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Webber warnt vor Alonso

Ferrari hat nichts mehr zu verlieren

Ferrari - Nürburgring - GP Deutschland - 21. Juli 2011 Foto: Grüner 51 Bilder

Sebastian Vettels Verfolger haben den WM-Kampf nicht aufgegeben. Trotz eines gigantischen Rückstands. Doch Mark Webber und Fernando Alonso wollen dafür sorgen, dass der WM-Spitzenreiter nicht einschläft. Webber sieht in Ferrari bereits einen gleichwertigen Gegner.

21.07.2011 Michael Schmidt

Mark Webber hat 80 Punkte Rückstand auf Sebastian Vettel. Bei Fernando Alonso sind es 92. Trotzdem haben Vettels Verfolger das Titelrennen nicht aufgegeben. Träumen ist nicht verboten. "Sebastian hatte einen super Saisonstart. Er hat nicht nur mich geschlagen, sondern alle anderen auch. Jetzt komme ich ihm Schritt für Schritt näher. Ob er etwas nachlässt oder ob ich stärker werde, kann ich nicht beurteilen", zieht Webber eine Zwischenbilanz.

Deshalb hat der Australier auch in Silverstone weggehört, als ihm das Team den Befehl gab, Vettel nicht mehr anzugreifen. "Ich verstehe das Team", sagt Webber, "aber das Team muss sich auch in meine Situation versetzen. Wenn ich die Chance habe, Punkte auf Sebastian gutzumachen, will ich sie auch nutzen dürfen."

Webber will weiterfahren

Wäre der Nichtangriffspakt Gesetz, könnte Webber seine Träume gleich begraben. "Unser Teamchef Christian Horner hat mir versichert, dass er Vettel den gleichen Befehl geben würde, wenn die Reihenfolge in einer ähnlichen Situation einmal umgedreht sein sollte." Der Australier rückt diese Frage auch in den Mittelpunkt seiner Vertragsverhandlungen. An einer Nummer-zwei-Rolle hat er kein Interesse.

Offenbar stößt er bei Red Bull auf offene Ohren. "Ich bin relaxt, ich habe Zeit, ich bin in einer guten Ausgangsposition, und ich rede gerade mit meinem Team über meine Zukunft." Als Webber gefragt wird, wie seine Entscheidung aussehen würde, wenn er sie heute treffen müsste. "Dann fahre ich nächstes Jahr ein Formel 1-Auto."

Der Australier glaubt, dass für Vettel die Luft in der zweiten Saisonhälfte dünner wird. Nicht nur, weil er hofft, dass er sich weiter steigern kann. Webber warnt vor Ferrari. "Alonsos Sieg in Silverstone war keine Eintagsfliege. Gehen Sie davon aus, dass dies nicht der letzte Ferrari-Sieg in diesem Jahr war. Wir konnten uns in Silverstone nicht auf Probleme herausreden. Sogar KERS hat einwandfrei funktioniert. Als uns Fernando dann schon im Training so nahe kam, dachte ich mir gleich, dass es im Rennen eng werden würde."

Ferrari überrascht über eigene Stärke

Fernando Alonso würde diesen Satz sofort unterschreiben. Der Spanier hielt sich nicht lange mit der Analyse seines Silverstone-Rennens auf. "Zuerst habe ich zuhause ein paar Tage ausgespannt, dann bin ich nach Maranello. Wir müssen den Weg weitergehen, den wir zuletzt eingeschlagen haben. Zurückblicken bringt nichts."

Dann wird der Ferrari-Pilot konkreter: "Es war für uns eine Überraschung, dass wir die Red Bull speziell in den schnellen Passagen schlagen konnten. Gleichzeitig hatte ich nicht das Gefühl, dass wir dafür in den langsamen Kurven etwas hergeschenkt hätten. Das ergibt auch keinen Sinn. Unsere Modifikationen vor Silverstone betrafen vor allem die Aerodynamik. Die macht sich hauptsächlich in schnellen Kurven bemerkbar."

Ferrari plant mehr Risiko bei der Strategie

An den Titel will Alonso nicht denken. "Dazu ist der Abstand zu groß. Wir tasten uns von Rennen zu Rennen vorwärts. Der Sieg war eine riesige Motivationsspritze für uns. Wir wissen jetzt, dass wir uns auf den Output unserer Aerodynamikabteilung verlassen können. Die letzten fünf Ausbaustufen haben alle funktioniert."

Der WM-Dritte sieht auch für sich selbst einen psychologischen Vorteil: "Wir haben nichts mehr zu verlieren und können deshalb alles riskieren. Ich muss überall ans absolute Limit gehen: in den Qualifikationsrunden, beim Start, bei der Strategie. Wenn es am Sonntag einen Grand Prix zwischen Regen und trocken gibt, werden wir bei den ersten sein, die Reifen wechseln."

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