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Warum war Renault so gut?

Palmer verschenkt einen Punkt

Kevin Magnussen -Renault - Formel 1 - GP Ungarn - 24. Juli 2016 Foto: Wilhelm 67 Bilder

Renault hat beim GP Ungarn einen riesigen Sprung nach vorne gemacht. Was sich im dritten Training andeutete, wurde im Rennen bestätigt. Renault war auf der Fahrt zu einem WM-Punkt, als sich Jolyon Palmer von der Strecke drehte. Der Fortschritt hat 3 Gründe.

26.07.2016 Michael Schmidt

Im dritten Training rieben sich die Experten verwundert die Augen. Jolyon Palmer landete auf Platz 10, Kevin Magnussen auf Rang 12. War das ein Zufall, oder war bei Renault endlich der Knoten geplatzt. Zuletzt schlug sich das Werksteam am Ende des Feldes mit Sauber und Manor herum.

Die Qualifikation deutete eher auf die Theorie Zufall hin. Palmer und Magnussen flogen schon im Q1 aus der Wertung. Doch die chaotischen Bedingungen in der ersten K.O.-Runde der Qualifikation ließen keine faire Beurteilung zu. Falsches Timing, Pech mit den roten Flaggen oder Unerfahrenheit der Piloten konnte schnell dazu führen, am Ende alt auszusehen.

Palmer verlor die Konzentration

Im Rennen präsentierte sich Renault wieder in der Form des dritten Trainings. Bis Runde 23 fuhren Palmer und Magnussen in den Punkterängen. Palmer lag nach der Serie der letzten Boxenstopps komfortabel auf Platz 10, als er seinen ersten WM-Punkt durch einen Dreher in Kurve 4 verschenkte.

„Der Fahrer verlor die Konzentration“, hieß es beim Team lapidar. Palmer verteidigte sich: „Ich habe alles wie immer gemacht. Aus irgendeinem Grund habe ich das Auto nach einem massiven Quersteher verloren.“ Am Ende kamen die Plätze 12 und 15 heraus. Angesichts der Rundenzeiten und des geringen Reifenverschleißes eine Enttäuschung.

Magnussen hielt es auf dem ersten Satz Supersoft länger aus als jeder andere Fahrer im Feld. „Wir rechneten mit 14 Runden, aber Kevin schaffte es mit guten Zeiten bis Runde 24. Wir haben nicht nur Speed zugelegt, sondern schonen jetzt auch die Reifen viel besser“, lobte Einsatzleiter Alan Permane. Mehr als Platz 10 wäre laut Permane auch bei besseren Startplätzen nicht möglich gewesen. „Die Force India waren zu schnell für uns.“

Weil die beiden Renault-Piloten im Training praktisch gleiche Rundenzeiten gefahren waren, entschied sich Renault taktisch auf 2 Karten zu setzen. Magnussen startete auf Supersoft, Palmer auf Soft. Permane: „Palmers Soft-Supersoft-Soft Strategie war auf dem Papier leicht schneller als Kevins Reifenfolge Supersoft-Supersoft-Soft.“ Magnussens Pech war ein schlechter erster Boxenstopp, der ihn hinter Felipe Massa warf.

Renault R.S.16 hat strenge Diät hinter sich

Doch was verlieh den gelben Autos Flügel? Permane zählte 3 Gründe auf. Der Renault R.S.16 hat eine strenge Diät hinter sich. „Der Gewichtsverlust erlaubt uns eine bessere Gewichtsverteilung. Wir können bestimmte Teile am Auto jetzt dort hinbauen, wo sie hingehören.“ Der zweite Punkt ist das Comeback der neuen Vorderradaufhängung. Sie hatte in Monte Carlo debütiert, war dann aber wieder eingezogen worden, weil sie keine eindeutigen Ergebnisse lieferte. Die Fahrer fanden kein Vertrauen in ihr Auto.

Bei den jüngsten Testfahrten in Silverstone wurde die Vorderachse wieder ausgepackt. Zusammen mit einem neuen Weg das Auto abzustimmen bringt sie jetzt den Fortschritt, den sich die Ingenieure erhofft hatten. Der war seinerzeit auf 4 Zehntel prognostiziert worden. Die neue Hinterradaufhängung muss dagegen noch warten. Sie hat es vom Prüfstand noch nicht ins Auto geschafft.

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