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Vorschau GP England

Schlägt Hamilton beim Heimspiel zurück?

Lewis Hamilton - GP England 2016 Foto: Wilhelm 63 Bilder

Nur eine Woche nach dem Alpen-Grand-Prix reist der Formel 1-Zirkus zum Silverstone-Rennen auf die britische Insel. In der Vorschau haben wir die letzten Infos zum Heimspiel von Lewis Hamilton.

12.07.2017 Tobias Grüner 2 Kommentare

Die Power-Strecken in Kanada, Aserbaidschan und Österreich liegen hinter uns. Mit dem britischen Grand Prix in Silverstone wird es wieder deutlich kurviger. Das dürfte vor allem die Red Bull-Piloten freuen, die trotz Leistungsdefizit zuletzt regelmäßig aufs Podium fahren konnten. Kommt jetzt der Angriff auf Mercedes und Ferrari?

Besonders im Fokus bei seinem Heimspiel steht aber natürlich Lewis Hamilton. Zuletzt verpasste der Brite zweimal in Folge das Podium. Das ist ihm in der Hybrid-Ära (seit 2014) noch nie passiert. Der Rückstand auf WM-Rivale Sebastian Vettel ist auf 20 Punkte angewachsen. Und von hinten droht mit Spielberg-Sieger Valtteri Bottas nun noch ein weiterer Konkurrent, der ein Wörtchen bei der Titelvergabe mitspielen will.

Den spannenden Dreikampf zwischen Mercedes, Ferrari und Red Bull könnte das bekannt wechselhafte britische Wetter sogar noch etwas nachwürzen. Für den Rennsonntag sind dichte Wolken über Mittelengland vorhergesagt. Ob daraus auch ein paar Regentropfen fallen, lässt sich momentan allerdings noch nicht sagen.

Die Strecke – Silverstone Circuit:

In Silverstone fand 1950 der erste Formel 1-Lauf überhaupt statt. Mit dem alten Layout hat die mittlerweile 10 Mal umgebaute Streckenführung auf dem ehemaligen Militär-Flugplatz aber nicht mehr viel gemeinsam. Obwohl über die Jahre immer mehr Kurven eingefügt wurden, gehört Silverstone nach wie vor zu den schnellsten Rennstrecken des Formel 1-Kalenders.

Es ist der Prüfstand, auf den die 2017er Formel 1 gewartet hat. Hier werden die Fans endlich erfahren, wozu die neuen Biester tatsächlich in der Lage sind. Vor allem die vielen fließenden Kurvenkombinationen machen Silverstone zu einem Highlight für Fans und Fahrer. Vor allem die Abfolge Copse, Maggotts und Becketts verlangt von den Piloten Mut. Es wird erwartet, dass die höchste Geschwindigkeit am Scheitelpunkt aus dem Jahr 2016 (265 km/h in Copse) bis in Richtung der 290 km/h-Marke anwächst.

Pirelli - Reifen-Grafik - GP England 2017 Foto: Pirelli
Pirelli zeigt sich mutig und verzichtet auf die harte Reifenmischung.

Dank fast 30 Prozent mehr Abtrieb geht es jetzt mit Vollgas durch die Abbey-Kurve. Dabei halten die Fahrer durchschnittlich Kräfte von 4,5G aus (bis zu 4,2G im letzten Jahr) und erreichen kurzzeitig einen Höchstwert von 5,5G seitlicher Belastung. Das ist beinahe die doppelte Kraft, die Astronauten bei einem Raketenstart aushalten müssen! Auch für die Reifen sind die hohen Kurvengeschwindigkeiten gepaart mit dem sehr rauen Asphalt eine Herausforderung. Pirelli hat sich aber überraschend entschieden, den härtesten Reifen nicht einzupacken sondern mit Medium, Soft und Supersoft nach Silverstone zu reisen. Nach den vielen Einstopp-Rennen sind wir gespannt, wie gut die Gummis halten und ob sich unterschiedliche Strategie-Optionen ergeben.

Fast Facts zum GP England:

  • Streckenlänge: 5,891 Kilometer
  • Rundenzahl: 52
  • Renndistanz: 306,198 Kilometer
  • Rundenrekord: 1:33.401 Min. (Mark Webber, 2013)
  • Anzahl Kurven: 18 (8 links, 10 rechts)
  • Distanz Pole Position bis Kurve 1: 296,3 Meter
  • Länge Boxengasse: 376,4 Meter
  • Längste Gerade: 1.034 Meter (Hangar Straight)
  • DRS-Zonen: 2 (vor T6 und vor T15)
  • Top-Speed: 330 km/h
  • Bremsbelastung: niedrig
  • Motorbelastung: niedrig
  • Reifenbelastung: hoch
  • Spritverbrauch: mittel
  • Überholmöglichkeiten: mittel

Setup:

Wegen der vielen schnellen und mittelschnellen Kurven benötigen die Autos Anpressdruck. Die Geraden sind zu kurz, als dass der zusätzliche Luftwiderstand größeren Schaden anrichten würde. Ein stabiles Auto bringt in den schnellen Kurven Rundenzeit. Vor allem die Vorderachse muss auf dem Asphalt kleben. Untersteuern können die Piloten bei den Richtungswechseln in den Highspeed-Passagen überhaupt nicht gebrauchen.

Um die aerodynamische Stabilität zu verbessern, wählen die Ingenieure meist ein straffes und tiefes Fahrwerk. Der Faktor Federweg für eine gute Traktion oder das Überfahren von Kerbs ist eher unwichtig. Allerdings gibt es an vielen Stellen auch kleinere Bodenwellen in der Piste. Die Bremsen werden in England kaum belastet. Im Gegenteil: Zwischen Luffield und Stowe stehen die Fahrer 40 Sekunden lang fast ununterbrochen auf dem Gas. Hier müssen die Ingenieure dafür sorgen, dass die Carbon-Stopper nicht auskühlen.

Updates:

Obwohl das Spielberg-Rennen nur eine Woche vor Silverstone lag, haben mehrere Teams neue Teile angekündigt. Das größte Paket wird wohl Force India bringen, das seine Fabrik nur wenige Meter neben der Rennstrecke hat. Technikchef Andy Green kündigte einen neuen Frontflügel und neue Bargeboards an. Bei Renault soll ein neuer Unterboden für einen spürbaren Fortschritt sorgen. Auch Red Bull soll mehrere Upgrades vorbereitet haben. Was genau, wurde aber noch nicht verraten.

Bei Haas wird erstmals das neue Bremsmaterial von Carbon Industries (CI) zum Renneinsatz kommen. Das US-Team hatte zuletzt Probleme mit den alten Brembo-Scheiben und Pads. Auch bei Ferrari und Mercedes erwarten wir neue Teile. Sicher ist, dass beide Werksteams mit neuen Motoren-Paketen an den Start gehen. Es wird spannend, ob wir auch einen spürbaren Leistungssprung sehen werden.

Favoriten:

Lewis Hamilton - Mercedes - GP England 2016 Foto: Wolfgang Wilhelm
Hamilton gewann 2016 beim Heimspiel in Silverstone souverän.

Zwischen Ferrari und Mercedes passte zuletzt kein Blatt Papier. Bottas und Vettel trennten in Spielberg 6 Zehntel auf dem Zielstrich. Kühlere Temperaturen in Silverstone sprechen für Mercedes, die höheren Reifenbelastungen für Ferrari. Am Ende wird wohl derjenige gewinnen, der sein Auto besser an die Bedingungen anpassen kann. Wegen des besseren Qualifying-Speeds und des Heimspielfaktors würden wir unser Geld auf Lewis Hamilton setzen.

Auch bei Red Bull hofft man, aus eigener Kraft ein Wörtchen um den Sieg mitsprechen zu können. Das PS-Defizit des Renault-Motors kommt in Silverstone weniger zum Tragen. Dank seiner effizienten Aerodynamik sollte der RB13 zumindest näher dran sein an der roten und silbernen Konkurrenz. Es wäre keine Überraschung, wenn Daniel Ricciardo zum sechsten Mal in Folge aufs Podium fahren könnte.

Auch im Mittelfeld geht es wieder spannend zu. Force India und HaasF1 dürften im Kampf um die WM-Punkte deutlich mehr Gegenwehr von McLaren und Toro Rosso bekommen. Auch Williams wird wieder ein Wörtchen um die Top Ten-Plätze mitsprechen. Nur die Sauber-Fans sollten sich mangels Abtrieb nicht zu große Hoffnungen machen. Hier hilft wohl nur ein Regenchaos-Rennen.

So lief das Rennen im Vorjahr – GP England 2016:

Der britische Grand Prix 2016 wurde zur großen Lewis Hamilton-Show. Der Lokalmatador war in jeder Trainingssession der schnellste Mann auf der Strecke und sicherte sich am Rennsonntag in überlegener Manier den Sieg. Auch ein Regenschauer kurz vor Beginn des Rennens und der Start hinter dem Safety-Car brachte den Mercedes-Piloten nicht aus dem Konzept.

Spannender wurde es im Kampf um Platz 2. Nico Rosberg lieferte sich ein enges Duell mit Max Verstappen. Beide tauschten zweimal die Positionen. Obwohl sein Getriebe zickte, rollte Rosberg auf Platz 2 über die Linie. Doch weil die Ingenieure verbotene Anweisungen per Funk übermittelten, wurde der spätere Weltmeister im Endklassement mit einer Zehnsekunden-Strafe hinter Verstappen gesetzt.

Ferrari erlebte ein verkorkstes Wochenende. Kimi Räikkönen fehlte sowohl auf feuchter als auch bei trockenen Bedingungen der Speed. Er wurde Fünfter. Teamkollege Sebastian Vettel war nach einer Getriebestrafe nur von Platz 11 gestartet. Am Ende wurde es nur ein enttäuschender neunter Rang für den Heppenheimer.

In der Galerie zeigen wir noch einmal die Highlights des GP England 2016.

Neuester Kommentar

Wenn er will kann er ja zeigen wo der Hammer hängt allein.............??!!.

crepaz kurt 14. Juli 2017, 08:42 Uhr
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