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Vorschau GP Türkei

Massa will den Hattrick

Foto: dpa 52 Bilder

Nach drei Ferrari-Siegen in Folge sucht die deutsche Konkurrenz eine Trendwende am Bosporus. Dabei stellt die Strecke im Istanbul Park traditionell sehr hohe Anforderungen an Mensch und Material.

08.05.2008 Tobias Grüner

Ferrari reist mit breiter Brust in die Türkei. Nicht nur die gute Form aus dieser Saison sorgt für Optimismus sondern auch die beiden Siege aus den vergangenen Jahren durch Felipe Massa. Und so blickt der Brasilianer bereits mit Vorfreude auf die 2008er Ausgabe des Rennens am Bosporus: "Man muss kein Gedankenleser sein um meine Ziel für das Wochenende zu erraten: Ich will den Türkei-Hattrick."

Im Gegensatz zum letzten Rennen in Barcelona werden die Roten in Istanbul allerdings freiwillig auf ihren Nasenloch-Flügel verzichten. Die Strecke mit ihren vielen schnellen Kurven und Spitzengeschwindigkeiten von über 300 km/h verlangt wenig Abtrieb. Da würde ein zusätzlicher Flügel in der Nase nur bremsen. Trotzdem muss man auch für das Rennen am Sonntag (11.5.) damit rechnen, dass Massas stärkster Konkurrent aus dem eigenen Lager kommt und Kimi Räikkönen heißt.

Silberpfeile in der Verfolgerrolle

Das sieht auch Mercedes-Sportchef Norbert Haug so: "Wir sind momentan leider nicht die Benchmark. Nach drei Siegen in Folge reist Ferrari hier als Favorit an."Vizeweltmeister Lewis Hamilton freut sich trotzdem auf das Rennen, vor allem weil die Strecke in der Türkei gute Überholmöglichkeiten bietet. Die Schlüssel zum Erfolg sieht der Brite in einer guten Balance und dem schonenden Umgang mit den Reifen.

Eine besondere Anforderung stellt die Fahrtrichtung dar: Im Gegensatz zu den meisten anderen Strecken geht es im Istanbul Park gegen den Uhrzeigersinn. "Man muss die linke Seite des Nackens etwas besser trainieren, damit die Kräfte im Laufe des Wochenendes nicht nachlassen", erklärt Hamilton. Vor allem die hyperschnelle Kurve 8, die eigentlich aus vier einzelnen Linkskurven besteht, stellt eine besondere Herausforderung dar. Hier werden wir auch wieder den ein oder anderen Pilot neben der Strecke sehen.

Im Kampf um die zweite Kraft sieht sich BMW aktuell gleichauf mit den Silberpfeilen: "Es ist so eng, dass die kleinsten Modifikationen das Pendel in die eine oder andere Richtung ausschlagen lassen können", schätzt BMW-Technikchef Willy Rampf die Situation vor dem Rennen ein. Auch bei BMW erwartet man Ferrari mit einem leichten Vorsprung an der Spitze.

Rubens feiert Rekord-GP

Egal wie das Rennen läuft, ein Fahrer feiert auf jeden Fall. Rubens Barrichello fährt nach Honda-Zählweise seinen 257 Grand Prix in Istanbul. Damit würde er den bisherigen Rekordhalter Ricardo Patrese (256) überholen. Allerdings ist die Marke umstritten: Barrichello konnte gleich bei mehreren Rennen, wie z.B. Frankreich und Spanien 2002 wegen Problemen nicht am Rennen teilnehmen, obwohl er in der Startaufstellung stand. Honda zählt diese Rennen mit, die meisten Statistiker allerdings nicht. Rubens ist es egal: "Während andere auf meine 16-jährige Karriere zurückblicken, zählt für mich nur das nächste Rennen."

Barrichellos Honda-Team wird wieder im großen Verfolgerfeld um die letzten Pünktchen kämpfen, die das Spitzentrio übrig lässt. Besonders im Mittelfeld hervorzuheben ist auch das Renault-Team, das sich zuletzt in Spanien deutlich verbessert zeigte. Ein weiterer Punktekandidat ist auch Nico Rosberg im Williams: "Die Strecke ist toll und sollte unserem Auto liegen", sagte der Youngster. Der Williams ist bekannt für seinen schonenden Umgang mit den Reifen, was in Istanbul eine entscheidende Rolle spielen könnte.

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