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Vorschau GP Japan

Duell am Berg

Foto: dpa 62 Bilder

In Japan biegt die Formel 1-Saison am Wochenende auf die Zielgerade ein. Mit sieben Punkten Vorsprung hat Lewis Hamilton momentan die besten Chancen auf den Titel. Konkurrent Ferrari hat den Kampf allerdings noch nicht aufgegeben.

08.10.2008 Tobias Grüner

Bei den verbleibenden drei Überseerennen gibt es im Idealfall noch 30 Punkte zu vergeben. Da klingt der Sieben-Punkte-Vorsprung relativ komfortabel. Drei zweite Plätze würden Hamilton ausreichen. Im vergangenen Jahr hatte der Silberpfeil-Pilot seinen Konkurrenten Räikkönen zum gleichen Zeitpunkt allerdings schon um 13 Punkte abgehängt, und das reichte bekanntlich am Ende nicht zur Meisterschaft.

Die gleichen Fehler im Meisterschaftsendspurt sollen sich dieses Jahr nicht wiederholen. Eine konservative Strategie ist gefragt: "Ich mag es gar nicht auf Ankommen zu fahren", erklärte Hamilton nach seinem dritten Platz in Singapur. "Sobald du im Auto sitzt, ist es schwierig deinen Rennfahrerinstinkt zu bremsen." An das Rennen in Fuji hat der Brite allerdings gute Erinnerungen. Hamilton gewann den Chaos-Regen-GP im Vorjahr überlegen, nachdem das Feld zu Beginn 20 Runden hinter dem Safety-Car herzuckelte.

Das verregnete Rennen im Vorjahr macht die Vorbereitungen auf Fuji in dieser Saison um so schwieriger. Die Formel 1 kam 2007 nach 30 Jahren erstmals wieder auf die Toyota-Heimstrecke, verwertbare Daten konnten aber nur wenige gesammelt werden. Diese Saison soll das Wetter immerhin mitspielen. Die Meteorologen haben nur für den Freitag kleinere Schauer vorausgesagt. Am Rennsonntag soll es trocken und sonnig werden.

Favoriten

Auf trockener Piste sollte Ferrari einen kleinen Vorteil haben. Die Roten aus Maranello haben bisher immer dann stark ausgesehen, wenn es auf "normale" Rennstrecken ging, also wenn weder ungewöhnlich viel oder wenig Abtrieb gefahren werden muss. Auch in Fuji gilt es den besten Kompromiss zu finden: Die mit 1,5 Kilometern längste Gerade des Rennkalenders verlangt wenig Luftwiderstand, auf den engeren Kurven im hinteren Streckenabschnitt zählt dagegen Abtrieb.

Hinter dem rot-silbernen Duell an der Spitze dürfte sich BMW-Sauber wieder als dritte Kraft einsortieren. Nachdem das Stammpersonal auch für die nächste Saison bestätigt wurde, kann sich Nick Heidfeld wieder voll aufs Fahren konzentrieren. Der Mönchengladbacher freut sich bereits auf Japan: "Die Strecke macht Spaß. Es gibt viele Steigungen und Gefälle sowie einige Kurven, bei denen man den Scheitelpunkt nicht sehen kann", so die Fuji-Kurzanalyse des 31-Jährigen. 

Verfolger

Hinter den drei Spitzenteams tobt weiterhin der Zweikampf um Rang vier in der Teamwertung. Renault konnte sich durch den Sieg von Alonso in Singapur etwas von Toyota absetzen. Die Japaner würden auf ihrer Heimstrecke natürlich liebend gerne kontern, doch in Fuji ist vor allem aerodynamische Effizienz gefragt - nicht gerade eine Toyota-Stärke. "Der Druck ist da", gibt Glock zu, "aber in einer positiven Art und Weise."

Die beiden Kontrahenten müssen allerdings auf die Konkurrenz aus dem Hinterfeld aufpassen. Toro Rosso ist mit Sebastian Vettel weiter im Aufwind. In den letzten drei Rennen konnte nur Fernando Alonso besser punkten als der Heppenheimer. Vettel ist auch in Fuji wieder ein heißer Punktekandidat.

Außenseiter

Auch der vierte Deutsche im Bunde, Nico Rosberg, sollte auf der Strecke am Mount Fuji gut zurecht kommen. Die große Schwäche des Williams sind schnelle Kurven. Die sind in Fuji allerdings - genau wie zuletzt in Singapur - Mangelware. "Nach unserem zweiten Platz in Singapur würden wir gerne den Schwung nach Japan mitnehmen und unsere gute Form beibehalten", so der Plan des Blondschopfs.

Das würde gerne auch Adrian Sutil behaupten. Doch für den Gräfelfinger lief zuletzt nicht viel zusammen. In Singapur hatte der Force India-Pilot bereits den neunten Ausfall im 15. Rennen zu verzeichnen. Nicht gerade ein gutes Bewerbungsschreiben für ein Cockpit in der kommenden Saison. Einen Vorteil erhofft sich Sutil durch die guten Streckenkenntnisse: "2006 bin ich hier japanische Formel 3 gefahren. Ich bin hier so oft gefahren, dass es sich fast wie ein Heimrennen anfühlt."


      

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