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Was ist wichtiger?

Pole Position oder frischer Reifensatz?

Vettel, Webber & Hamilton Foto: xpb 69 Bilder

Die Serie der Pole Positions von Sebastian Vettel ist unterbrochen. Vettel hätte auf Mark Webbers Bestzeit reagieren können, doch die Teamleitung hielt beide Fahrer in den Boxen fest. Das Sparen von einem Satz der weichen Reifen war Red Bull wichtiger.

21.05.2011 Michael Schmidt

Es ist schon eine Weile her, dass Sebastian Vettel nicht auf der Pole Position stand. Der letzte Trainingsschnellste, der nicht Vettel heißt, war Nico Hülkenberg beim GP Brasilien. Mark Webber schlug auf seiner Spezialstrecke zu. Wie im Vorjahr startet der Australier vom besten Startplatz. Der Vorsprung auf seinen Teamkollegen betrug exakt zwei Zehntel. Dann folgt ein Abstand von acht Zehntel zum Dritten Lewis Hamilton.

Es war bis jetzt nicht das Wochenende des Sebastian Vettel. Am Freitag schlug das Experiment mit dem modifizierten Auspuff fehl. Er kam nur in Vettels Auto zum Einsatz. Im dritten Training legte der Weltmeister wegen eines Problems mit der Elektrik nur sechs Runden zurück. Die Kerzen und Kabel mussten getauscht werden. In der Qualifikation streikte auch noch KERS. Die Geschichte kommt einem bekannt vor. "Kostet zwischen drei und fünf Zehntel", urteilt Nick Heidfeld mit Kennerblick.

Vettel verliert im letzten Sektor

Vettel war auch mit sich selbst nicht zufrieden: "Der erste Versuch im Q3 war keine ideale Runde. Da ist die Versuchung natürlich groß, es noch einmal zu versuchen und dir selbst zu beweisen, dass du es besser kannst." Vettel verlor gegen Webber wie schon im Vorjahr vor allem im letzten Sektor.

Die Teamleitung entschied anders. Beide Fahrer wurden gebeten, nach einem Versuch ihre Autos zu verlassen. Zu überlegen waren die Red Bull-Raketen. Webber und Vettel schauten sich die letzten zwei Minuten des Trainings außerhalb ihres Cockpits am Fernsehschirm an. Vettel zeigte Verständnis für die Entscheidung, die ihm möglicherweise die fünfte Pole Position geklaut hat.

"Wir waren so stark, dass wir auf den letzten Versuch verzichten konnten. Button hat einen Satz Reifen gespart. Alonso steht ziemlich weit vorne. Wir wissen, dass McLaren und Ferrari im Rennen immer etwas stärker sind als im Training. Da können wir den Vorteil eines neuen Satz Reifens nicht aufgeben. Früher wäre ein zweiter Platz in der Startaufstellung vielleicht ein Nachteil gewesen. Jetzt ist das Überholen nicht mehr unmöglich. Dieses Barcelona-Rennen wird keine Prozession sein."

Red Bull haushoch überlegen

Muss Vettel nicht fürchten, dass ihn Lewis Hamilton beim Start überholt und ihm in die Suppe spuckt? Bevor der Deutsche antworten kann, springt Hamilton selbst ein: "Das einzige Mal, wo ich mit den Red Bull kämpfen kann, ist der Start. Die sind haushoch überlegen. Wir müssten hier schon auf dem alten Kurs ohne Schikane fahren, um die Red Bull-Zeiten zu fahren. Selbst wenn ich beim Start vor Sebastian komme, wird er schnell einen Weg finden, an mir vorbei zu fahren."

Der Sieger von Shanghai war fassungslos, als er hörte, dass die Red Bull die Zielkurve mit flach gestelltem Flügel fahren können. "Das geht mit unserem Auto nicht. Zwischen Normal- und Flachstellung liegen 30 Punkte Abtrieb. Um genau soviel ist der Red Bull besser als unser Auto."

Webber traute zunächst dem Braten nicht. Er blieb sitzen, bis Vettel endlich ausstieg und der Befehl vom Kommandostand kam: "Es wird nicht mehr gefahren." Der Australier hofft nun, dass er mit einer Wiederholung seines Vorjahreserfolges den Vettel-Fluch besiegen kann. Er relativiert aber sofort: "Ich mag die Strecke, und mein Wochenende lief problemlos ab. Sebastian hatte dagegen nicht das beste Wochenende. Das war bestimmt auch ein Faktor. Auf diesem Niveau muss einfach alles passen, damit du auf dem besten Startplatz stehst."

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