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Webber findet FIA-Strafe übertrieben

"TV-Kameras geben falschen Eindruck"

Alonso & Webber - GP Singapur 2013 Foto: xpb 58 Bilder

Mark Webber muss beim GP Korea zehn Startplätze zurück. Das ist die Strafe für die Taxifahrt auf Fernando Alonsos Ferrari nach dem Rennen in Singapur. Webber erklärt, warum dieser Vorfall nicht so gefährlich war, wie ihn die FIA darstellt.

03.10.2013 Michael Schmidt

Mark Webber wirkte ein bisschen desillusioniert. "Man hat das Gefühl, dass bei ihm die Luft raus ist", urteilt Martin Brundle. Der Australier wählte seine Worte bedächtig, als er nach der Bestrafung für seine Taxifahrt auf Fernando Alonsos Ferrari in Singapur gefragt wurde. Webber weiß: Jedes Wort zu viel kann in diesem Fall kontraproduktiv sein. "So sind die Regeln, so werden heutzutage solche Fälle behandelt."

Dann ging er aber doch ins Detail. Er bestreitet, dass es gefährlich war, hinter einer unübersichtlichen Kurve mitten auf der Straße den Ferrari zu entern. "Die TV-Kameras geben da einen falschen Eindruck. Aus meiner Perspektive war die Stelle nicht unübersichtlich. Ich habe die beiden Mercedes über die ganze Gerade kommen gesehen. Und was soll daran gefährlich sein, wenn Hamilton mit 56 km/h an mir vorbeirollt?

Alonso gibt Webber Rückendeckung

Auch Fernando Alonso versteht die Härte der Bestrafung nicht ganz. "Es tut mir leid für Mark. Er wurde für etwas bestraft, was in den letzten 30 Jahren schon oft und ohne Konsequenzen passiert ist."

Webber selbst regt sich noch nicht einmal über die Verwarnung von Singapur auf, die ihn in Korea zehn Startplätze kosten wird, weil es schon die dritte war. "Die erste in Bahrain war ungerecht." Da war der Australier mit Nico Rosberg in Kurve 2 zusammengestoßen. Ohne, dass die Kollision mit dem Ausgang des Rennen etwas zu tun gehabt hätte.
 
Für Webber war es damals ein ganz normaler Rennunfall, der sich zehn Rennen später richtig rächt. Immerhin ist der Kurs von Yeongam überholfreundlich. "Es hätte mich schlimmer treffen können. Für so eine Strafe ist Korea definitiv der bessere Ort als Monte Carlo."

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