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Vorschau GP Japan

Endspurt am Fuji

Foto: dpa 80 Bilder

Mit dem ersten von drei Übersee-Rennen beginnt in Japan (30.9.) der Endspurt in der Meisterschaft. Nach 30 Jahren Pause kehrt die Formel 1 wieder nach Fuji zurück. Für viele Teams und Fahrer stellt die traditionsreiche Strecke allerdings noch Neuland dar.

27.09.2007

Herzstück des von Architekt Hermann Tilke umgebauten Kurs ist die mit 1,5 Kilometern längste Gerade im Formel 1-Kalender. Die Landebahn, wie der Streckenabschnitt bereits spöttisch von einigen Fahrern genannt wird, nimmt rund ein Drittel der gesamten Rundenlänge in Fuji ein. Nach BMW-Simulation sollen die Autos am Ende der Geraden - nach 18 Sekunden Vollgas - rund 320 km/h erreichen. Zur Freude der Piloten bietet das breite Asphaltband hier gute Überholmöglichkeiten.

Da es weder Test- noch Rennerfahrung auf der Strecke gibt, ist es schwierig Prognosen abzugeben. Eines ist allerdings klar: Wenn Ferrari bei der Vergabe des Fahrer-Titels noch ein Wörtchen mitsprechen will, müssen die Roten am Fuße des Fujiyama einen Sieg landen - am besten gleich einen Doppelsieg. Als Problem könnte sich für die Italiener allerdings der langsame, kurvige Streckenteil erweisen. In dem Geschlängel müssen die Boliden mit relativ viel Federweg fahren, was dem F2007 aerodynamisch gar nicht behagt.

Silberpfeile leicht favorisiert

Nach der deutlichen Niederlage in Spa wird deshalb erwartet, dass McLaren in Japan wieder etwas im Vorteil sein müsste. Erste Aufklärung wird jedoch frühestens das Freitags-Training bringen. Bei elf bzw. 13 Punkten Vorsprung in der Tabelle gaben sich die Silberpfeil-Piloten vor dem Rennwochenende jedenfalls gelassen und selbstbewusst. "Jeder sitzt im gleichen Boot, was ziemlich aufregend werden sollte", sagte Hamilton vor seiner Japan-Premiere. Auch Teamkollege Fernando Alonso freute sich auf die besondere "Herausforderung" der unbekannten Strecke.

Bei Ferrari wählte man eine ganz besondere Art der Vorbereitung. Felipe Massa trainierte die Strecke im Simulator. "Ein nützliches Hilfsmittel, jetzt weiß ich wenigstens wo die Kurven liegen", schmunzelte der Brasilianer. Kimi Räikkönen verzichtete dagegen auf das virtuelle Training: "Ich habe den Kurs bislang nur auf dem Papier gesehen. Um ehrlich zu sein mag ich den Simulator nicht besonders und habe auch noch nie Playstation gespielt." Trotzdem gibt sich auch der "Iceman" zuversichtlich: "Ich habe es bisher immer geschafft neue Strecken relativ schnell zu lernen. Ich glaube nicht, dass es da ein Problem im Qualifying gibt."

BMW ohne direkte Konkurrenz

Auch bei BMW ist man gespannt auf die Erfahrung mit der unbekannten Rennstrecke. "Wir verlassen uns bei der Vorbereitung ganz auf die Computer Simulation", erklärt Willy Rampf. Der Technische Direktor hofft, dass man dadurch schon am Freitagmorgen über ein gutes Basis-Set-up verfügt. Nick Heidfeld äußerte sich vor dem Rennen zwiespältig: "Ich freue mich immer, wenn eine neue Rennstrecke kommt." Aber eigentlich sei Suzuka seine Lieblingsstrecke. Seit dieser Saison wird der Japan GP abwechselnd in Suzuka und Fuji ausgetragen.

Aus sportlicher Sicht ist bei BMW kaum Außergewöhnliches zu erwarten. Sowohl nach vorne als auch nach hinten ist der Abstand zu groß. Die Spannung für die Fahrer dürfte - wenn alles glatt läuft - im teaminternen Duell liegen. Wer hinter den drei Top-Teams das Rennen macht ist schwer zu sagen. Zuletzt zeigte sich Nico Rosberg in bestechender Form, als er vier Mal in Folge in die Punkte fahren konnte. Am Ende des Feldes wird auch interessant, ob Adrian Sutil den Spyker-Aufwärtstrend fortsetzen kann.

Honda will Auswärtssieg landen

Besondere Brisanz bietet auch das Duell der japanischen Werksteams. Da sich der "Fuji International Speedway" in Toyota-Besitz befindet, kann sich das Team keine weitere Pleite leisten. Vor der versammelten Konzern-Leitung müssen Ralf Schumacher und Jarno Trulli eine deutliche Leistungssteigerung zeigen. Diese wird auch von Honda erwartet. Um den Rivalen Toyota auf eigenem Terrain zu schlagen, hat die Truppe von Teamchef Nick Fry speziell für Fuji ein neues Aerodynamik-Paket entwickelt.

Für die deutschen Formel 1-Fans bedeutet der Japan Grand Prix vor allem eins: Wecker stellen und früh aufstehen! Das Rennen beginnt am Sonntagmorgen bereits um 6.30 Uhr deutscher Zeit.

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