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Webber im Hoch, Coulthard im Tief

Foto: Red Bull 42 Bilder

Die Bilanz für Mark Webber liest sich gut. 15:0 Punkte gegen Teamkollege David Coulthard, 5:1 im Red Bull-Trainingsduell. Ausgerechnet Webber, der nur bei 61 Prozent seiner 109 GP-Starts seit 2002 die Zielflagge gesehen hat, ist zur Zeit ein sicherer Tipp auf Zielankünfte.

29.05.2008 Michael Schmidt

Fünf Mal in Folge fuhr der Australier über die volle Distanz, fünf Mal landete er in den Punkten. Es könnte seine beste GP-saison werden. "Ich weiß schon gar nicht mehr", lacht Webber, "wie es ist, wenn man ausfällt."

David Coulthard könnte das umgekehrte Lied singen. Zwei Ausfälle durch Crash, zwei 9., ein 12. und ein 18. Platz im Rennen. Seit dem GP China 2007 wartet der Schotte auf einen Punktegewinn. In Monte Carlo lief für den Monaco-Spezialisten alles schief. Da stößt er mal bis in die letzte Qualifikationsrunde vor, dann muss er zuschauen, weil er sein Auto beim Anbremsen der Hafenschikane verschrottet hat. Der Red Bull stellt sich quer, touchiert mit 206 km/h die Leitschiene und saust als Dreirad in den Notausgang. Coulthard steigt mit Kopfschmerzen aus: "Ein übler Crash." Einen Tag später ist in der Massenet-Kurve Endstation. Das neu eingebaute Getriebe macht Ärger. Coulthard trifft eine Pfütze und verformt sein repariertes Unfallauto erneut.

Die ersten Stimmen schreien schon nach seiner Ablösung. Bei Red Bull haben einige Herren einen kurzen Geduldsfaden und so manchem fehlt auch der Weitblick. Dabei wäre es jetzt das dümmste, Coulthard mitten in der Saison gegen Sebastian Vettel auszutauschen. "Für Sebastian käme so ein Schritt viel zu früh. Da würde nur Unruhe in die Partie bringen", betont Gerhard Berger. "David braucht jetzt ein Erfolgserlebnis, dann läuft es auch bei ihm", ist Coulthards Manager Martin Brundle überzeugt. "Leider konzentriert sich zur Zeit alles Pech auf eine Person."

Coulthard wartet auf Besserung

Während Webber mit Red Bull über eine Vertragsverlängerung diskutiert, hält Brundle die Füße still. "Jetzt etwas zu unternehmen wäre wie die Antwort auf eine Frage, die nicht gestellt wurde." Webber hat sein Image abgestreift, dass er im Rennen zuviele Fehler macht. Der großgewachsene Radsport-Fan muss sich nichts vorwerfen lassen. Seine Fehlerquote ist geringer als die von Hamilton, Räikkönen oder Massa. Auch in Monte Carlo hielt er seinen Red Bull 76 Runden lang ohne Ausrutscher auf der Bahn. Mitte des Rennens fuhr er serienweise Rekordrunden. "Es war ein Tanz auf dem Hochseil, weil es nur eine trockene Spur gab. Ein Zentimeter daneben, und du klebst in der Mauer."

So hielt das Monaco-Wochenende für den WM-Siebten nur ein Negativerlebnis parat. Zwei Mal im Jahr trifft sich Mark Webber mit Tour de France-Seriensieger Lance Armstrong zum Radfahren. Bei einer Tour am Dienstag vor dem Grand Prix in den Bergen rund ums Fürstentum kam es zu einem Unfall, der Webber noch das ganze Wochenende beschäftigte: "Wir sind hinter einer blinden Kurve auf einen Stau aufgelaufen. Der letzte aus unserer Gruppe konnte nicht mehr bremsen und ist frontal in einen entgegenkommenden VW Polo gedonnert. Er lag da wie tot und hat so stark geblutet, dass wir alle das Schlimmste befürchten mussten. Am nächsten Tag dann das Wunder, als wir ihn im Krankenhaus besucht haben. Er hat sich nicht mal einen Knochen gebrochen."

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