6 Ausgaben testen + attraktive Prämie sichern!

6 Ausgaben auto motor und sport mit 25% Preisvorteil zum Preis von nur 17,60 € (ggf. zzgl. 1 € Zuzahlung) testen.

Dazu eine unserer zahlreichen attraktiven Prämien sichern!

Weitere Infos und Bestellung HIER!

Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Vorschau GP Österreich 2017

Die letzten Infos vor dem Rennen in Spielberg

Start - GP Österreich 2016 Foto: Red Bull 62 Bilder

In Spielberg steigt das neunte Formel 1-Rennen des Jahres. Alle Augen sind auf die großen Titelaspiranten gerichtet. Wie begegnen sich Sebastian Vettel und Lewis Hamilton nach der absichtlichen Kollision von Baku auf der Strecke?

05.07.2017 Tobias Grüner, Andreas Haupt 2 Kommentare

Sebastian Vettel ist noch einmal davon gekommen. Die FIA und Präsident Jean Todt haben entschieden, den absichtlichen Rammstoß gegen Lewis Hamilton im Baku-Rennen nicht weiter zu bestrafen. Es bleibt bei einer Verwarnung und ein paar Sozialstunden. Erlauben kann sich Vettel beim kommenden GP Österreich trotzdem nichts. Sein Strafkonto ist bereits mit 9 Punkten gefüllt. Drei mehr und der Heppenheimer muss ein Rennen aussetzen.

Die Stimmung ist aufgeheizt. Das ohnehin schon spannende Titelrennen legt durch den Zwischenfall in Aserbaidschan an Dramatik zu. Die Krallen sind ausgefahren. In Österreich werden sich Vettel und Hamilton erstmals wieder auf und abseits der Strecke begegnen. Wie werden sie agieren und reagieren? In der WM kann jeder noch so kleine Fehler das Pendel umschlagen lassen. Nach Punkten steht es 153 zu 139 für Vettel. Valtteri Bottas ist mit 111 Zählern bereits etwas abgeschlagen.

Die Strecke – Red Bull-Ring:

Die 1969 unter dem Namen Österreichring eröffnete Grand Prix-Strecke in Spielberg schlängelt sich malerisch an den Alpenhängen entlang. Der 4,318 Kilometer lange Kurs besitzt zwar mit nur 10 Kurven die wenigsten im gesamten Kalender, doch trotz des einfach erscheinenden Layouts hält der Red Bull-Ring einige Tücken bereit.

Von der Zielgerade bis zum höchsten Punkt nach Kurve 3 steigt die Strecke um satte 100 Meter an. Danach geht es größtenteils bergab ins Ziel. Vor allem das Anbremsen auf die ersten 2 engen Ecken erweist sich als knifflig. Für die anschließenden langen Geraden müssen die Piloten viel Schwung mitnehmen und eine gute Traktion beweisen.

Die Vollgaspassagen bieten gute Überholmöglichkeiten. Zwischen den Kurven 1 und 3 erreichen die Autos einen Top-Speed von über 300 km/h. Hier bietet sich die beste Chance auf einen Angriff. Die beiden DRS-Zonen werden von der FIA allerdings nicht in diesem Bereich angelegt, sondern auf der Start-Ziel-Gerade und dem kurzen Vollgasstück zwischen Kurve 3 und 4.

Fast Facts zum GP Österreich 2017

  • Streckenlänge: 4,326 Kilometer
  • Rennrunden: 71
  • Renndistanz: 307,146 Kilometer
  • Rundenrekord: 1:08.337 Min. (Michael Schumacher, 2003)
  • Top-Speed: 322 km/h
  • Anzahl der Kurven: 10 (3 links / 7 rechts)
  • Distanz Pole Position bis Kurve 1 (Scheitelpunkt): 330,8 Meter
  • Länge Boxengasse unter Speed-Limit: 358,1 Meter
  • Durchfahrtszeit bei 80 km/h: ca. 16 Sekunden
  • Maximale seitliche G-Kräfte: 4,4 G
  • Benzinverbrauch: mittel
  • Höhe: 690 Meter
  • Safety-Car-Wahrscheinlichkeit: 67 Prozent

Das Spielberg-Setup:

Auf der in Sachen Rundenzeit kürzesten Strecke des Kalenders zählen vor allem Power und Top-Speed – wie zuletzt in Aserbaidschan. Außerdem muss das Auto stabil auf der Bremse verzögern und gut aus den langsamen Ecken herausbeschleunigen. Stichwort: Traktion. Daher gehen die Ingenieure auf der Hinterachse hier stets etwas weicher mit der Federung.

Der Heckflügel wird auf dem Red Bull-Ring eine Spur steiler eingestellt als noch in Baku. Achtgeben müssen die Teams bei der Justierung des Frontflügels. Zu flache Flaps führen zu Untersteuern in den etwas schnelleren Kurven 6 und 7 sowie in den letzten beiden Rechtskehren. Zu steile Flügel kosten allerdings Höchstgeschwindigkeit. Hier gilt es, ein gesundes Maß zu finden.

Red Bull - GP Österreich 2016 Foto: Red Bull
Spielberg ist das Heimspiel für Red Bull.

Pirelli bringt die weichsten Mischungen nach Österreich: ultrasoft, supersoft und soft. Die Fahrer und Ingenieure stehen vor der Aufgabe, die Reifen auf dem glatten Asphalt zum Arbeiten zu bringen. Das Unterfangen wird durch die kurzen und eher langsamen Kurven erschwert. Da bringt man nur sehr schwer Energie in die Reifen. Im Rennen muss mindestens einmal der Supersoft oder Soft gefahren werden. Wir tippen auf ein Einstopprennen.

Die Auswahl der Piloten unterscheidet sich. Max Verstappen und Daniel Ricciardo bestellten je neun Ultrasofts bei Pirelli. Lewis Hamilton und Valtteri Bottas jeweils acht. Während der dreifache Weltmeister einen Satz Soft mehr aufbrauchen kann, ist sein finnischer Teamkollege mit einem Supersoft mehr ausgestattet. Ferrari hat die meisten Supersoft-Reifen der Spitzenteams, dafür aber die wenigsten Ultrasofts.

Technische Updates:

Honda bestückt erstmals beide McLaren MCL32 mit der dritten Motorenspezifikation (Spec 3), die Fernando Alonso bereits im Freien Training in Aserbaidschan testete. Das Update brachte die versprochenen 12 PS. In der Zwischenzeit hat Honda das Mapping, also die Software und Motoreneinstellungen, feingeregelt. Das sollte die Leistung weiter klettern lassen. McLaren kündigt zudem an, auf der Chassis-Seite weiter nachzulegen.

Mercedes will in Spielberg das nächste Aero-Upgrade zünden, nachdem man sich in Baku zurückhielt. Bei Force India spricht man von kleinen Neuteilen für den kommenden GP. Red Bull hatte ursprünglich für den Heim-GP das nächste größere Update angepeilt. Doch inzwischen fährt das Team eine andere Strategie. Statt einem großen Upgrade bestückt man den RB13 lieber von Rennen zu Rennen mit kleineren Updates.

Im Fahrerlager gibt es Gerüchte, dass Renault in den Autos von Red Bull, Toro Rosso und im eigenen Werksauto den dritten von vier Motoren verbauen will. Allerdings ohne direkt an der Powerschraube zu drehen. Indirekt soll über eine verbesserte Zuverlässigkeit mehr aus dem V6-Turbo herausgeholt werden können. Weil dann schärfere Einstellungen gefahren werden können.

Favoriten:

Mercedes hat alle drei Rennen seit dem Comeback des GP Österreich für sich entschieden. Zweimal siegte Nico Rosberg (2014, 2015) und im Vorjahr Hamilton. Vier der acht bisherigen Saisonläufe haben die Silberpfeile gewonnen. Im Qualifying zum GP Aserbaidschan vor zwei Wochen hat sich gezeigt: Wenn die Ingenieure das Setup des W08 hinbekommen und das kleine Arbeitsfenster der Reifen treffen, ist der Mercedes das schnellste Auto im Feld. Plötzlich war Ferrari um über eine Sekunde distanziert.

Wenngleich Vettel mit einem Uraltmotor unterwegs war. Und wenngleich immer noch ungeklärt ist, ob das neue Rundschreiben der FIA bezüglich Öl als positiver Anreger für den Verbrennungsprozess Ferrari tatsächlich betroffen und getroffen hat. Im Rennen jedenfalls konnte Vettel das Tempo von Hamilton trotz hoher Motorenlaufleistung ordentlich halten.

Lewis Hamilton - Mercedes - GP Aserbaidschan 2017 - Baku - Rennen Foto: Wilhelm
Baku zeigte: Mercedes hat das schnellste Auto im Feld. Wenn alles passt.

Red Bull und Spielberg ist bislang keine Liebesbeziehung. Obwohl Verstappen im Vorjahr auf dem zweiten Rang landete. Trotz des Sieges in Baku fürchtet sich der Rennstall ein bisschen vor dem Heimspiel. Weil Spielberg längere Geraden mit kurzen Kurvenradien kombiniert. Beim Ansprechverhalten und der Beschleunigung aus niedrigeren Drehzahlen hinkt der Renault-V6 den Konkurrenzprodukten von Mercedes und Ferrari noch hinterher.

Force India lieferte in Kanada und Aserbaidschan ab. Beides schnelle Strecken mit glattem Asphalt wie Spielberg. Wenn sich die Piloten nicht selbst im Weg gestanden wären, hätte die Punkteausbeute für den indisch-englischen Rennstall wesentlich üppiger ausfallen können. In Österreich sollte Force India wieder stark auftreten. Williams könnte gefährlich werden. Sie erinnern sich vielleicht: Felipe Massa stand in Spielberg 2014 auf der Pole-Position.

So lief das Rennen im Vorjahr – GP Österreich 2016:

Es war das große Finale: Nico Rosberg gegen Lewis Hamilton, letzte Runde, dritte Kurve. Der Weltmeister attackiert auf der Außenseite, Rosberg hält dagegen. Es kommt zum Zusammenprall, den Hamiltons Mercedes weitgehend unbeschadet übersteht, während es Rosberg den Frontflügel abreist.

Hamilton gewinnt. Rosberg bekommt von den Stewards eine Strafe aufgebrummt. Der spätere Weltmeister wird Vierter. Dazwischen schieben sich Max Verstappen und Kimi Räikkönen. Beide taktierten mit einer Einstoppstrategie.

Hinter Ricciardo brauste Jenson Button als Sechster ins Ziel. Sebastian Vettel erlebte einen desaströsen Nachmittag. Ihm platzte in der 27. von 71 Runden plötzlich der rechte Hinterreifen, was sein Rennen vorzeitig beendete.

In unserer Galerie zeigen wir noch einmal die spektakulären Bilder aus dem Vorjahr.

Neuester Kommentar

Ich bin nicht Herr Grüner, aber in seltenen Fällen kann man -abhängig von der Definition der beiden Begriffe-tatsächlich einen Unterschied definieren:

So war beim Monaco-GP 2012 Michael Schumacher der schnellste Pilot der Qualifikation (pole-setter, if you will), durch seine Startplatzstrafe vom vorhergehenden Spanien-GP startete er nur von Platz 6, während Mark Webber als Zweitschnellster auf die Pole Position aufrückte. (pole-sitter)

Proesterchen 5. Juli 2017, 09:47 Uhr
Neues Heft
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden