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Wechsel-Chaos

Button in Bedrängnis

Jenson Button droht nach seiner Fahnenflucht bei BAR-Honda eine Sperre oder eine hohe Geldstrafe. Die Notare der Motorsportbehörde FIA stehen klar auf der Seite von BAR-Chef David Richards. Bei Williams bleibt man dennoch gelassen.

10.08.2004

Das sogenannte "Contract Recognition Board" (CRB), verantwortlich für das Prüfen von Fahrerverträgen, hat am Dienstag (10.8.) bekannt gegeben, dass der Vertrag zwischen BAR-Honda und Jenson Button der einzig gültige sei. Damit gibt die Sportbehörde FIA laut BAR den Einwänden von Teamchef David Richards recht, der seinem Fahrer Vertragsbruch vorwirft.

Das 1992 eingesetzte CRB gibt nur grünes Licht für die Erteilung einer für die Formel 1 notwendigen Superlizenz, wenn die Vertragslage geprüft und klar ist. Nach BAR-Auffassung kann Jenson Button nach seinem Wechsel zu Williams keine Superlizenz erhalten. Die Folgen für den aufstrebenden Engländer wären hart. Sie reichen von einem einjährigen Berufsverbot bis hin zu einer finanziellen Buße in Millionenhöhe an sein Ex-Team, deren Höhe vor einem Zivilgericht verhandelt werden müsste.

Williams: CRB ist nicht zuständig

Bei Williams löst die Reaktion des CRB keine Panik aus. Nach Argumentation von Buttons neuem Arbeitgeber ist das CRB lediglich in der Lage zu prüfen, welcher Kontrakt zuerst geschlossen worden ist. Jedoch habe es keineswegs alle Klauseln geprüft und sei ohnehin keine echte Abteilung der FIA sondern lediglich eine unabhängige Behörde, mit Autorisierung von Teams, Rechteinhaber FOM und der FIA. Williams wirft der CRB vor, lediglich den BAR-Vertrag eingehend geprüft zu haben. Nach Williams Argumentation sind einige Klauseln in Buttons BAR-Vertrag eindeutig nicht erfüllt worden, und damit sei der WM-Dritte frei verfügbar gewesen.

Ein Streitpunkt ist eine Klausel in Buttons Vertrag bei BAR, die eine Verlängerung nur gültig werden lässt, wenn Honda weiterhin das Team mit Motoren beliefert. Die Option auf Button lief am 31. Juli aus. Am 20. Juli traf sich die BAR-Heeresleitung zum Thema Verträge und löste die Option am 21. Juli ein. Honda bestätigte aber erst am 23. Juli offiziell, dass man die Zusammenarbeit mit BAR definitiv fortsetzen werde.

Unverständnis bei Honda

Bei Honda stoßen derlei Argumente auf Unverständnis: "Wir haben Jensons Management alle Zusicherungen gegeben, die sie haben wollten. Als wir fragten, ob damit alle Fragen zu ihrer Zufriedenheit geklärt wären antworteten sie mit ja", sagt Honda-Racing-Vizepräsident Otmar Szafnauer.

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