo Fisichella spektakulär.

"Ich hoffe auf ein wenig ereignisreiches Rennen in China", meinte "Iceman" Räikkönen. "Ich bin aber darauf vorbereitet, mit dem Team genau wie in Japan - und sogar noch mehr - zu kämpfen, um das benötigte Resultat zu erreichen." Doch auch Weltmeister Alonso gibt sich unverändert motiviert im Kampf um die Ferrari-Nachfolge: "Ich will mithelfen, für das Team die Weltmeisterschaft zu gewinnen."

Der entthronte Champion Michael Schumacher will in der modernsten Rennmanege im Formel-1-Zirkus sein schwierigstes Ferrari-Jahr versöhnlich beenden und den dritten Platz in der Fahrerwertung verteidigen. Der 36 Jahre alte Kerpener (62 Punkte) hat allerdings nur zwei Punkte Vorsprung auf Juan Pablo Montoya im McLaren-Mercedes. "Ein Podium zum Abschluss dieser Saison wäre wunderschön", meinte der Rekord-Weltmeister. "Aber um ehrlich zu sein, ist die Wahrscheinlichkeit nicht sonderlich hoch, dass wir das schaffen."

Länderspiel wichtiger als F1

Trotz seines verlorenen Titels ist Schumacher in Schanghai noch immer das Formel-1-Zugpferd. Am Mittwoch und Donnerstag standen zahlreiche Sponsorentermine und Treffen mit der heimischen Presse auf seinem Programm. Ansonsten ist in China, dem weltweit viertgrößten Automarkt, ein Jahr nach der Formel-1-Premiere von PS-Fieber nicht viel zu spüren. Weder im staatlichen Fernsehen CCTV noch in den Zeitungen waren Schumacher & Co. am Mittwoch ein Thema. Das Länderspiel der Fußball-Nationalmannschaft gegen Deutschland am Mittwochabend in Hamburg war wesentlich wichtiger für die Medien.

Selbst auf der Autobahn zur 260 Millionen Euro teuren Strecke, die 40 Kilometer außerhalb der ostchinesischen 15-Millionen-Metropole entfernt im Sumpfgebiet des Jiading-Distrikts liegt, waren kaum Hinweise auf das Motorsportspektakel am Wochenende zu entdecken.

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