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Vorschau GP Japan

Schumis Rückkehr?

Gewinnt der Weltmeister nach drei sieglosen Rennen wieder? Michael Schumacher hat sich vorgenommen beim Rennen in Suzuka (10.10.) wieder deutlich konzentrierter zu Werke zu gehen. Ansonsten reden alle über das Wetter. Ein Taifun treibt sein Unwesen an Japans Küste.

07.10.2004

Nach seinem Dreher in Monza und dem Chaosrennen in Shanghai gelobt Michael Schumacher Besserung. Suzuka ist mit seinen schnellen Kurven fahrerisch anspruchsvoll und einer der Lieblingskurse des Weltmeisters. Dort will Schumacher wieder auf die Siegerstraße einbiegen und seinen 13. Saisonsieg holen. Der siebenmalige Titelträger wird schon froh sein, wenn sein Rennen in Japan nicht so verläuft wie 2003. Dort holte er nach turbulenten eineinhalb Stunden einen mühsamen achten Rang und sicherte sich mit einem Pünktchen WM-Titel Nummer sechs.

Während es für Schumacher nur noch um einen Bonus in einer nahezu perfekten Saison geht, und auch Rubens Barrichello als Vizeweltmeister fest steht, sind für die anderen noch einige Pfründe zu vergeben. Besonders bei BAR-Honda sind die Messer gewetzt, um Rang zwei im Konstrukteurspokal zu sichern. Bei neun Punkten Vorsprung gegenüber Renault und noch 36 zu vergebenden Zählern in zwei Rennen, dürfte die entgültige Entscheidung allerdings erst in Brasilien (24.10.) fallen.

Mehr Power für BAR

Um beim Heimspiel gut auszusehen, liefert Honda kurz vor Saisonschluss noch einmal eine neue Motorenausbaustufe, die zusätzliche acht PS mobilisieren soll. Ein Zückerchen an die japanischen Fans ist auch die erst am Dienstag bekannt gegebene Vertragsverlängerung von Takuma Sato bei BAR. Der Japaner ist ein Geheimtip beim Japan-GP. Chancen auf vordere Plätze rechnen sich auch McLaren-Mercedes und Renault aus.

Spannend wird das Rennen auch für ein weiteres japanisches Team: Bei Toyota darf sich erstmals Neuzugang Jarno Trulli am Lenkrad versuchen. Bei Renault muss Jacques Villeneuve beweisen, dass seine Reflexe nicht wie beim Comeback in China endgültig eingerostet sind.

Taifun im Anmarsch

Mit Sorge schauen die Formel 1-Teams auf die Wetterkarte, wo ein Taifun auf die Küste Japans zusteuert und schwere Regenfälle mit sich bringt. "Es hängt davon ab, wie schwer es regnet", sagt Takuma Sato. Wir hatten hier schon so starken Regen, dass die ersten bieden Kurven überflutet waren. Da musste abgebrochen werden. Wenn es normal regnet, können wir fahren. Im Regen gab es hier immer sehr aufregende Rennen."

"Nun lasst uns erstmal abwarten", sagte Michael Schumacher, der schon am Mittwoch einen Vorgeschmack auf die Naturgewalten in Japan bekam, als er von einem Erdbeben aus dem Schlaf gerissen wurde.

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