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Was passiert mit Ross Brawn?

Gleitender Übergang bei Mercedes

Ross Brawn & Paddy Lowe - Mercedes 2013 Foto: xpb 51 Bilder

Um die Person Ross Brawn ranken sich viele Spekulationen. Wird der Mercedes-Teamchef am Jahresende durch Neuzugang Paddy Lowe abgelöst? Oder wird das Superhirn seine Dienstzeit verlängern? Möglicherweise bleibt Brawn länger als geplant.

27.07.2013 Michael Schmidt

Mit der Ankunft von Paddy Lowe bei Mercedes schien klar: An der Spitze des Rennstalls kommt es zum Jahresende zu einer Wachablösung. 2014 heißt die Doppelspitze nicht mehr Ross Brawn und Toto Wolff sondern Paddy Lowe und Toto Wolff. Das mag der ursprüngliche Plan gewesen sein.

Doch inzwischen haben alle Beteiligten gemerkt, wie wertvoll Brawn für dieses Team ist. Er ist der Mann mit der größten Erfahrung. Er ist für die 560 Mitarbeiter in Brackley die wichtigste Integrationsfigur. Viele verdanken ihm ihren Job. Als Honda den Laden zusperrte, hielt Brawn das Team am Leben. Und das mit einem WM-Titel.

Brawn ist für Mercedes noch unverzichtbar

Im kritischen Jahr 2009 zeigte der 58-jährige Engländer, dass er auch ein Schlitzohr sein kann. Seine Ingenieure hatten mit dem Doppeldiffusor eine Grauzone im Reglement ausgeschöpft, und der frühere Ferrari-Rennleiter argumentierte gegen die Proteste der Konkurrenz so geschickt, dass ihm die FIA Glauben schenkte.

Gleiches gilt für den illegalen Reifentest in Barcelona in diesem Jahr. Das Urteil war auch deshalb so milde, weil sich der Mann mit der dicken Hornbrille vor dem FIA-Tribunal gut verkaufte. Fähigkeiten wie diese garantieren im Haifischbecken Formel 1 ein langes Leben.

Brawns Mitstreiter Toto Wolff fehlt da noch die Berufserfahrung. Und Paddy Lowe muss sich den Respekt in der Fabrik erst einmal erarbeiten. Das geht nicht von heute auf morgen. Das hat auch Aufsichtsrat Niki Lauda erkannt. "Wir wissen, was wir an Ross haben. Er entscheidet, wann es zu einer Amtsübergabe kommt."

Brawn will die Bühne als Sieger verlassen

Ross Brawn räumt ein, dass seine Zeit bei Mercedes endlich ist. "Es wird einen gleitenden Übergang geben, der sich in den nächsten 18 Monaten entwickeln wird. Also nichts von heute auf morgen. Ich werde Paddy Schritt für Schritt Teile meiner Verantwortung überlassen."

Der Mann, der mit Benetton Weltmeister wurde und mit Ferrari fünf Fahrertitel und sechs Konstrukteurspokale gewann, will die Bühne Formel 1 als Sieger verlassen und nicht auf einer Vorstufe dazu. Seitdem Mercedes im Training das schnellste Auto stellt, hat Brawn wieder Blut geleckt. Wenn die Ingenieure auch noch das Reifenproblem in den Griff bekommen, dann könnte 2014 eine ideale Abschiedssaison werden.

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