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Warnung an die Fahrer

Immer auf der Strecke bleiben

Romain Grosjean - Lotus - Formel 1 - GP Ungarn - Budapest - 27. Juli 2012 Foto: xpb 99 Bilder

Bei der Fahrerbesprechung hat FIA-Rennleiter Charlie Whiting die Piloten noch einmal eindringlich gewarnt, dass das Verlassen der Strecke mit allen vier Rädern nur toleriert wird, wenn der Fahrer keinen Vorteil erlangt. Das betrifft nicht nur Überholmanöver. Auch eine schnellere Sektorzeit kann geahndet werden.

28.07.2012 Michael Schmidt

Das Thema ist wieder heiß, seit Sebastian Vettel in Hockenheim Jenson Button neben der Strecke überholt hat und dafür bestraft wurde. Seit Beginn des Jahres hat die FIA den Regelpassus neu formuliert. Wer mit allen vier Rädern die Strecke verlässt und dabei einen Vorteil erlangt wird bestraft. Das bezieht sich nicht nur auf Überholmanöver oder das Abkürzen der Strecke. Manchmal geht es auch schneller, wenn man in bestimmten Kurven eine weitere Linie wählt.

Fernando Alonso hat es in seiner Qualifikationsrunde in Hockenheim so vorexerziert. Der Spanier ließ sich zwischen der vorletzten und letzten Kurve mit allen vier Rädern in die Auslaufzone treiben und kam dann auf einer geraderen Linie wieder zurück auf die Zielgerade.

Neben der Strecke schneller als auf der Strecke

Einige Kollegen haben sich den Trick gemerkt und im Rennen zeitweise kopiert. Sebastian Vettel war an der Stelle neben der Strecke, beide Caterham-Piloten, auch Nico Hülkenberg: "Ich habe es ein Mal probiert und war überrascht, wie viel Grip der Asphalt in der Auslaufzone geboten hat. Es hat mich fast auf die Strecke zurückgezogen, so hat der Reifen dort gehaftet."

McLaren-Sportchef Sam Michael erklärt die Krux: "Einerseits will man, dass die Auslaufzonen nicht als Rennstrecke genutzt werden. Dafür wäre ein glatter Belag das beste. Andererseits sollen Autos, die an der Stelle von der Strecke rutschen, wirksam gebremst werden. Dazu braucht man einen griffigen Untergrund, der das Auto möglichst schnell stoppt. Wir sind da in einer Konfliktsituation."

Diskussionen in Budapest?

Die Sportkommissare wollen in Zukunft genauer hinschauen, ob sich ein Fahrer durch bewusstes Verlassen der Strecke einen Zeitgewinn erschleicht. Am Hungroring gibt es gleich vier Stellen, wo das möglich ist.

"Das könnte in der Qualifikation ein Diskussionspunkt werden", fürchtet Michael. Und im Rennen, wenn es ein Fahrer immer und immer wieder macht. Im Fall von Alonso in Hockenheim bleibt Jenson Button gelassen. "Selbst wenn sie Fernando diese Runde gestrichen hätten, wäre er immer noch der Schnellste gewesen."

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