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Vorschau GP Frankreich

Der finale Schlag?

Foto: dpa 29 Bilder

Renault und Fernando Alonso kommen angeschlagen zum Heimspiel der Franzosen in Magny Cours. Ferrari hat nach dem Triumph in Indianapolis noch einmal Blut geleckt und bläst zum Angriff. Alonso will die Attacke der Roten abwehren und die alte Rangfolge wiederherstellen. Er hat gute Chancen.

13.07.2006 Markus Stier

Frankreich und der GP-Sport feiern an diesem Wochenende in Magny Cours 100 Jahre Grand Prix-Rennen. 1906 wurde bei Le Mans das erste GP-Rennen der Geschichte ausgetragen. Michael Schumacher genießt den Lauf in Magny-Cours: "Das Rennen in Frankreich bezaubert einen ja immer mit seiner ländlichen Idylle, mit seiner Ruhe und mit der sommerlichen Atmosphäre. Ich fahre eigentlich immer gerne dort, ich mag die Natur, mir liegt das."

Schumacher verspürt nach seinem souveränen Formel-1-Sieg von Indianapolis trotz 19 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Fernando Alonso zusätzlichen Rückenwind im Titelrennen. "Die zweite Saisonhälfte möchten wir in eine Aufholjagd umgestalten, denn wir haben den Kampf um den WM-Titel noch lange nicht aufgegeben", sagt der Ferrari-Pilot. "Im Gegenteil: der Rückstand spornt uns alle an!"

20 PS mehr für Alonso

Beim Großen Preis von Frankreich an diesem Sonntag (16.7.) will Schumacher den Abstand weiter verringern. Auf dem 4,4 Kilometer langen Circuit de Nevers in Magny-Cours siegte der siebenmalige Champion schon sieben Mal.

Im Vorjahr hatte allerdings Alonso die Nase vorn: Der Spanier gewann das Renault-Heimrennen vor McLaren-Mercedes-Kontrahent Kimi Räikkönen und dem Deutschen. Die Niederlage von Indianapolis betrachtet man im gelbblauen Lager eher als Ausrutscher denn als Trendwende. Renault spendiert Alonso einen um 20 PS stärkeren Motor, den Giancarlo Fisichella bereits beim US-GP fahren durfte. Teamchef Flavio Briatore spricht von bis zu zwei Zehntelsekunden Zeitgewinn. Zudem fühlt sich auch Reifenausrüster Michelin auf der heimischen Strecke deutlich sicherer als in Indianapolis.

Die Konzernzentrale von Michelin in Clermont Ferrand liegt lediglich 150 Kilometer von Magny Cours entfernt, dennoch kennt der französische Hersteller die ländliche Rennstrecke nicht besser als Konkurrent Bridgestone, denn Magny Cours gehört nicht zu den Strecken, auf denen regelmäßig getestet wird. Die Hoffnung von Bridgestone und Ferrari liegt in der Hitze. Bei ausreichend Gummiabrieb und heißen Temperaturen glaubt man sich Michelin und Renault gegenüber im Vorteil.

Zweites Formel 1-Wochenende für Sutil

Die größte Freude, nach Magny Cours zu reisen, dürfte Pedro de la Rosa befallen haben. Nach dem hastigen Rausschmiss von Juan Pablo Montoya darf der Spanier erstmals seit Bahrain 2005 wieder einen Grand Prix bestreiten.

Auch Franck Montagny genießt sein Heimspiel: "Ich mag die Strecke. Es gibt eine schnelle Schikane und einige langsame Kurven, es ist ein guter Mix", sagt der Super Aguri-Fahrer, den auch etwas Wehmut befallen dürfte. Zum einen muss er beim Frankreich-GP noch einmal mit dem alten SA05-Chassis vorlieb nehmen, zum anderen muss er nach dem Rennen vorerst sein Cockpit räumen. Den in Hockenheim (30.7.) debütierenden SA06 wird der Japaner Sakon Yamamoto dahren. Montagny ist in dieser Saison der einzige Franzose im Feld.

Dafür darf ein fünfter Deutscher am Freitag auf die Piste. Adrian Sutil bestreitet seinen zweiten Freitagstest in dieser Sasion für das MF1-Team. "Ich kann gar nicht abwarten wieder im Midland M16 zu sitzen. Magny Cours ist eine meiner Lieblingsstrecken", sagt der Youngster der zwischen seinen Formel 1-Tests ein erfolgreiches Intermezzo in der japanischen Formel 3-Meisterschaft (3 Siege) gab.

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