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Vorschau GP Ungarn 2010

Vettel sucht Revanche in Budapest

Vettel vs. Alonso Foto: Daniel Reinhard 51 Bilder

Beim GP Ungarn in Budapest kommt es nur eine Woche nach Hockenheim erneut zum Duell Ferrari gegen Red Bull. Kann Sebastian Vettel kurz vor der Sommerpause noch einmal zurückschlagen? Und was machen die beiden Mercedes-Teams an der Spitze?

28.07.2010 Tobias Grüner

Bevor sich die Formel 1 in die Sommerferien verabschiedet, steht am Wochenende noch der GP Ungarn in Budapest auf dem Programm. Kein Team will sich mit einer Pleite die Urlaubsstimmung vermiesen. In Budapest ist besondere Spannung angesagt. Nach dem Ferrari-Doppelsieg von Hockenheim sind die Top-Fünf in der WM-Wertung noch einmal näher zusammengerückt. Fernando Alonso und Lewis Hamilton trennen nun nur noch 34 Zähler.

Während sich Ferrari im Aufwind befindet, sucht McLaren zuletzt noch nach seiner Form. Immerhin kann die englische Nationalmannschaft auf eine erfolgreiche Bilanz in Ungarn zurückblicken: In der Vitrine in Woking stehen die Siegerpokale der letzten drei Jahre. Der letzte Nicht-McLaren-Sieger hieß Jenson Button, der 2006 in Budapest seinen ersten Grand Prix-Sieg überhaupt feierte.

Die Strecke - Hungaroring

Das Rennen auf dem Hungaroring ist seit 1986 fester Bestandteil des Formel 1-Rennkalenders. Schon sechs verschiedene Piloten aus dem aktuellen Fahrerfeld konnten auf der 4,381 Kilometer lange Strecke vor den Toren Budapests triumphieren. Jenson Button, Fernando Alonso und Heikki Kovalainen feierten hier sogar ihre Premiere auf dem obersten Podiumplatz.

Vom Layout her ist der Hungaroring nicht gerade die beliebteste Strecke im Kalender. Viele enge Kurven sorgen dafür, dass die Piloten hinter dem Lenkrad viel arbeiten müssen. Die wenigen Geradeausstücke sind nicht lang genug, um sich zu erholen. Die Kurven sind meist rund und bieten keine Chance zu überholen. Platzwechsel ergeben sich somit oft nur am Start oder über die Boxenstrategie. Umso wichtiger ist in Ungarn ein gutes Qualifying.

Das Setup:

Die kurvige Charakteristik macht die Setup-Wahl für die Ingenieure relativ einfach. Maximaler Abtrieb ist hier gefragt, um in den langsameren Passagen viel Bodenhaftung zu generieren. Der Kurs ist zudem relativ wellig, was sich negativ auf die Bodenfreiheit auswirkt. Teams deren Aerodynamik nur in einem kleinen Fenster in puncto Fahrzeughöhe funktioniert, werden hier Probleme bekommen.

Die Favoriten:

Auch wenn sich die Strecke des GP Ungarn vom Layout her stark von Hockenheim unterscheidet, dürften sehr wahrscheinlich wieder Red Bull und Ferrari den Sieg unter sich ausmachen. Der etwas größere Radius der Kehren in Budapest spricht dabei für Sebastian Vettel und Mark Webber. Wenn Ferrari aber im gleichen Tempo wie zuletzt Fortschritte macht, wird es wieder eine spannende Angelegenheit.

Dahinter wird sich McLaren wieder darum bemühen müssen, im WM-Rennen so wenig Punkte wie möglich auf die Konkurrenz zu verlieren. Der Abstand zu den weiteren Verfolgern war zuletzt allerdings beruhigend. Mercedes GP hatte in Hockenheim extrem zu kämpfen und wird die Probleme in der Kürze der Zeit sicher nicht ganz in den Griff bekommen. Die Silberpfeile müssen aufpassen, dass sie in Budapest nicht von Williams und Renault überholt werden. Sauber und Force India dürften wegen der ungünstigen Charakteristik ebenfalls Probleme bekommen.

Technische Updates:

In der kurzen Zeit zwischen Hockenheim und Budapest kann sich kein Team große Sprünge erlauben. Statt großer Updatepakete wird man eher kleine Modifikationen an den Autos sehen. Bei McLaren arbeitet man immer noch an der Optimierung des angeblasenen Diffusors. In Hockenheim hatte man laut Teamchef Martin Whitmarsh erst die Hälfte des Potenzials des komplizierten Konzepts erreicht. Auch bei Mercedes sind im Heckbereich zuletzt mehrere Baustellen aufgetreten. Vor allem die Probleme mit der hohen Hitzeentwicklung müssen in Ungarn beseitigt werden.

Expertenprognose: Lewis Hamilton (McLaren):

"Der Kurs besitzt den Ruf, langsam zu sein und keine Überholmöglichkeit zu bieten. Dem kann ich aber nicht ganz zustimmen. Die Strecke enthält einige High-Speed-Kurven, vor allem der blinde Linksknick (Kurve 4) und die Rechtskurve 11, und seit den Veränderungen an Kurve 1 sind dort Überholmanöver definitiv möglich, wenn auch nicht einfach. Auf diesem Kurs musst Du wirklich alles geben - wie in Monaco gibt es keine Zeit sich auszuruhen. Weil eine Kurve immer direkt in die nächste führt, kämpft man die ganze Zeit mit dem Auto. Wenn man ein gutes Auto hat, macht das aber auch jede Menge Spaß."

So lief das Rennen im Vorjahr: GP Ungarn 2009

Sieger: Lewis Hamilton McLaren-Mercedes Vorsprung: 11,529 s
Safety-Car: - Wetter: 23°C, bewölkt

Spannung gab es 2009 in Budapest nur in den ersten Runden. Dass sich Fernando Alonso die Pole Position mit wenig Sprit erkauft hat, wusste man schon vorher. Der Spanier führt zwar elf Runden lang, fährt aber irgendwie außer Konkurrenz. Für den Sieg kommen die Herren hinter dem Renault in Frage: Lewis Hamilton hat sich dank KERS bald von Mark Webber und Kimi Räikkönen freigeschwommen. Für Aufregung sorgt nur noch das verlorene Rad von Alonsos Renault. Ansonsten das übliche Budapest-Rennen. Nur wer KERS an Bord hatte, durfte vom Überholen träumen.

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