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Vorschau GP Deutschland

Jagd auf Rot

Foto: dpa 33 Bilder

Die Konkurrenz hat aufgerüstet, um Michael Schumacher das Heimspiel zu verderben. McLaren-Mercedes, Renault, BAR-Honda und Toyota kommen mit verbesserten Autos nach Hockenheim, um den vorzeitigen Titelgewinn von Ferrari zu verhindern.

22.07.2004

Mit einem gigantischen Vorsprung von 95 Punkten kommt das Ferrari-Team zum zwölften von 18 Formel 1-Läufen nach Deutschland. Holen die Roten beim Deutschland-GP (25.7.) 13 Punkte mehr als Verfolger Renault, geht der Konstrukteurs-Pokal vorzeitig nach Maranello. "Wenn es an diesem Wochenende nicht gelingt, wird es eben etwas später gelingen", sagt Michael Schumacher.

Die Gegnerschaft tut ihr Bestes, um Ferrari die Suppe zu versalzen. McLaren-Mercedes, seit Kimi Räikkönens starkem Rennen in Silverstone nominell die Nummer eins der Verfolger, hat eine erfolgreiche Testwoche hinter sich. In Hockenheim kommen ein neuer Frontflügel und eine verbesserte Motorenausbaustufe zum Einsatz.

Komplett neuer Toyota

Auch Renault bringt einen stärkeren Motor ins badische Motodrom, es ist schon die dritte Ausbaustufe in diesem Jahr, in Ungarn kommt mit einem neuen Zylinderkopf die nächste Version. Neue Aerodynamik-Komponenten setzt BAR-Honda ein. Die britisch-japanische Allianz hat zuletzt den Anschluss etwas verloren.

Gleich ein ganz neues Auto bringt Toyota nach Hockenheim. Der enttäuschende TF104 wird vom TF104 B abgelöst, der erstmals die Handschrift des im Winter zum Kölner Team gewechselten Technik-Chefs Mike Gascoyne trägt. Das neue Auto ist leichter, hat einen niedrigeren Schwerpunkt und soll mehr Abtrieb erzeugen.

Der RVX-04 genannte Motor war eigentlich erst für das Rennen in Monza (12.9.) vorgesehen, mit großer Eile trieb Motoren-Chef Luca Marmorini seine Ingenieure an, drei Rennen früher fertig zu werden. Der neue Zehnzylinder leitet knapp 20 PS mehr als sein Vorgänger. Gascoyne bremst die Erwartungen: "Der deutsche Grand Prix ist so etwas wie ein Test für uns. Wir wissen durch unsere Prüfstandsversuche, dass wir einen großen Schritt vorwärts machen können, aber wir müssen bis Freitag warten, um zu sehen, wie sich das auf die Strecke übertragen lässt."

Hockenheim: kein gutes Pflaster für Schumi

In Hockenheim könnte Michael Schumacher bereits im zwölften Rennen seinen Rekord von elf Siegen in einer Saison aus dem Jahr 2002 wiederholen, aber der badische Kurs ist kein gutes Pflaster für den Weltmeister. Erst zwei Mal konnte er hier gewinnen (1995 und 2002). Auch seine letzte technische Panne hatte Schumacher in Hockenheim. Nach dem Benzinpumpendefekt 2001 fiel er nur noch zwei mal aus: In Sao Paulo rutschte er 2003 im Regen von der Strecke 2004 stoppte ihn eine Kollision mit Juan Pablo Montoya in Monaco.

Trotz der mäßigen Statistik ist Ferrari auch in Hockenheim Favorit. "Ich gehe davon aus, dass wir ein Wort um den Sieg mitreden werden", stapelt Schumacher wie gewohnt tief. Der Atem der Verfolger ist für den Rekord-Sieger deutlich besser spürbar geworden. Nicht allzu dicht im Nacken saß dem Tabellenführer zuletzt Williams-BMW. "Es wäre an der Zeit für den nächsten Erfolg, aber wir wissen, dass es derzeit schwierig ist", sagt Juan Pablo Montoya, der 2003 in Hockenheim seinen bisher letzten Sieg feierte. Wie alle Michelin-Teams hofft Williams auf warmes Wetter. Bei Hitze rechnet man sich gegen die Bridgestone-Konkurrenz am Ferrari mehr Chancen aus.

Im zweiten Williams-BMW sitzt Antonio Pizzonia, der nach zwei glücklosen Rennen Marc Gené als Vertreter für den verletzten Ralf Schumacher ablöst. Letztgenannter kommt erstmals seit seinem Crash in Indianapolis wieder ins Formel 1-Fahrerlager. Er soll Pizzonia bei der Abstimmung helfen.

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