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Vorschau GP Europa

Schumi will Sieg, BMW will Mika

Nach dem Chaos-Grand-Prix in Monte Carlo ist Michael Schumacher beim Heimspiel am Nürburgring wild entschlossen zur Revanche, sein Bruder Ralf dagegen träumt von längst vergangenen Glanzzeiten.

27.05.2004

"Ich war im vergangenen Jahr überglücklich über den Sieg bei meinem Heimrennen. So etwas kann einem keiner mehr nehmen, das bleibt ein unvergessliches Karriere-Highlight", sagte der 28-Jährige vor dem Großen Preis von Europa am Sonntag.

Derweil denkt Rekordweltmeister Michael Schumacher beim Formel-1- Pfingstfest am Ring an Wiedergutmachung: "Nach der Nullrunde in Monaco kann mein Ziel nur sein, auf dem Nürburgring wieder um den Sieg zu kämpfen. Dabei hoffe ich natürlich auf die Unterstützung der Fans, die uns in der Eifel noch nie im Stich gelassen haben." Der via Homepage geäußerte Wunsch stößt bei den Anhängern auf Gehör: "Unsere Karten-Hotline steht nicht mehr still", sagt Ring-Chef Walter Kafitz.

Häkkinen: Williams-Test vor der Sommerpause

Der Geschäftsführer der Nürburgring GmbH gibt sich vorsichtig optimistisch, an dem Formel-1-Wochenende die Zuschauerzahl des Vorjahres zu erreichen. Damals waren 239.000 Besucher an die Strecke gekommen, am Rennsonntag bejubelten allein 123.000 PS-Fans Ralf Schumachers Sieg. "Ich hätte nichts gegen eine Wiederholung einzuwenden", sagt der Williams-BMW-Pilot. Danach sähe es derzeit aber nicht aus, bedauert Schumi II. Denn: "Von der technischen Seite her sind die Voraussetzungen ein wenig anders als im Vorjahr."

Noch immer verrät er nicht, für welches Team - Williams-BMW oder Toyota - er im nächsten Jahr Vollgas geben will. Ex-Champ Mika Häkkinen (Finnland) wird unterdessen von Williams umschwärmt. Noch vor der Sommerpause soll der Finne einen Test im Williams-BMW absolvieren, um zu klären, ob ein Comeback des Weltmeisters von 1998 und 1999 machbar ist. Und Michael Schumachers Erzrivale Juan Pablo Montoya sucht offenbar einen Weg, seinen längst beschlossenen Wechsel zu den momentan abgehängten Silberpfeilen für die nächste Saison wieder rückgängig zu machen.

Nürburgring: Schumi ist kein Selbstläufer mehr

Trotz des Rückschlages in Monte Carlo muss der souveräne WM- Spitzenreiter Michael Schumacher vor dem Nürburgring nicht um seine Führung bangen. Mit 50 Punkten liegt der Ferrari-Pilot weiter vor Teamkollege Rubens Barrichello (Brasilien/38) und BAR-Honda-Pilot Jenson Button (Großbritannien/32) und Monaco-Sieger Jarno Trulli (Italien/31). Vorjahressieger Ralf Schumacher ist Siebter (12), der Mönchengladbacher Nick Heidfeld (2) im Jordan-Ford belegt WM-Rang 13.

Entgegen seiner sonstigen Zurückhaltung gibt sich "Schumi I" vor dem Rennen unweit seiner Heimat Kerpen optimistisch: "Die Strecke sollte uns liegen. Unser Auto dürfte dort seine Stärken ausspielen können." Trotz der brisanten Ausgangslage nach dem Monaco-Grand-Prix und des heimischen Helden Michael Schumacher ist die Formel 1 längst kein Selbstläufer mehr am Nürburgring. An die Zahlen des Rekordjahres 2002 mit 350.000 Besuchern an drei Tagen ist derzeit nicht zu denken, obwohl sich die Organisatoren für 2004 einiges ausgedacht haben. Mit drastischen Preisreduzierungen und einem größeren Rahmenprogramm wollen sie das Formel-1-Wochenende attraktiver machen. Das Programm rund um den Großen Preis von Europa wird von drei auf vier Tage erweitert. Schon am Donnerstag (27.5.) geht es mit einem "Schnuppertag" los.

Für die Gegend rund um den Ring bleibt die Formel 1 weiterhin ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. 60 Millionen Euro werden Formel-1-Wochenende umgesetzt, wenn die Schumachers und Kollegen in der Eifel gastieren. Davon bleiben 10 Millionen Euro als Gewinn in der Region.

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