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Vorschau GP Russland

Nächste Runde im WM-Pingpong?

Vettel & Hamilton - Stats - GP China 2017 54 Bilder

Zum vierten Rennen des Jahres reist die Formel 1 nach Russland. Bisher haben sich Vettel und Hamilton mit Siegen jeweils abgewechselt. In der Vorschau haben wir die letzten Infos vor dem Rennen in Sotschi.

26.04.2017 Tobias Grüner 1 Kommentar

Die neue Formel 1 konnte die hohen Erwartungen bisher voll und ganz erfüllen. Den Zuschauern wurden drei spannende Rennen mit jeder Menge Drama geboten. Die ersten beiden Plätze wurden dabei stets von den selben Piloten belegt. Schon in dieser frühen Phase der Saison riecht alles nach einem harten WM-Zweikampf zwischen Sebastian Vettel und Lewis Hamilton.

Vor dem Rennen in Russland lautet nun die große Frage, ob Ferrari und Mercedes alles auf eine Karte setzen und für eine klare teaminterne Hierarchie sorgen. Vor allem für Neuling Valtteri Bottas wäre eine Stallregie nach nur 4 Monaten bei den Silberpfeilen eine Demütigung. Auf Maurizio Arrivabene und Toto Wolff warten schwierige Entscheidungen.

Mit Spannung wird man bei Mercedes die Wettervorhersage gelesen haben. Für alle Tage des Rennwochenendes ist ein wolkenloser Himmel bei moderaten Temperaturen von knapp über 20°C vorhergesagt. Je nachdem wie stark sich die Strecke in der Sonne aufheizt, drohen am Silberpfeil wieder Überhitzungserscheinungen auf der Reifenlauffläche. Das hat Ferrari schon in Melbourne und Bahrain zum Sieg verholfen.

Die Strecke: Sochi Autodrom

Mit 5,853 Kilometern ist der Kurs im olympischen Park nach Spa, Silverstone und Baku der viertlängste im Kalender. Die Piloten passieren über 12 Links- und 7 Rechtskurven diverse olympische Arenen, umrunden den Platz mit der großen Fackel und kommen auch am imposanten Olympiastadion vorbei. Teilweise geht es über öffentliche Wege, weshalb das Grip-Niveau vor allem zu Beginn des Wochenendes stets zu Wünschen übrig lässt.

Die Piloten kreiseln im Uhrzeigersinn. Dass trotzdem die rechte Seite des Nackens besonders belastet wird, liegt an der langgezogenen Omega-Kurve 3/4, die am Ausgang mit knapp 300 km/h durchfahren wird. Hier herrschen hohe Fliehkräfte über mehr als 6 Sekunden. Das dürfte mit den neuen Autos eine große Belastung für die Piloten darstellen. Die ersten drei Rennen haben gezeigt, dass Überholen in Sochi nicht einfach ist. Die besten Chancen zum Angriff gibt es am Ende der Zielgeraden vor Kurve 2. Auf der Anfahrt werden Top-Speeds von ca. 345 km/h erreicht.

Fast Facts zum GP Russland:

  • Streckenlänge: 5,853 km
  • Rundenzahl: 53
  • Renndistanz: 310,209 km
  • Rundenrekord (Rennen): 1:39.094 Min. (Nico Rosberg, 2016)
  • Anzahl Kurven: 19 (12 rechts / 7 links)
  • Top-Speed: 345 km/h
  • Distanz Start bis erste Kurve: 450 Meter
  • Länge Boxengasse: 330 Meter (Zeitverlust: ca. 21s)
  • Reifenverschleiß: niedrig
  • Reifensorten: Ultrasoft / Supersoft / Soft
  • Bremsbelastung: mittel
  • Safety-Car-Wahrscheinlichkeit: 66 Prozent (2/3)

Das Setup:

In puncto Abtrieb sind die Autos wie bei allen Stadtkursen am oberen Limit unterwegs. Vor allem beim Frontflügel darf der Anstellwinkel nicht zu klein gewählt werden, um die Tendenz zum Untersteuern in den vielen 90-Grad-Kurven zu lindern. Obwohl der Asphalt topfeben ist, sollte die Federung vor allem auf der Hinterachse nicht ganz so hart und tief ausfallen, sonst leidet die Traktion. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Bremsstabilität in den Stop-&-Go-Abschnitten.

Pirelli - Reifen-Grafik - GP Russland 2017
Mehr als einen Stopp wird wohl kein Fahrer freiwillig einlegen.

Dem Reifenverschleiß müssen die Ingenieure dagegen keine große Beachtung schenken. Obwohl Pirelli mit Ultrasoft, Supersoft und Soft die drei weichsten Mischungen im Einsatz hat, rechnet der Reifenlieferant mit einer klaren Einstoppstrategie. Der glatte Asphalt und der Mangel an schnellen Kurven sorgt für eine sehr geringe Belastung der Gummis. Das wird man vor allem bei Mercedes gerne hören.

Technik-Updates:

Weil die neuen Autos noch in den Kinderschuhen stecken, wurde die Schlagzahl in den Technikbüros zu Beginn der Saison noch einmal erhöht. In den ersten drei Rennen konnten Technikfans bereits zahlreiche Modifikationen an den Autos entdecken. In Russland erwarten wir allerdings eine kleine Verschnaufpause.

Viele neue Teile, wie zum Beispiel die Luftführung durch die Vorderachse am Renault, wurden schon bei den Testfahrten in Bahrain ausprobiert. Außerdem wartet mit dem Barcelona-Rennen schon in 14 Tagen der Europa-Auftakt, bei dem traditionell die größten Ausbaustufen geplant sind.

Favoriten:

Nach den Eindrücken der ersten drei Rennen erwarten wir auch in Russland ein hartes Duell zwischen Mercedes und Ferrari. Im Qualifying dürften sich Hamilton und Bottas wieder ein Privatduell liefern. Aber wie schon erwähnt, könnten im Rennen die Temperaturen und das Reifenmanagement den Ausschlag zu Gunsten von Sebastian Vettel geben. Es wird spannend, ob Mercedes ein Setup findet, mit dem sich der Verschleiß in Grenzen hält.

Red Bull-Fans müssen sich noch mindestens bis Barcelona gedulden. Erst dann soll der Großumbau am RB13 fertig sein. Bis dahin stecken Daniel Ricciardo und Max Verstappen im Niemandsland zwischen den beiden Spitzenteams und dem Mittelfeld fest. Auf den letzten Punkteplätzen erwarten wir neben dem Massa-Williams vor allem Toro Rosso und HaasF1. Sie präsentierten sich schon auf dem Sotschi-ähnlichen Streckenlayout in Melbourne gut sortiert.

Mangels Reifenverschleiß kann Sauber dieses Mal nicht wie in Bahrain auf einen überraschenden Coup in Sachen Strategie hoffen. Die Schweizer werden wohl wieder mit McLaren auf den hinteren Plätzen kämpfen. Sollte Honda seine Zuverlässigkeitsprobleme wie am zweiten Bahrain-Testtag in den Griff bekommen, dann droht Sauber die rote Laterne.

So lief das Rennen im Vorjahr – GP Russland 2016:

Das Russland-Rennen 2016 lief für die beiden WM-Konkurrenten alles andere als optimal. Für Vettel war schon nach wenigen Kurven Schluss, als Lokalmatador Daniil Kvyat den Ferrari des Heppenheimers auf die Hörner nahm und in die Bande beförderte. Hamilton musste nach Motorenproblemen im Qualifying von Platz 10 losfahren, konnte aber am Ende mit Rang 2 noch Schadensbegrenzung betreiben.

Um den Sieg von Nico Rosberg zu gefährden reichte es für Hamilton aber nicht. Der spätere Weltmeister war von der Pole Position gestartet und rollte mit 25 Sekunden Vorsprung gemütlich über den Zielstrich. Dritter wurde Kimi Räikkönen im Ferrari. Dahinter schafften es nur die beiden Williams-Piloten noch ohne Rundenverlust ins Ziel.

In der Galerie zeigen wir noch einmal die spektakulärsten Szenen des GP Russland aus dem Vorjahr.

Zeitplan GP Russland 2017

SessionTermin (MEZ)
Freies Training 1Freitag, 28. April - 10 Uhr
Freies Training 2Freitag, 28. April - 14 Uhr
Freies Training 3Samstag, 29. April - 11 Uhr
QualifikationSamstag, 29. April - 14 Uhr
RennenSonntag, 30. April - 14 Uhr
Neuester Kommentar

"... Außerdem wartet mit dem Barcelona-Rennen schon in 14 Tagen der Europa-Auftakt, ..."

Mmh, Sotschi gehört doch wohl eindeutig zu Europa, demnach findet der Europa-Auftakt in Sotschi statt...

ExigeE265 26. April 2017, 14:11 Uhr
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