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Vorschau GP Ungarn

Gelingt Ferrari die Trendwende?

Vettel vs. Bottas - GP England 2017 Foto: xpb 67 Bilder

Der Formel 1-Zirkus reist in den Glutofen von Budapest. Für Ferrari bietet sich endlich wieder eine Gelegenheit, Mercedes zu schlagen. Aber auch Red Bull darf man nicht unterschätzen. Wir haben die Infos zum GP Ungarn in unserer Vorschau.

26.07.2017 Tobias Grüner 1 Kommentar

Kurz vor der Sommerpause reist die Formel 1 gen Osten. Der Grand Prix-Klassiker in Budapest steht bereits zum 32. Mal auf dem Programm. Nach den schnellen Strecken in Montreal, Baku, Spielberg und Silverstone geht es am Hungaroring erstmals wieder deutlich kurviger zur Sache. Das sorgt in Sachen Kräfteverhältnis für Extra-Spannung.

Ferrari hofft nach vier sieglosen Rennen endlich wieder auf einen Erfolg. Der Vorsprung von Sebastian Vettel ist in der Fahrerwertung nach dem Reifen-Debakel in Silverstone auf nur noch einen Zähler geschrumpft. Lewis Hamilton würde gerne noch vor der Sommerpause das Kommando übernehmen. Keiner verabschiedet sich bekanntlich gerne mit einer Niederlage in die Ferien.

Aber auch Red Bull macht sich große Hoffnungen. Motor-Power ist auf dem Hungaroring nicht so entscheidend wie eine gute Aerodynamik. Damit sollten die Chancen für Daniel Ricciardo und Max Verstappen steigen. Entscheidend wird auch sein, wer mit der Hitze am besten zurechtkommt. Nach mäßigen Temperaturen unter der Woche soll das Quecksilber am Samstag und Sonntag über die 30°C-Marke klettern.

Die Strecke – Hungaroring:

Pirelli-Grafik - GP Ungarn 2017 Foto: Pirelli
In Ungarn kommen die Reifensorten Medium, Soft und Supersoft zum Einsatz.

Der Hungaroring, knapp 20 Kilometer außerhalb von Budapest, bietet bereits seit 1986 regelmäßig eine Bühne für die Formel 1. Die Strecke, mit ihren 14 vorwiegend langsamen und mittelschnellen Richtungswechseln, wird im Uhrzeigersinn absolviert und gehört in Sachen Durchschnittsgeschwindigkeit zu den langsameren Kursen im Kalender. 10 Kurven werden mit weniger als 150 km/h durchfahren.

Überholen ist auf dem anspruchsvollen Kurs äußerst problematisch. Die langgestreckte letzte Kurve vor der Zielgeraden erschwert es dem Vordermann direkt im Windschatten zu folgen. Die beiden DRS-Zonen vor Kurve 1 und vor Kurve 2 helfen nur bedingt. Das Qualifying und ein guter Start sind deshalb besonders wichtig. Mit 618 Metern ist der Weg von der Pole Position zur ersten Kurve einer der längsten im ganzen Jahr. Die linke Seite der Startaufstellung liegt auf der Ideallinie und bietet deshalb deutlich mehr Grip.

Fast Facts:

  • Streckenlänge: 4,381 km
  • Rundenzahl: 70
  • Gesamtdistanz: 306,630 km
  • Rundenrekord: 1:19.071 min (Michael Schumacher, 2004)
  • Pirelli-Reifen: supersoft/soft/medium
  • Top-Speed: 310 km/h
  • Abtriebslevel: hoch
  • Reifenverschleiß: mittel
  • Spritverbrauch: mittel
  • Bremsbelastung: mittel
  • Safety-Car-Wahrscheinlichkeit: 14 Prozent
  • Boxenstopp-Zeit: 16 Sekunden

Setup:

Der geringe Anteil an langen Geraden und die vielen langsamen Kurven wirken sich auch auf das Setup aus. Voller Abtrieb heißt die Parole der Ingenieure. Sowohl der Heck- als auch der Frontflügel werden extrem steil gestellt, damit das Auto stabil auf dem Asphalt klebt. Da der Hungaroring vom Charakter sehr rund und langsam ist, gibt es an die Bremsen und die Reifen keine besonderen Anforderungen.

Auch die hohen Temperaturen dürften den Ingenieuren Kopfzerbrechen bereiten. Mangels langer Geraden müssen die Aggregate gut gekühlt werden. Vor allem im unteren Drehzahlbereich ist viel Leistung gefragt, um gut aus den langsamen Ecken herauszukommen. Auch das Fahrwerk muss etwas weicher abgestimmt werden, um die Traktion zu verbessern, den Untersteuer-Charakter der Strecke zu lindern und die Kerbs glattzubügeln.

Technik-Updates:

Wir sind gespannt, welche Asse die Techniker kurz vor der Sommerpause noch einmal aus dem Ärmel ziehen. Vor allem Sauber hat noch einmal ein größeres Paket angekündigt, mit dem die Schweizer endlich wieder den Anschluss an das Mittelfeld schaffen wollen. Die Heckverkleidung und die Kühlung wurden optimiert. Der neue Unterboden ist allerdings nicht rechtzeitig fertig geworden. Er kommt erst nach der Sommerpause in Spa.

Auch Red Bull hat noch was im Köcher. „Allerdings ist das Paket nicht besonders groß“, dämpft Teamchef Christian Horner die Erwartungen. Bei Renault bekommt nun auch Jolyon Palmer den neuen Unterboden, den Nico Hülkenberg schon in Silverstone erfolgreich testen konnte. Für Palmer ist es besonders wichtig einen guten Eindruck vor der Sommerpause zu hinterlassen. Bei den Hungaroring-Testfahrten im Anschluss an den Grand Prix will Robert Kubica zeigen, dass er bereit ist, das Cockpit des Briten zu übernehmen.

Die Favoriten:

Nachdem sich das Duell Ferrari gegen Mercedes zu Beginn des Jahres noch ausgeglichen gestaltetet hatte, ist mittlerweile eine klare Tendenz zugunsten der Silberpfeile zu erkennen. Seit der Pleite von Monaco haben die Piloten die Reifen deutlich besser im Griff. Vor allem im Qualifying war Mercedes mit vier Pole Positions in Folge eine Macht. Das könnte auch in Ungarn wieder zur Trumpfkarte werden.

Das kurvige Layout dürfte Ferrari aber wieder auf Augenhöhe bringen. Sollte das nicht gelingen, dann müssen sich die Tifosi ernste Sorgen machen. Auch bei Red Bull hofft man, dass die Streckencharakteristik den Rückstand auf die Spitze verringert. Das Power-Defizit des Renault-Motors sollte sich deutlich weniger auswirken. Wenn Red Bull eine Chance auf einen Sieg hat, dann am Hungaroring.

Auch im Mittelfeld machen sich einige Teams größere Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis. McLaren will endlich zeigen, wie gut das Chassis wirklich ist. In Silverstone hat Fernando Alonso extra schon Motorenstrafen kassiert, um in Budapest mit einem frischen Aggregat antreten zu können. Auch von Toro Rosso und Renault erwarten wir eine gute Pace. Sie werden es Force India schwierig machen, die Position am oberen Ende des Mittelfelds zu verteidigen.

So lief das Rennen im Vorjahr:

Auch 2016 reiste Lewis Hamilton mit einem Zähler Rückstand nach Ungarn. Doch mit einem Blitzstart zog der Mercedes-Pilot vor 12 Monaten schon vor der ersten Kurve an seinem Teamkollegen Nico Rosberg vorbei. In einem ereignisarmen Rennen gab Hamilton die Führung anschließend nicht mehr ab. Rosberg blieb zwar immer in Schlagdistanz, konnte aber keinen Angriff starten. Auf dem Zielstrich trennten 1,9 Sekunden die beiden Silberpfeile.

Red Bull war mit großen Hoffnungen auf den Sieg nach Ungarn gefahren, konnte Mercedes aber nicht herausfordern. Daniel Ricciardo musste sich mit Rang 3 knapp vor Sebastian Vettel begnügen. Dahinter fuhr mit Max Verstappen und Kimi Räikkönen ein weiteres Red Bull/Ferrari-Tandem über die Linie. Alle anderen Autos kamen mit einer Runde Rückstand ins Ziel. Best of the Rest war Fernando Alonso auf Rang 7.

In unserer Galerie zeigen wir noch einmal die Highlights vom GP Ungarn 2016.

SessionTermin
Freies Training 1Freitag, 28. Juli - 10 Uhr
Freies Training 2Freitag, 28. Juli - 14 Uhr
Freies Training 3Samstag, 29. Juli - 11 Uhr
QualifikationSamstag, 29. Juli - 14 Uhr
RennenSonntag, 30. Juli - 14 Uhr
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