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Webber-Konter gegen McLaren

"Keine Bestrafung für geniale Ideen"

Mark Webber gewinnt in Budapest Foto: Red Bull 32 Bilder

Mark Webber kann die anhaltenden Diskussionen über illegale Teile am Red Bull nicht mehr hören. Nach seinem Sieg beim GP Ungarn attackierte Webber die Nörgler von McLaren & Co., die seiner Meinung nach den Grund für die eigene Schwäche bei anderen suchen.

03.08.2010 Tobias Grüner

"Flexi-Wings" ist eines der Lieblingswörter der englischen Journalisten. Zu jeder Gelegenheit werden die Piloten und die Teamverantwortlichen von Red Bull auf das leidige Thema der biegsamen Frontflügel angesprochen. Auch nach dem Sieg von Mark Webber in Ungarn wurde wieder auf dem leidigen Thema herumgehackt.

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh hatte zuvor noch einmal Öl ins Feuer gegossen. Eine Sekunde sollen die Red Bull schneller fahren, weil sich der Frontflügel im Luftstrom Richtung Asphalt bewegt.

Mark Webber hatte für die Anschuldigungen nur Hohn und Spott übrig: "Ich denke, es ist mindestens eine Sekunde. Wenn nicht sogar zwei", lautete die sarkastische Antwort des Australiers. Dabei hat McLaren den Red Bull nicht zum ersten Mal in dieser Saison unter Verdacht, die Regeln zu stark zu dehnen. Zu Saisonbeginn wurde dem Auto von Webber eine automatische Höhenverstellung des Fahrwerks nachgesagt.

Webber: "Manche mögen die Stoppuhr nicht"

"Unsere Jungs haben sich den Arsch abgearbeitet, um ein Auto nach dem Geist des Reglements zu designen. Wir haben bisher jede FIA-Prüfung bestanden", keilt Webber gegen die Red Bull-Kritiker. "Wenn die Leute nicht mögen, was sie auf der Stoppuhr sehen, dann müssen sie die Rechtfertigung dafür manchmal bei anderen Teams suchen. Und wenn sie unter Erfolgsdruck stehen und dann so vernichtet werden, dann passiert sowas", kritisierte Webber die Konkurrenz.

Der neue Tabellenführer kann nicht nachvollziehen, warum McLaren ständig nachhakt. "McLaren fährt eine tolle Saison. Ich bin natürlich froh, dass sie ein paar Punkte hintendran sind. Aber sie sind doch noch mittendrin. Sie haben den F-Schacht eingeführt, der wirklich eine sensationelle Idee war. Wir haben alles in Bewegung gesetzt, das auch zu versuchen und das lief auch nicht ohne Probleme."

FIA kündigt härtere Tests an

Laut Webber könne sein Team gut schlafen, wenn die FIA Untersuchungen durchführt. Das könnte sich aber vielleicht bald ändern: Nach der Sommerpause in Spa wollen die Kommissare die Prüfungen des Frontflügels verschärfen. Aktuell dürfen sich die Endplatten bei einem Druck von 50 Kilogramm nur zehn Millimeter verbiegen. Die Teams wurden jedoch nun beim GP Ungarn darauf aufmerksam gemacht, dass die Tests auch auf 100 Kilo Belastung ausgedehnt werden können. Dann darf der Flügel höchstens 20 Millimeter nachgeben.

Schon in Ungarn versuchten die FIA-Techniker, die Teams mit einer neuen Testmethode zu überraschen. Dabei wurde die Verbiegung des Unterbodens geprüft, um zu kontrollieren, dass sich das Auto nicht als Ganzes zu stark nach vorne neigt. Doch auch diesen Test passierte der Red Bull ohne Beanstandung. "Man sollten weder geniale Ideen noch die Leute, die eine gute Arbeit abliefern, bestrafen", forderte Webber.

Webber fordert Angleichung der Motoren

Statt des biegsamen Frontflügels fand der Australier eine andere Antwort darauf, warum der Red Bull in Budapest wie die Hölle lief. "Wir wissen, dass wir nicht den stärksten Motor besitzen. Wenn wir auf eine Strecke kommen, auf der es nicht so viele lange Geraden gibt, ist das Auto gut", erklärt Webber. "Wenn man auf Strecken wie diese hier kommt, dann sieht man, wer ein schnelles Auto hat." Der Routinier würde aber gerne auch in puncto Pferdestärken zulegen. "Wir brauchen Chancengleichheit im Motorenbereich, dann wäre es ein faires Spiel. Das ist alles was wir wollen."

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