Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Vorschau GP Spanien

Bessere Karten für Renault

Foto: dpa 71 Bilder

Beim Rennen in Barcelona (14.5.) riecht es nach einem Heimsieg für Fernando Alonso und Renault. Nichtsdestotrotz strebt Michael Schumacher auf dem Circuit de Catalunya den Hattrick an.

11.05.2006 Markus Stier

"Ich habe keine Angst wegen der WM. In Barcelona haben wir bei den Tests gut ausgesehen. Ich hoffe, dass ich dort gewinne", sagt Fernando Alonso trotzig nach der zweiten Niederlage in Folge. Die Chancen für den Weltmeister stehen bei seinem Heimspiel bestens.

Alonso und sein Renault sind ein Muster an Zuverlässigkeit. Er ist der einzige Fahrer, der in den ersten fünf Rennen immer ins Ziel kam - und das nie schlechter als auf Rang zwei. Zudem waren die Blaugelben bei den letzten Tests in Barcelona im Durchschnitt um drei Zehntel schneller als Ferrari. Von Heimvorteil für Alonso kann allerdings keine Rede sein. Der Weltmeister wartet noch auf den ersten Heimsieg, Michael Schumacher hat den Spanien-GP bereits sechs Mal gewonnen.

Die 4,6 Kilometer lange Strecke am Stadtrand der katalanischen Metropole kommt mit ihren vielen langgezogenen Kurven der Aerodynamik des Renault und den Michelin-Reifen entgegen. Ferrari hat seine Stärken eher auf Kursen mit langen Geraden und kurzen, engen Kurven oder Schikanen.

Michael Schumacher: "Hochgefühl konservieren"

Auch der Ferrari-Vorteil mit den flexiblen Flügeln wirkt sich in Barcelona kaum aus. Stabile Leitwerke und viel Abtrieb sind gefragt. Einige Kurven werden mit Geschwindigkeiten deutlich jenseits 200 km/h gefahren. Ein Verbiegen der Flügel und der damit verbundene Abtriebsverlust könnten katastrophale Folgen haben.

Ein weiterer Vorteil von Renault: Die WM-Titelverteidiger haben die bessere Boxencrew. In den bisherigen fünf Rennen erledigte die Ferrari-Mannschaft ihre Tankstopps nie am schnellsten. Immerhin verkürzte Ferrari den Rückstand. Fehlten bei den Stopps in Imola noch 0,8 Sekunden, waren es am Nürburgring nur noch 0,2 Sekunden.

Der schlechteren Ausgangsposition hält Michael Schumacher das psychologische Moment entgegen: "Manchmal sind diese direkt aufeinander folgenden Rennen wirklich gut – sie erlauben es, ein Hochgefühl zu konservieren und ins nächste Rennen mitzubringen. Dies wird bei uns in Barcelona der Fall sein, wobei wir von unserem gesamten Naturell her vorsichtig sind und wissen, dass ein neues Rennen eine neue Geschichte ist. Und wir werden, wie schon am Nürburgring und in Imola, alles dafür tun, damit diese neue Geschichte ein gutes Ende haben wird. Wir sollten gute Chancen haben und in Barcelona wieder im Kampf um den Sieg mitmischen." Ein Vorteil für Ferrari: Schumacher tritt mit einem frischen Motor an, Alonso muss sein gebrauchtes Aggregat vom Nürburgring benutzen.

Berüchtigte Strecke

Für die anderen Topteams geht es beim sechsten Saisonrennen vor allem darum, sich besser zu sortieren. Honda ist im Rennen zu langsam, Williams ist im Training zu langsam, Toyota und BMW sind in beiden Disziplinen nicht konkurrenzfähig. Durch die zwei aufeinander folgenden Rennwochenenden konnte kein Team testen, um seine Defizite zu reduzieren. "Wir müssen mehr Gas geben", sagt McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh.

Der Circuit de Catalunya ist berüchtigt für seine wechselhaften Bedingungen. Häufig wechselnde und böige Winde machen der Aerodynamik zu schaffen, zudem wirken sich auch leichte Temperaturunterschiede auf dem rauhen Asphalt erheblich auf die Rundenzeiten aus. Mit einer Vollgasrate von 61 Prozent gilt Barcelona nicht als allzu belastend für die Motoren.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden