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Vorschau GP Kanada

Ferrari wittert Morgenluft

Foto: dpa 28 Bilder

Nachdem er bei den letzten Rennen regelmäßig Zuversicht verbreitete und dennoch Fernando Alonso unterlag, ist Michael Schumacher vorsichtiger geworden und hält sich mit Prognosen zurück. Dennoch herrscht im roten Lager Zuversicht. Die Strecke in Montreal müsste Ferrari liegen.

22.06.2006 Markus Stier

Wieder einmal haben die Ferrari-Ingenieure neue Flügel entwickelt, die auf der Isle de Notre Dame in Montreal den dritten Schumacher-Sieg der Saison bringen sollen. Ferrari setzt einmal mehr auf den Trick mit dem verformbaren Heckflügel. Auf der 4,361 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitspiste mit langen Geraden und langsamen Kurven und Schikanen ist zusätzlicher Topspeed durch ein nachgebendes Heckleitwerk hochwillkommen.

Zumindest an Motivation fehlt es Schumacher nach einwöchigem USA-Urlaub nicht: "Der Kampfgeist ist aufgefrischt", sagt der Schuminator, der an Kanada gute Erinnerungen hat. Schon sieben Mal hat er in Montreal gewonnen. Davon ist Fernando Alonso weit entfernt. "Ich war hier noch nie auf dem Podium. Dieses Rennen steht schon ewig auf meiner Liste", sagt der Weltmeister, der als frischgebackener Ehrenbürger seiner Heimatstadt Oviedo nach Kanada reist.

Highnoon für Villeneuve

Nach dem ermutigenden Wochenende in Silverstone und dank eines ähnlichen Flügeltricks wie bei Ferrari rechnet sich auch das BMW-Lager einiges aus: "Wir denken, dass wir auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke besonders gut sein werden," sagt Nick Heidfeld.

Für Teamkollege Jacques Villeneuve ist dieser Kanada-GP nicht irgendein Rennen. Das Heimspiel des Kanadiers könnte sein letztes sein. Dementsprechend hochmotiviert kommt der frisch Vermählte nach Montreal. "Ich würde gerne bleiben, denn ich liebe dieses Team. Es läuft gut, und wir arbeiten gut zusammen. Wir sind auf dem Weg nach oben," sagt Villeneuve. BMW-Sportchef Mario Theissen räumt zwar ein, dass Villeneuve die Erwartungen übertrifft, doch müsste der Mann aus Quebec schon ein paar außergewöhnliche Rennen abliefern, um seinen BMW-Sessel zu sichern oder einen anderen zu finden.

Fragwürdige Motorentaktik

Bei McLaren-Mercedes und Williams-Cosworth entschied man sich aus taktischen Gründen, die in Monaco angekokelten Motoren von Kimi Räikkönen und Mark Webber auch beim GP England einzusetzen, um die beiden Fahrer auf dem Vollgaskurs von Montreal mit frischen Achtzylindern auszurüsten.

Ob die Strategie so gut ist, muss sich zeigen. Denn so müssen Webber und Räikkönen mit dem Kanada-Motor auch in Indianapolis antreten. Eine weitere Piste, die dank langer Geraden als Motorenkiller gilt. Vorjahressieger Kimi Räikkönen geht mit gedämpfter Vorfreude ins Rennen: "Wir hatten in Silverstone ein solides Wochenende. Ich hoffe, wir holen wieder ein gutes Ergebnis."

Der GP Kanada startet am Sonntag (25.6.) um 19 Uhr MESZ.

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