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Vorschau GP Deutschland

Das wichtigste Rennen des Jahres?

Foto: dpa 30 Bilder

Der zwölfte von 18 WM-Läufen ist nicht irgendein Rennen. Renault und Ferrari haben sich vor dem Schumacher-Heimspiel in Hockenheim mit Kampfansagen warmgeredet wie Schwergewichtsboxer. Die Frage lautet: Bringt der Schuminator Alonso in die Bedrouille oder bricht Alonso Schumachers Moral?

27.07.2006 Markus Stier

Michael Schumacher spricht davon, dass er nach Indianapolis und Magny Cours gern den Hattrick schaffen würde, um Fernando Alonso endlich nervös zu machen und in Fehler zu treiben, wenn schon der Renault nicht kaputtzukriegen ist. Alonso dagegen träumt davon, in der Höhle des Löwen zu siegen, und Schumacher beim Thema WM-Titel endgültig den Zahn zu ziehen. "Ein Sieg hier könnte mehr wert sein als nur zehn Punkte", sagt der Weltmeister.

Sein Chefingenieur Pat Symonds will von all dem bedeutungsschwangeren Reden über die Vorentscheidung in der WM nichts wissen. "Jedes Rennen ist gleich wichtig", sagt der Engländer cool. Schließlich hat Alonso immer noch 17 Punkte Vorsprung, er könnte bis zum Saisonende alle weiteren Rennen gegen Schumacher unterliegen und sich dennoch die Krone aufsetzen.

Schumacher redet Massa stark

Damit Alonso eben nicht Zweiter wird, wenn Schumacher gewinnt, erhöht sich der Druck für Schumachers Teamkollege Felipe Massa, dessen Niederlage gegen Alonso in Frankreich beim Ferrari-Team nicht gut ankam. Als guter Mannschaftskapitän redet Schumacher deshalb den Brasilianer öffentlich stark: "Felipe ist ein guter Teamkollege", sagt Schumacher - zumindest vor dem Rennen.

Wer auf der 4,574 Kilometer langen Strecke im Badischen am Ende triumphiert hängt ohnehin nach Ansicht aller Beteiligten von den Reifen ab. Michelin spulte in der vergangenen Woche in Jerez ein Mammut-Testprogramm ab. Reanult-Teamchef Flavio Briatore fordert: "Michelin muss aufwachen." Renault-Testfahrer Heikki Kovalainen war jedenfalls ganz zuversichtlich, einen passenden Gummi gefunden zu haben, der auch unter großer Hitze durchhält.

Bloß kein Überholopfer werden

Heißes Wetter ist in Hockenheim traditionell zu erwarten, bisher in dieser Saison ein Plus von Bridgestone. Die Gummis werden auf dem seit dem Umbau 2002 deutlich langsameren Kurs wegen fehlender langgezogener Kurven in der Querbeschleunigung weniger belastet, aber das häufige Bremsen und Beschleunigen aus den langsamen Kurven und Schikanen schlaucht Reifen und Bremsen.

Prinzipiell ist in Hockenheim wegen der langsamen Ecken eine gute Traktion und viel Abtrieb gefragt, wegen einer langen Vollgaspassage vor der Spitzkehre, müssen die Fahrer dennoch die Flügel flacher stellen lassen, um nicht zum leichten Überholopfer zu werden. Flachere Flügel bedeuten aber mehr Rutschen in den Kurven und damit erhöhten Reifenverschleiß. Am Sonntag (30.7.) zeigt sich, wer auf die richtige Mischung gesetzt hat.

Bei allen Spekulationen über Schumacher und Alonso, Bridgestone und Michelin, geht etwas unter, dass Hockenheim für diverse weitere Akteure ein Heimspiel ist. Deutschland ist mit vier Fahrern im Feld die am stärksten vertretene Nation. Ralf Schumacher hofft auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends bei Toyota, Nico Rosberg würde im Williams gern mal wieder in die Punkte fahren, und Nick Heidfeld bangt, dass das Verbot der Luftleitwerke auf der BMW-Nase sich nicht allzu nachteilig auswirkt.

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