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Vorschau GP USA

Wochenende der Wiedergutmachung

Foto: dpa 36 Bilder

Die Formel 1 will in Indianapolis das Rennen 2005 vergessen machen. Die Topteams versprechen einen großen Kampf, die Reifenhersteller - vor allem Michelin - versichern, dass die Probleme, die im Vorjahr zum Skandalrennen führten, nicht mehr auftreten können.

29.06.2006 Markus Stier

Dass in der Steilkurve der 4,2 Kilometer langen Strecke in Indianapolis wie 2005 die Reifen platzen und alle Michelin-Teams nicht zum Rennen antreten, schließt Michelin aus: "Unser Reifen wird nach menschlichem Ermessen sicher und konkurrenzfähig sein", sagt Michelins Formel-1-Direktor Neil Shorrock vor dem Großen Preis der USA in Indianapolis. Ein Skandalrennen mit nur sechs Autos wie im Vorjahr dürfte an diesem Sonntag (2.7.) kaum drohen.

Allerdings hofft man im Bridgestone-Lager, dass Michelin aus Furcht vor einer erneuten Blamage möglicherweise zu sehr auf Nummer sicher geht und zu harte Gummis in die USA mitgebracht hat.

Michael Schumacher kündigte als Speerspitze der Bridgestone-Armada an, er wolle voll attackieren, doch hinter der lauten Kampfansage lauert eine leise Furcht, dass Bridgestone wie in Montreal nicht konkurrenzfähig sein könnnte, denn Ferrari wird in Indianapolis mit den gleichen Reifentypen antreten. So herrscht im Renault-Lager kaum große Panik. Teamchef Flavio Briatore erwartet, dass Schützling Fernando Alonso seinen fünften Sieg in Folge einfährt.

Juan Pablo Montoya: "Tolle Show"

Aber auch bei McLaren-Mercedes herrscht großes Selbstbewusstsein: "In Montreal haben wir gezeigt, dass wir mit dem MP4-21 einen Schritt vorwärts gemacht haben, in Amerika werden wir in der Lage sein, um den obersten Platz des Podiums zu kämpfen", kündigt Kimi Räikkönen vollmundig an. Teamkollege Juan Pablo Montoya ist nach dem schwachen Kanada-GP auf Wiedergutmachung aus: "Mit liegt Indy deutlich mehr, weil ich hier große Unterstützung aus Kolumbien bekomme. Mein Ziel ist, ihnen eine tolle Show zu bieten", sagt der früherer Sieger des Indy 500.

Ralf Schumacher würde beim US-GP gern auf einen Programmmpunkt im Showteil verzichten. 2004 und 2005 knallte der Toyota-Fahrer jeweils heftig in die Mauer der mit Vollgas gefahrenen Kurve 13.

Wer steile Flügel fährt, wird aufgeschnupft

Die steile 13. Kurve und die Geraden davor und dahinter sind der einzige Streckenteil, der vom legendären Ovalkurs in Indy übernommen wurde. Hier sind ausschließlich Motorleistung und eine windschlüpfrige Aerodynamik gefragt, um möglichst hohe Topspeedwerte zu erreichen. Am Ende der Startgeraden befindet sich nämlich die beste Überholmöglichkeit.

Das folgende Infield mit seinen engen Kehren erfordert eine gute Traktion und theoretisch auch hohen Abtrieb. Praktisch nehmen die Fahrer Rutscherei und Zeitverlust mit flachen Flügeln in Kauf, denn im Infield können die Gegner kaum überholen. Wer mit steilen Flügeln fährt, wird anschließend auf der Vollgaspassage gnadenlos aufgeschnupft.

Der Große Preis der USA startet am Sonntag (2.7.) um 19 Uhr MESZ.

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