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Vorschau GP England

Bälle statt Bobbys

Foto: Wolfgang Wilhelm

2005 stand der GP England (11.6.) nach den Londoner U-Bahn-Anschlägen im Zeichen des Terrors, in diesem Jahr bestimmt die Fußball-WM den Formel 1-Alltag in Silverstone. Was das Geschehen auf der Piste betrifft: Das Fahrerlager richtet sich auf ein neues Duell zwischen Ferrari und Renault ein.

08.06.2006 Markus Stier

Die Formel 1 verneigt sich vor "König Fußball". Damit die britischen Fans beim Auftaktspiel der Engländer gegen Paraguay mitfiebern können, beginnt die Silverstone-Qualifikation am Samstag schon um 12.00 Uhr Ortszeit (13 Uhr MESZ). Das England-Match wird drei Stunden später angepfiffen. Um die Anhänger ins Motodrom zu locken, wurden extra riesige TV-Leinwände aufgestellt.

Hinter dem heilenden Mittelfußknochen von Stürmerstar Wayne Rooney muss Englands Formel 1-Hoffnung in diesen Tagen zurücktreten, und das ist vielleicht auch ganz gut so. Jenson Button lobte zwar die produktiven Tests in Barcelona, doch da spielten Renault und Ferrari die ersten Geigen und nicht Honda. "In Silverstone brauchst du eine gute Aerodynamik", sagt Button. Genau daran hapert es zur Zeit bei Honda.

Hitzewelle in England

Wenn nicht McLaren-Mercedes für eine Überraschung sorgt, dürfte der Sieg wieder einmal unter Renault und Ferrari ausgefahren werden. "Wir sollten dort gut aussehen und um den Sieg kämpfen können", sagt Michael Schumacher, ermutigt durch die starken Testresultate in der vergangenen Woche in Barcelona.

"Wir werden mehr Zeit als üblich mit einer Strategie für schlechtes Wetter verbringen", prophezeihte Bruder Ralf Schumacher vor wenigen Tagen. Wenn er sich da mal nicht irrt. England stöhnt unter einer Hitzewelle. "Das geht schon seit einer Woche so", sagt Motoren-Papst Mario Illien.

Eine einzelne dunkle Wolke hängt lediglich über Michael Schumacher. Der muss nach seinem Monaco-Fauxpass am Freitag (9.6.) bei seinen Kollegen der Fahrergewerkschaft Rede und Antwort stehen.

Juan Pablo Montoya: "Mordsspaß"

Die Fahrer schätzen an dem 5,1 Kilometer langen Kurs auf einem ehemaligen Militärflugplatz in Northamptonshire die sachkundigen britischen Fans und die schnellen Kurven. "Das ist ein Mordsspaß", sagt Juan Pablo Montoya, der nach Rang zwei für McLaren in Monaco Siegeshoffnungen hegt.

Abgesehen von den Hochgeschwindigkeitsecken Maggots, Beckets und Chapel, bei denen reichlich Abtrieb und gute Balance gefragt ist, benötigen die Fahrer für eine schnelle Runde aber auch eine gute Traktion für das langsame Infield vor Start und Ziel. Silverstone ist auch deshalb unter den Fahrern beliebt, weil durchaus Überholmöglichkeiten gegeben sind.

Der Große Preis von England startet am Sonntag (11.6.) um 13 Uhr (MESZ), zwei Stunden vor dem Fußball-WM-Spiel zwischen den Niederlanden und Serbien-Montenegro.

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