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Vorschau GP Türkei

Der Endspurt beginnt

Foto: dpa

Die Formel 1 kommt aus der Sommerpause und freut sich auf eine neue Herausforderung. Der erste Grand Prix der Türkei in der Motorsport-Gechichte ist das einzig neue Rennen im GP-Kalender. Mit dem Wochenende am Bosporus beginnt die Schlussphase der diesjährigen Saison.

18.08.2005

Die Formel 1-Saison biegt langsam auf die Zielgerade. Noch immer hat Fernando Alonso mit 26 Punkten Vorsprung die besten Karten, doch Verfolger Kimi Räikkönen zeigt Kampfgeist: "Es sind immer noch 60 Punkte zu vergeben." Im Lager des Tabellenführers herrscht dagegen Gelassenheit: "Wir müssen in den letzten Rennen nicht mehr ganz so viel riskieren wie unsere Verfolger", sagt Fernando Alonso, der die neue Piste in Istanbul per Video einstudierte.

Der rund 5,3 Kilometer lange Kurs auf der asiatischen Seite der Bosporus-Meerenge hat 14 überwiegend langsame Kurven und einige längere Geraden. Die längste misst 700 Meter, folgt auf eine fast 300 km/h schnelle Kurve und dürfte die beste Überholchance bieten.

Neu-Francorschamps oder Klein-Nürburg?

Selten ist eine Rennstrecke vor der ersten Runde mit so viel Vorschusslorbeeren bedacht worden wie das Otodrom in Istanbul. Die Stimmen reichen von einer verbesserten Version des allseits beliebten Kurses von Spa-Fancorchamps bis zu einer verkleinerten Ausgabe der Nürburgring-Nordschleife. Die Piste in Istanbul ist die 69. WM-Strecke seit Beginn der Formel 1 im Jahr 1950.

Nach drei Wochen Sommerpause können viele Piloten die Rückkehr zum GP-Alltag kaum erwarten. Auch Michael Schumacher gesteht, er hätte die lange Unterbrechung nicht gebraucht. Der Weltmeister entspannte beim Motorradfahren in Norwegen und rechnet sich durchaus Chancen aus: "Ich vertraue darauf, dass ich auf neuen Strecken normalerweise sehr schnell zurecht komme", sagt Ferrari-Star.

Gegen einen Ferrari-Erfolg spricht die Streckencharakteristik. In Istanbul ist Abtrieb gefragt, gut für McLaren und Renault, doch daran hapert es bei Ferrari. Wie Bridgestone aussehen wird, hängt vom Wetter ab. Die Vorhersage prognostiziert ein 50 prozentiges Regenrisiko in der Qualifikation am Samstag und 28 bis 30 Grad am Rennsonntag. Bei den letzten Rennen wählte Schumacher jeweils die weichere Mischung, was ihm zumindest einen guten Startplatz verschaffte. Doch nachlassende Gummis in der zweiten Rennhälfte machten den Schuminator beim Kampf um den Sieg chancenlos.

Von Siegen ist bei Williams-BMW keine Rede. Die Weißblauen hoffen nach ein paar Pünktchen in Budapest, sich weiter langsam aus der Talsohle robben zu können. Vor allem Nick Heidfeld reibt sich die Hände: "Strecken mit großen Höhenunterschieden gefallen mir ausgesprochen gut. Klar, dass wir mit Hitze rechnen müssen, aber damit habe ich bisher noch nie Probleme gehabt." Der Rheydter freut sich auch auf das Rennen in Istanbul, weil er noch nie in der Türkei war.

Während Teamkollege Mark Webber die letzten Bauarbeiten besichtigte, kaufte sich Heidfeld das neue Sony-Formel 1-Spiel, bei dem der Kurs in Istanbul schon trainiert werden kann. Der einzige Fahrer, der zumindest mit einem Serienauto ein paar Runden drehen konnte, war Jenson Button. Michael Schumacher verzichtete auf derlei Sondertraining. Er sieht dem Wochenende gelassen entgegen: "Lassen wir uns überraschen."

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