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Webber ohne Chance gegen Vettel

"Altes Pferd lernt keine neuen Tricks"

Mark Webber & Sebastian Vettel - Red Bull - GP Abu Dhabi 2013 Foto: Wilhelm 18 Bilder

Mark Webber verpasste seinem Teamkollegen Sebastian Vettel im Abu Dhabi-Qualifying die zweite Niederlage des Jahres. Im Rennen war der Australier aber wieder einmal chancenlos. Zum ersten Mal erklärte er, warum er gerade immer beim Start und in der Anfangsphase gegen Vettel verliert.

05.11.2013 Michael Schmidt

Es war eine Demonstration der Stärke. Sebastian Vettel fuhr die Konkurrenz in Grund und Boden. Der elffache Saisonsieger führte vom Start bis ins Ziel. Sein Vorsprung am Ende des Rennens betrug 30,8 Sekunden. 34 der 55 Runden war keiner schneller als er. Erst in der 14. Runde drehte einer seiner Verfolger eine schnellere Runde, aber das auch nur, weil der Weltmeister da an die Boxen ging.

Es dauerte bis zum 29. Umlauf, dass ein anderer Fahrer unter vergleichbaren Umständen auf der Strecke schneller fuhr. Aufgepasst! Das war Valtteri Bottas. Während Vettel eine Runde mit 1.46,947 Minuten drehte, war der Williams-Pilot mit 1.46,696 Minuten unterwegs.

Die schnellste Rennrunde ging nur deshalb an Fernando Alonso, weil der Ferrari-Pilot im Schlussabschnitt mit weichen Reifen ausrückte, Vettel im Finale jedoch mit der härteren Mischung unterwegs war. Vettel lobte sein Auto: "Es war wunderbar. Teilweise hatte ich das Gefühl zu fliegen."

Webber findet kein Gegenmittel für Vettel

Mark Webber hatte im Rennen gegen seinen Teamkollegen nicht den Hauch einer Chance. Nur 14 der 55 Runden gingen an den Trainingsschnellsten. Die meisten davon in der Schlussphase, als Vettel schon im Schongang fuhr. Webbers schnellste Rennrunde lag um 0,471 Sekunden über der von Vettel.

Den Grundstein für seinen Kantersieg legte der Seriensieger in der Anfangsphase des Rennens. Bis zur 20. Runde hatte er Webber schon 20,5 Sekunden abgenommen. Der Zweitplatzierte nahm daraufhin erstmals dazu Stellung, warum er so oft den Start verliert und bis zum ersten Boxenstopp gegen Vettel kein Land sieht.

"Der Start war nicht entscheidend. Seb hätte auch gewonnen, wenn ich beim Start in Führung gegangen wäre. Er war einfach unglaublich schnell, besonders am Anfang." Webber schiebt es auf die Pirelli-Reifen. "Ich habe dieses Problem seit 2011. Und ich werde es in meinen letzten beiden Rennen wohl auch nicht mehr lernen. Einem alten Pferd bringt man keine neuen Tricks mehr bei."

Webbers Suche nach dem Reifen-Fenster

Dann ging Webber ins Detail. Die mittelmäßigen Starts sind nur ein Teil des Problems, das der Australier in den Runden bis zum ersten Boxenstopp hat. "Ich kann diese Pirelli-Reifen ganz gut fühlen, wenn sie neu sind. In gebrauchtem Zustand geht mir dieses Gefühl verloren. Besonders bei den Hinterreifen. Wenn dir das Vertrauen in die Hinterachse fehlt, bist du langsam, dann kommt eines zum anderen. Du hast hinten zu viel Schlupf, die Reifen werden heißer und verschleißen schneller."

Nach Aussage von Webber verfolgt ihn dieses Problem hauptsächlich auf Strecken, auf denen die Hinterreifen die kritische Größe sind. In Shanghai oder Korea verliefen die Start-Turns reibungsloser. Dort spielt der Vorderreifen die dominante Rolle.  "Ich habe immer noch nicht den Dreh raus, wie du angefahrene Reifen behandeln musst, damit sie Grip haben. Das ist frustrierend. Es ist ein ganz schmales Fenster, in dem sie funktionieren. Und es ist nicht immer klar ersichtlich, wo dieses Fenster liegt." Vettels Antwort auf die Frage, was sein Teamkollege meint: "Keine Ahnung? Ich habe keine Probleme damit."

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