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Vorschau GP Deutschland 2016

Rosberg-Wende beim Heimspiel?

Nico Rosberg - GP Deutschland 2014 Foto: xpb 72 Bilder

Mercedes reist als Favorit zum Heimspiel nach Hockenheim. Die große Frage lautet: Kann auch Nico Rosberg den Heimbonus nutzen und den Lauf von Lewis Hamilton stoppen? Und wer wird zweite Kraft: Ferrari oder Red Bull? In der Vorschau haben wir die letzten Infos zum GP Deutschland 2016.

27.07.2016 Tobias Grüner 4 Kommentare

Nach einem Jahr Pause kehrt die Formel 1 am Wochenende nach Hockenheim zurück. Seitdem der Nürburgring privatisiert wurde, kommen Sebastian Vettel, Nico Rosberg, Nico Hülkenberg und Pascal Wehrlein nur noch alle 24 Monate in den Genuss eines Heimrennens.

Für Rosberg bietet der Grand Prix auf vertrautem Terrain eine gute Gelegenheit, die Wende in der WM einzuleiten. Lewis Hamilton gewann zuletzt 3 Rennen in Folge. Wenn Rosberg jetzt nicht bald gegensteuert, könnte sich der Titelkampf wie schon im Vorjahr früh entscheiden. Etwas Zuversicht sollte ihm die Statistik geben: Die letzten beiden Rennen auf deutschem Boden 2013 und 2014 wurden von deutschen Piloten gewonnen.

Formel Deutschland im Doppel-Interview 12:45 Min.

Auch für Vettel ist es wichtig, sich mit einem Erfolgserlebnis in die Sommerpause zu verabschieden. Dreimal blieb der Heppenheimer zuletzt ohne Podium. Das ist ihm in seiner Ferrari-Zeit noch nicht passiert. Am Ende könnte vielleicht das Wetter das Zünglein an der Waage spielen. Es soll zwar das ganze Wochenende warm werden (bis 28°C), doch kleinere Schauer zwischendurch wollen die Meteorologen nicht ausschließen.

Die Strecke: Hockenheimring

Der 4,574 Kilometer lange Hockenheimring wurde seit dem Bau in den 1930er Jahren schon mehrfach umgestaltet. Lange gehörte der Kurs zu den absoluten Hochgeschwindigkeitsstrecken im Kalender. Doch 2002 wurden die langen Geraden durch den Wald abgekürzt und durch die Parabolika ersetzt. Am Ende des rund 1.000 Meter langen Vollgasstücks befindet sich dank DRS vor der engen Spitzkehre die beste Überholmöglichkeit der Strecke.

Neben den schnellen Passagen gibt es mit dem stadionähnlichen Motodrom traditionell einen sehr langsamen letzten Sektor. Der Asphalt auf der permanenten Strecke ist nicht ganz so aggressiv wie auf anderen permanenten Rennstrecken. 2014 waren die F1-Renner mit den Mischungen „Supersoft“ und „Soft“ unterwegs. Weil die Autos seitdem deutlich schneller geworden sind, stellt Pirelli den Teams nicht den Ultrasoft, sondern den Medium-Gummi als dritte Alternative zur Verfügung. Der wird aber wohl kaum zum Einsatz kommen.

Fast Facts:

  • Streckenlänge: 4.574 km
  • Rundenzahl: 67
  • Gesamtdistanz: 306,458 km
  • Rundenrekord: 1:13.780 Min. (Räikkönen, 2004)
  • Anzahl Kurven: 17 (6 links / 11 rechts)
  • DRS-Zonen: 2 (vor T2 und T6)
  • Entfernung Pole Position bis Kurve 1: 260 Meter
  • Reifenverschleiß: niedrig
  • Bremsbelastung: mittel
  • Benzinverbrauch: hoch
  • Grip-Level: mittel
  • Kerbs: niedrig
  • Grip-Entwicklung über das Wochenende: mittel/hoch
  • Safety-Car-Wahrscheinlichkeit: 30 Prozent

Setup:

Hockenheim bietet von allem etwas. Der Anteil der langen Geraden ist etwas höher als im Durchschnitt. Es geht aber nicht nur lange geradeaus. Mit den Kurven 7, 10 und 12 kommen auch noch einige schnelle Ecken hinzu. Hier wird die Rundenzeit gemacht. Hier muss das Auto stabil liegen. Front- und Heckflügel müssen dementsprechend ausbalanciert werden. Der Abtriebslevel ist nicht ganz so hoch wie zuletzt in Ungarn.

Obwohl es mit der Spitzkehre und dem engen Motodrom auch einige langsamere Kurven gibt, spielt eine gute Traktion in Hockenheim nicht die entscheidende Rolle. Auch Kerbs und Bodenwellen sind keine großen Faktoren, weshalb die Ingenieure mit der Fahrzeughöhe etwas niedriger gehen können. Die Bremsen werden in Hockenheim zwar nicht übermäßig stark belastet, eine gute Balance ist beim Verzögern in den Kurven 2, 6 und 8 aber wichtig, um blockierende Räder zu vermeiden.

Updates für den GP Deutschland:

Der Termin des Hockenheimrennens spricht nicht für viele Technik-Upgrades. Die Teams kommen ohne Umweg direkt aus Ungarn angereist. Nach Hockenheim beginnt die vierwöchige Sommerpause. Da lohnt es sich eigentlich nicht, noch schnell neue Teile zu bringen. Ausgerechnet bei Manor haben wir noch von kleineren Upgrades gehört. Bei Sauber und McLaren sind wir gespannt, ob die neuen Heckflügel erstmals im Rennen gefahren werden.

Favoriten:

Ein Heimsieg für Mercedes lässt sich nur schwer verhindern. Seit Kanada hat man das Gefühl, dass die Silberpfeile nur mit der Konkurrenz spielen. Wenn immer es nötig ist, das Tempo zu steigern, kann Mercedes noch etwas zulegen. Welchem Silberpfeil-Piloten die Strecke besser passt, lässt sich schwer sagen. Hamilton (2008) und Rosberg (2014) können jeweils einen Sieg im Motodrom vorweisen.

Dahinter wird es wieder eng im Duell zwischen Ferrari und Red Bull. Ein Pünktchen trennt die beiden Teams kurz vor der Sommerpause. Wir schätzen Ferrari einen Tick stärker ein. Doch wenn es aufs Podium gehen soll, darf die Scuderia nicht wieder das Qualifying verwachsen. Weil Motorleistung eine etwas größere Rolle spielt, sehen wir Force India und Williams im Kampf um die weiteren Punkte-Plätze wieder besser aufgestellt als Toro Rosso und McLaren.

So lief der GP Deutschland 2014:

Die Zuschauer auf den nur spärlich besetzten Tribünen bereuten ihr Kommen im Jahr 2014 sicher nicht. Es wurde viel Action geboten. In Kurve 1 legte Felipe Massa seinen Williams aufs Dach. In der Haarnadel fackelte der Toro Rosso von Daniil Kvyat spektakulär ab. Und im Laufe des Rennens gab es jede Menge unterhaltsame Zweikämpfe – zum Beispiel den zwischen Sebastian Vettel und Fernando Alonso um Platz 4.

Nico Rosberg ließ sich von der ganzen Action im Rückspiegel nicht aus der Ruhe bringen. Der Mercedes-Pilot fuhr souverän seinen ersten Sieg auf deutschem Boden ein. Zweiter wurde Valtteri Bottas im Williams. Lewis Hamilton im zweiten Silberpfeil machte das Podium komplett. Der Brite war nach einem Bremsdefekt im Qualifying nur von Startplatz 20 losgefahren, konnte aber erfolgreich Schadensbegrenzung betreiben.

In unserer Galerie zeigen wir noch einmal die Highlights aller Formel 1-Rennen in Hockenheim.

SitzungStart (MEZ)
Freies Training 11. Training – Fr. 29. Juli – 10.00 Uhr
Freies Training 22. Training – Fr. 29. Juli – 14.00 Uhr
Freies Training 33. Training – Sa. 30. Juli – 11.00 Uhr
QualifyingQualifying – Sa. 30. Juli – 14.00 Uhr
RennenRennen – So. 31. Juli – 14.00 Uhr
Neuester Kommentar

Da Rosberg in Hockenheim der schon ausgemachte Sieger ist (Marketinggründe) freue ich mich schon besonders auf das nachfolgende Rennen in Spa. Zwar ist das Rennen schon lange ausverkauft (trotz nicht gesenkter Ticketpreise), aber die Stehplatzkarten á 160€ gibt es ja auch noch. Die sind mir an der Ardennenachterbahn auch wert.

ExigeE265 27. Juli 2016, 15:53 Uhr
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