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Vorschau GP Monaco 2017

Das Angstrennen von Mercedes

Mercedes - GP Monaco 2016 Foto: Wilhelm 71 Bilder

Nach fünf spektakulären Rennen zum Start der Formel 1-Saison steht nun mit dem GP Monaco ein echter Klassiker auf dem Programm. Mercedes blickt allerdings mit Sorgenfalten auf Monte Carlo. In der Vorschau erklären wir Ihnen warum.

23.05.2017 Tobias Grüner 4 Kommentare

In den ersten 5 Rennen des Jahres hat die Formel 1 bereits einiges an Spektakel geboten. Doch jetzt geht es erst richtig los! Auf dem legendären Stadtkurs von Monaco ist Action garantiert. Bei der schnellsten Hafenrundfahrt der Welt passiert eigentlich immer etwas. Wir erinnern nur kurz an das Rennen im Vorjahr als Max Verstappen und Kimi Räikkönen in die Bande krachten, die beiden Sauber miteinander kollidierten, Red Bull die Reifen von Daniel Ricciardo in der engen Boxenanlage nicht rechtzeitig fand und Lewis Hamilton bei feuchten Bedingungen eine riesige Show abzog.

Ob Mercedes den Sieg aus dem Vorjahr wiederholen kann, steht allerdings in den Sternen. Monaco gehört traditionell nicht zum Lieblingspflaster der Silberpfeile. 2016 konnte Red Bull-Pilot Ricciardo hier die einzige Nicht-Mercedes-Pole Position der Saison einfahren. Dieses Jahr droht die größte Gefahr von Ferrari. Wegen des langen Radstands des Mercedes befürchten die Ingenieure, dass Hamilton und Bottas Probleme in den engen Ecken bekommen könnten. Das Auto ist von der Aerodynamik her eher auf lange und schnelle Kurven ausgelegt.

Generell darf man gespannt sein, wie die neuen, breiteren Autos des Jahrgangs 2017 auf dem Stadtkurs zurechtkommen. Überholen dürfte im Leitplankendschungel nun noch schwieriger werden. Dank der höheren Abtriebswerte können sich die Fans aber immerhin auf neue Rundenrekorde freuen. Eine Regenlotterie wie noch 2016 sollte es dieses Jahr dagegen nicht geben. Das ganze Rennwochenende ist bestes Wetter an der Côte d'Azur vorhergesagt.

Die Strecke: Circuit de Monaco

Der GP Monaco ist ein Sonderfall im Grand Prix-Kalender. Das Urgestein unter den Rennen ist gefährlich und eng. Überholen ist fast unmöglich. Jeder Ausrutscher wird hart bestraft. Beim Thema Sicherheit muss die FIA jedes Jahr beide Augen zudrücken. Auslaufzonen sind Mangelware. Bei Kollisionen kommt es regelmäßig zum spektakulären Ping Pong zwischen den Leitplanken

Weil es auf der schnellen Tunnel-Passage zu gefährlich ist, kommt der DRS-Klappflügel nur auf der Zielgeraden zum Einsatz. Allerdings erwies sich die künstliche Überholhilfe in den vergangenen Jahren als ziemlich ineffektiv. Positionswechsel im Rennen sind fast nur durch Strategie möglich. Deshalb ist eine gute Runde im Qualifying hier so wichtig wie nirgends sonst im Kalender.

Fast Facts:

  • Rundenlänge: 3,337 km
  • Rundenzahl: 78
  • Renndistanz: 260,286 km
  • Rundenrekord (Rennen): Daniel Ricciardo - 1:18.063 min (2015)
  • Anzahl Kurven: 19 (8 links / 11 rechts)
  • Distanz von Pole Position bis Kurve 1: 111 m
  • Boxengassen-Zeitverlust: 22 Sekunden (308 m)
  • Top Speed: 296km/h
  • Abtriebslevel: hoch
  • Reifenverschleiß: niedrig
  • Bremsbelastung: mittel
  • Spritverbrauch: niedrig
  • Reifensorten: ultrasoft / supersoft / soft
  • DRS-Zonen: 1 - Zielgerade
  • Safety-Car-Wahrscheinlichkeit: 50 Prozent

Setup:

Monaco ist die Strecke mit den geringsten Durchschnittsgeschwindigkeiten, den engsten Kurven und den meisten Lenkbewegungen. Top-Speed zählt hier wenig. Wer den meisten Abtrieb und die beste Traktion besitzt, kommt am schnellsten über die 3,337 Kilometer kurze Runde. Beim Anbremsen zeigen die Autos traditionell die Tendenz zum Untersteuern, was die Ingenieure durch viel Abtrieb an der Front auszugleichen versuchen.

Die vielen Bodenwellen auf den öffentlichen Straßen verlangen auch dem Fahrwerk alles ab. Mehr Bodenfreiheit und eine weichere Abstimmung helfen nicht nur dabei die Schläge abzufedern, es ist auch nützlich für eine gute Traktion aus den vielen langsamen Ecken. Für die enge Loews-Kurve muss die Lenk-Übersetzung speziell angepasst werden. Auch an die Motoren-Mappings müssen die Ingenieure ran: Gefragt sind eine gute Fahrbarkeit und viel Power in unteren Drehzahlen.

Pirelli bringt die drei weichsten Reifen im Angebot. Aber selbst der Ultrasoft ist eigentlich noch zu hart für den glatten Asphalt auf den öffentlichen Straßen von Monte Carlo. Weil die „härteren“ Mischung kaum zum Einsatz kommen, haben sich die meisten Teams fast nur Ultrasofts für den Klassiker bestellt. Pirelli hat übrigens kurz vor dem Rennwochenende noch einmal die Minimal-Luftdrücke reduziert. Die Werte von 17,0 PSI vorne und 16,5 PSI hinten sind die geringsten der ganzen Saison.

Formel Schmidt - GP Spanien 2017 - Screenshot
Deshalb hat Mercedes Angst vor Monaco 12:46 Min.

Die Upgrades:

Nach dem Update-Festival in Spanien sollte man in Monaco eigentlich nicht viel Neues erwarten. Weil die Autos auf dem Stadtkurs aber stets mit maximalen Abtrieb unterwegs sind, sieht man hier immer wieder interessante Zusatzflügel für Extra-Anpressdruck. McLaren hat als eines der wenigen Teams schon angekündigt, dass man ein größeres Paket geplant hat.

Apropos McLaren: Weil Fernando Alonso seinen viel diskutierten Gaststart beim Indy 500-Rennen in den USA absolviert, wird Jenson Button den zweiten MCL32 um den Hafen steuern. Es ist der erste Auftritt des Weltmeisters von 2009 in dieser Saison. Man darf gespannt sein, ob der Routinier auf Anhieb mit der neuen F1-Generation zurechtkommt. Wegen des PS-schwachen Honda-Motors ist Monte Carlo für McLaren eine der besten Gelegenheiten des Jahres auf ein gutes Ergebnis.

Die Favoriten:

Monaco ist vom Streckenlayout so einzigartig, dass hier Überraschungen immer möglich sind. Wenn wir wetten müssten, würde unser Einsatz auf Rot gehen. Ferrari hat diese Saison gezeigt, dass das Auto bei allen Bedingungen schnell ist. Sebastian Vettel fühlt sich in den engen Gassen des Fürstentums zudem immer besonders wohl. Das gilt natürlich auch für Lewis Hamilton. Wie gut der lange Silberpfeil aber um die engen Ecken kommt, muss sich erst noch zeigen. Wir gehen eher davon aus, dass man beim Weltmeisterteam in den Rückspiegel schauen und auf Red Bull aufpassen muss.

Ganz eng geht es auch im Mittelfeld zur Sache. Force India und Williams erwarten wir nicht so stark wie sonst. In den Händen von Fernando Alonso wäre der McLaren der erste Punktekandidat hinter den 3 Top-Teams. Die Frage lautet, ob Jenson Button und Stoffel Vandoorne das Potenzial im Auto auch abrufen können. Bei Nico Hülkenberg bestehen diese Zweifel nicht. Der Rheinländer dürfte es im Kampf um die Top Ten-Plätze vor allem mit den Toro Rosso zu tun bekommen. Auch Haas erwarten wir wieder stärker als in Barcelona. Sauber dürfte mangels Abtrieb dagegen etwas weiter hinten zu finden sein.

So lief das Rennen im Vorjahr – GP Monaco 2016

Das Wetter sorgte 2016 für ordentlich Spektakel im Fürstentum. Auf feuchter Piste war Lewis Hamilton nur von Startplatz 3 ins Rennen gegangen. In der Anfangsphase verlor der Mercedes-Pilot zudem viel Zeit hinter Nico Rosberg, der seine Reifen einfach nicht auf Temperatur brachte. Erst als der Mercedes-Kommandostand ein Machtwort sprach, wechselten die Teamkollegen die Plätze. Daniel Ricciardo, der von der Pole Position gestartet war, schien bereits außer Reichweite. Doch die Mercedes-Strategen hatten einen Plan.

Anstatt auf der abtrocknenden Strecke zunächst auf Intermediates zu gehen, hielt Hamilton so lange mit den Regenreifen durch, bis die Bedingungen den direkten Wechsel auf Slicks erlaubten. Hamilton sparte sich einen Stopp und übernahm die Führung. Dabei half dem Weltmeister auch ein Problem beim Reifenwechsel von Red Bull. Wegen eines Kommunikationsfehlers hatten die Mechaniker die Gummis für Ricciardo nicht rechtzeitig bereit, was wertvolle Sekunden und am Ende wohl auch den Sieg kostete. Der Australier versuchte Hamilton noch zu attackieren, fand aber kein Weg vorbei.

Im Kampf um Platz 3 entschied ebenfalls die Strategie. Dank eines perfekten Boxenstopp-Timings setzte sich Sergio Perez gegen Sebastian Vettel durch und durfte am Ende in der Fürstenloge feiern. Zu den prominenteren Opfern des spektakulären Monaco GPs zählte unter anderem Kimi Räikkönen, der nach wenigen Runden auf feuchter Strecke in die Bande der Loews-Kurve krachte. Auch Max Verstappen sah die Zielflagge nicht. Nach einer guten Aufholjagd vom Ende des Feldes war der Youngster in Runde 35 auf der Anfahrt zum Casino etwas zu schnell unterwegs und rutschte ebenfalls in die Leitplanke.

Zur Einstimmung zeigen wir Ihnen noch einmal die spektakulären Bilder des GP Monaco 2016.

Zeitplan GP Monaco:

SitzungStart (MEZ)
Freies Training 11. Training – Do. 25. Mai – 10.00 Uhr
Freies Training 22. Training – Do. 25. Mai – 14.00 Uhr
Freies Training 33. Training – Sa. 27. Mai – 11.00 Uhr
QualifyingQualifying – Sa. 27. Mai – 14.00 Uhr
RennenRennen – So. 28. Mai – 14.00 Uhr
Neuester Kommentar

Ich muss ja schon sagen, dieses Artikelrecycling wird langsam anstrengend - jedenfalls wenn es um die Kommentare geht.

Oder verfolgt man die redaktionell wirklich nicht, wie ich vor einigen Wochen bereits in den Raum stellte?

Denn so gut und aussagekräftig ich den Beitrag von PeterSchlosser finde, er ist eben ein Jahr alt, und verwirrt im ersten Moment mehr, als dass er hilft.

Ein Statement wäre hingehend schon ganz nett, weil ich diese Beiträge eigentlich sehr gerne verfolge.

Pändabar 23. Mai 2017, 21:57 Uhr
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