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Formel 1: Campos mit neuem Investor?

Campos-Rettung ohne Volkswagen

Volkswagen Formel 3 Foto: xpb 4 Bilder

Volkswagen in der Formel 1? Die spanische Sportzeitung AS hatte es letzte Woche vermeldet: Volkswagen soll der neue Investor des angeschlagenen spanischen Rennstalls Campos sein. Doch in Wolfsburg weiß man nichts davon.

15.02.2010 Michael Schmidt

Am Dienstag (16.2.) soll sich das Schicksal von Campos entscheiden. "In den nächsten 24 Stunden geben wir unseren neuen Investor bekannt", erzählt ein Teammitglied. Das haben wir schon oft gehört, doch zuletzt folgte der Ankündigung meist nur Schweigen.

Campos-Retter gefunden?

Tatsache ist jedoch: Der ehemalige Chef der A1-Serie, Tony Teixeira, ist aus dem Rennen. Das Geld für den Kauf der Aktienmehrheit kam bei Campos nie an. Damit sind die Rechnungen bei diversen Lieferanten weiter offen. Allein bei Chassisbauer Dallara sollen es sieben Millionen Euro sein.

Der neue Investor, der am Dienstag verkündet werden soll, will diese Außenstände begleichen. Unter der Bedingung, dass Dallara zwei Autos am Start in Bahrain garantiert. Testfahrten sind wegen des Zeitverzugs illusorisch. Die spanische Sportzeitung "AS" spekuliert, dass Bernie Ecclestone und Volkswagen die geheimnisvollen Retter sein sollen. VW, um sich angeblich einen Formel 1-Platz für einen Einstieg 2011 zu sichern.

Sainz informiert Volkswagen

VW-Sportchef Kris Nissen erklärte zu den Gerüchten: "Ich kann das nicht kommentieren. Ich kenne die Geschichte nur aus dem Internet, und weil mich unser Fahrer Carlos Sainz am Wochenende angerufen hat, um mich zu informieren, was da in den spanischen Zeitungen gemeldet wird."

Die Spekulation ist aus mehreren Gründen abwegig:

Erstens: Ein Konzern wie Volkswagen entscheidet nicht in einer Nacht- und Nebelaktion, das angeschlagene Campos-Team zu übernehmen.

Zweitens: Es ist relativ unwahrscheinlich, dass alle 13 Teams diese Saison überleben. USF1 und Campos stehen jetzt bereits mit dem Rücken zur Wand. Wozu etwas kaufen, dass man irgendwann umsonst bekommt?

Drittens: Von Campos und seinem Chassisbauer Dallara kann man nichts lernen, was für die Formel 1 nützlich wäre. Der eine ist Newcomer in der Formel 1, der andere war seit den 90er Jahren nicht mehr in diesem Geschäft. Wenn man sich schon verbündet, dann mit einem arrivierten Team.

Viertens: 2012, spätestens 2013 gilt in der Formel 1 eine neue Motorenformel. Wozu einen Achtzylinder bauen, wenn der in zwei Jahren wertlos ist?

Fünftens: Es gab Überlegungen von Porsche, bei Cosworth einzusteigen. In Weissach wird immer noch darüber gesprochen, doch die Entscheidung darüber fällt nicht mehr im Schwabenland, sondern bei VW-Patriarch Ferdinand Piech. Um mit Cosworth gemeinsame Sache zu machen, bräuchten weder VW noch Porsche die Campos-Verbindung. Mit Cosworth hat man automatisch die Partnerschaft mit Williams, Lotus, Virgin, USF1 und Campos.

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