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Vorschau GP Italien

Wieder kein Ferrari-Heimsieg in Monza?

Ferrarl-Fans - GP Italien 2015 Foto: sutton-images.com 54 Bilder

Vollgas heißt das Motto, wenn die Formel 1 beim 14. Saisonrennen in Monza unterwegs ist. Kann Mercedes den Tifosi die Party erneut versauen, oder wird Ferrari den Silberpfeilen mit dem Motor-Upgrade mehr Paroli bieten? Wir haben die letzten Infos vor dem GP Italien.

31.08.2016 Tobias Grüner

Mit dem Klassiker in Monza verabschiedet sich die Formel 1-Saison 2016 am Sonntag (4.9.2016) schon wieder aus Europa. Bevor das große Übersee-Finale beginnt, werden die Rennwagen noch einmal an ihre Grenzen getrieben. Mit knapp 370 km/h rasen die Formel 1-Autos über langen Geraden auf dem Traditonskurs im Königlichen Park.

Monza ist nicht einfach nur eine Rennstrecke. Monza ist ein Gefühl. Monza ist Leidenschaft. Monza ist Tradition. Monza, das sind begeisterte Tifosi, die für Ferrari ihr letztes Hemd geben. Und Monza ist für die Ingenieure ein Alptraum. Wegen des ungewöhnlichen Layouts müssen nur für dieses eine Rennen spezielle Aero-Pakete entwickelt und gebaut werden. Vor allem für die kleinen Teams ein enormer Aufwand.

Neben einem reduzierten Luftwiderstand zählt im Königlichen Park hauptsächlich Power. Und hier hat Mercedes nach wie vor die Nase vorn. Selbst die zu erwartenden heißen Temperaturen und die hohen Pirelli-Luftdrücke werden Ferrari wohl nicht zum Sieg verhelfen können. Nur wenn sich die beiden Silberpfeil-Piloten in die Wolle bekommen, besteht die Chance zum Heimsieg. Nachdem Rosberg und Hamilton in Spa künstlich getrennt wurden, geht es jetzt hoffentlich wieder rund im Titel-Duell.

Die Strecke: Autodromo Nazionale di Monza

5,793 Kilometer lang, 75 Prozent Vollgasanteil und Durchschnittsgeschwindigkeiten von 250 km/h – Monza ist vor allem schnell. Neben den Motoren sind auch die Bremsen stark belastet. 4 Mal geht es pro Runde aus mehr als 300 km/h in die Eisen. Das ungewöhnliche Layout, das eigentlich nur aus Geraden besteht, die durch 3 Kurven und 3 Schikanen unterbrochen werden, ist immer wieder Garant für Action. Auf den langen Vollgaspassagen sind enge Windschattenduelle keine Seltenheit. Überholmanöver sind somit auch ohne die Hilfe des Klappflügels möglich.

Die beiden DRS-Zonen befinden sich auf der Zielgerade und dem Vollgasstück zwischen Lesmo 2 und der Ascari-Schikane. Pirelli bringt dieses Jahr nicht nur „soft“ und „medium“ sondern auch den Supersoft-Reifen zum GP Italien. Das könnte den Strategen wie schon in Spa-Francorchamps einiges an Kopfzerbrechen bereiten. Bei hohen Temperaturen und hohen Top-Speeds steigt vor allem bei den weichen Gummis die Gefahr von Blasenbildung auf der Lauffläche.

Fast Facts zum GP Italien

  • Streckenlänge: 5,793 Kilometer
  • Rundenzahl: 53
  • Gesamtdistanz: 306,720 Kilometer
  • Rundenrekord: 1.21,046 min (Barrichello, 2004)
  • Pirelli-Reifen: supersoft/soft/medium
  • Reifenverschleiß: mittel
  • Spritverbrauch: hoch (71 % Vollgasanteil)
  • Bremsbelastung: hoch
  • Boxenstopp-Zeit: 23 Sekunden
  • Entfernung Pole Position bis Kurve 1: 380 Meter
  • Safety-Car-Wahrscheinlichkeit: 43 Prozent

Updates:

Wie bereits erwähnt werden die meisten Teams ihre Autos mit speziellen Monza-Aero-Paketen ausstatten. Einige Teile der sogenannten „Low-Downforce-Kits“ haben wir dieses Jahr schon in Aserbaidschan gesehen. Das schnelle Stadt-Rennen in Baku hat Monza – was die Top-Speeds angeht – etwas den Rang abgelaufen. Mangels Kurven ist im Autodromo aber eine noch extremere Aerodynamik gefragt.

Auch in Sachen Motoren gibt es News. Mercedes und Honda haben die ersten Power-Stufen der zweiten Saisonhälfte bereits in Belgien gezündet. Ferrari hat sich seine letzte Power Unit-Modifikation des Jahres für das Heimspiel aufgehoben. Für das PS-Upgrade des V6-Turbo-Motors gingen die verbleibenden 3 Token drauf.

Favoriten:

Nach 8 Mercedes-Siegen in Folge erübrigt sich die Frage nach den Favoriten. Spa hat aber zuletzt gezeigt, dass die Silberpfeile auch auf Power-Strecken verwundbar sind. Pirelli bringt mit den superweichen Reifen etwas Spannung ins Spiel. In Belgien haben die Silberpfeil-Ingenieure mit dem Setup gerade noch die Kurve gekriegt. Auch im internen Mercedes-Duell gibt es einen klaren Favoriten. Rosberg sah in Monza meist alt aus gegen Hamilton, der hier 3 der letzten 4 Rennen gewann.

Zweite Kraft sollte vom der Papierform her Ferrari sein. Der Power-Vorteil spricht im Duell mit Red Bull klar für die Italiener – erst Recht, wenn das Motoren-Upgrade einschlägt. Einige Tifosi träumen sicher schon vom ersten Heimsieg seit dem Jahr 2010. Sebastian Vettel wäre dagegen schon froh, wenn er nach 4 Rennen mal wieder auf dem Podium stehen würde. Wenn Ferrari hier nicht gegen Red Bull gewinnt, wo dann?

Im vorderen Mittelfeld sehen wir vor allem wieder die Mercedes-Kundenteams stark. Wie schon in Belgien dürften sich Force India und Williams einen heißen Kampf um die WM-Punkte liefern. Dank des geringeren Luftwiderstands sehen wir Williams mit etwas besseren Chancen.

Spannend wird zu sehen, ob McLaren das PS-Defizit auch in Monza kaschieren und zum vierten Mal in Folge punkten kann. Wenn nicht erwarten wir vor allem HaasF1 mit guten Chancen auf Zählbares. Und vielleicht ergeben sich ja auch für Manor Möglichkeiten. Dank Mercedes-Power stehen die Aussichten auf eine Überraschung des Wehrlein-Teams in Monza so gut wie sonst nirgendwo.

So lief das Rennen im Vorjahr – GP Italien 2015

Lewis Hamilton gewann 2015 in Monza souverän – musste aber nach dem Rennen aber noch mehr als 2 Stunden warten, bis die FIA-Stewards den Sieg auch bestätigten. Ein zu hoher Reifendruck am Start (hinten links) sorgte für eine Untersuchung gegen den Weltmeister. Mercedes konnte nachweisen, dass man sich an die vorgeschriebenen Prozeduren gehalten habe und die Reifen auf dem vorgeschriebenen Druck-Niveau waren, als die Mechaniker sie ans Auto montierten.

Teamkollege Nico Rosberg erlebte dagegen eine bittere Stunde. Kurz vor der Zielflagge ging der Mercedes-Motor im Heck des Deutschen hoch. Sebastian Vettel hatte dadurch im Kampf um Rang 2 leichtes Spiel. Auf Position 3 fuhr Felipe Massa im Williams über die Linie – knappe vor Teamkollege Valtteri Bottas. Durch die Nullnummer von Rosberg machte Hamilton 2015 beim GP Italien einen großen Schritt zum WM-Titel.

In unserer Galerie zeigen wir Ihnen noch einmal die Highlights vom GP Italien aus dem Vorjahr.

SessionTermin
Freies Training 1Freitag, 2. September - 10 Uhr
Freies Training 2Freitag, 2. September - 14 Uhr
Freies Training 3Samstag, 3. September - 11 Uhr
QualifikationSamstag, 3. September - 14 Uhr
RennenSonntag, 4. September - 14 Uhr
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