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So fuhr Wehrlein auf Platz 8

Der Einstopp-Coup von Sauber

Pascal Wehrlein & Peter Sauber - GP Spanien 2017 Foto: Sauber

Sauber überraschte sich selbst. Pascal Wehrlein schaufelte als Achter die ersten Punkte auf das Konto der Schweizer. Ausgerechnet auf der Aerodynamik-Strecke von Barcelona, wo man am wenigsten erwarten durfte.

17.05.2017 Michael Schmidt

Es gibt sie noch, die kleinen Wunder der Formel 1. Dazu gehört der 8. Platz von Pascal Wehrlein im Sauber. Ausgerechnet in Barcelona, einer Strecke auf der die Aerodynamik mehr zählt als alles andere. Dass dem Sauber C36 noch Abtrieb fehlt, ist kein Geheimnis. Dass sich die geplanten Aero-Pakete verzögert haben, weil Sauber erst einmal die Kühlung des Ferrari-Motors in Ordnung bringen muss, auch nicht.

Am Freitag schienen sich die Sorgen der Schweizer zu bestätigen. Pascal Wehrlein und Marcus Ericsson kämpften mit den Tücken ihres Autos. Am Samstag drehte sich das Bild. Wehrlein schaffte den Sprung ins Q2. Ericsson verfehlte ihn um 5 Tausendstel. Die Ingenieure hatten zum ersten Mal einen Setup gefunden, mit dem die Fahrer den Weg ins Reifenfenster fanden.

Ericsson zur falschen Zeit am falschen Ort

24 Stunden später standen 4 Punkte auf dem Sauber-Konto. Da gratulierte sogar die Besatzung des Swiss-Fluges von Barcelona nach Zürich am Tag danach bei der Kabinenansprache. Von Glück oder Zufall zu sprechen, wäre ungerecht. Ausfälle gibt es bei jedem Grand Prix. Diesmal hat es halt mal 3 Autos aus dem Spitzenpulk erwischt. Aber keinen der direkten Gegner von Sauber. Und die ließen Wehrlein und Ericsson hinter sich.

Der 8. Platz war ehrlich verdient. Durch gute Rundenzeiten, ein fehlerloses Rennen und eine schlaue Taktik. Wehrlein schwamm mit einem Boxenstopp gegen den Trend. Ericsson zeigte auf Rang 11, dass am Renntag auch der Speed stimmte. Der Schwede wechselte wie die meisten im Feld zwei Mal die Reifen. „Ich war zur falschen Zeit am falschen Ort. Mein zweiter Boxenstopp war gerade gelaufen, als die virtuelle SafetyCar-Phase begann."

Wehrlein traf sie punktgenau. Die Sauber-Strategen reagierten prompt, nachdem die VSC-Meldung über die Bildschirme lief. Der Befehl zum Boxenstopp kam für Wehrlein aber so spät, dass er die Boxeneinfahrt nur noch links vom Begrenzungspfosten schaffte. Der DTM-Meister von 2015 konnte die 5 Strafsekunden verschmerzen. Hätte Sauber noch eine Runde länger gewartet, hätte er mehr als nur eine Position an Hülkenberg verloren. Alle seine Verfolger bogen ebenfalls in die Boxengasse ab.

Einstopprennen war nicht der Plan A

Sauber war nicht mit dem Plan ins Rennen gegangen, nur ein Mal zu stoppen. Höchstens mit der Hoffnung. „Wir haben uns in der 15. Runde dafür entschieden. Da hatten wir genug Daten über den Reifenabbau. Und alle anderen um uns herum waren schon an der Box“, verrät Teammanager Beat Zehnder. Da tauchte der Name Wehrlein bereits auf Platz 8 des Zeitenmonitors auf.

Man traute seinen Augen nicht. Wehrlein fuhr und fuhr und fuhr. Und das auf den Soft-Reifen, denen Pirelli eine maximale Lebensdauer von 25 Runden zuschrieb. Je länger Wehrlein unterwegs war, desto schneller wurde er. In der 32. Runde schaffte er noch eine Zeit von 1.28,070 Minuten. Und hielt ein ganzes Paket von Autos in seinem Rücken souverän in Schach. Angefangen von Nico Hülkenberg, gefolgt von Kevin Magnussen, Carlos Sainz und Romain Grosjean. Die VSC-Phase diktierte den Zweistoppern den zweiten Reifenwechsel zum gleichen Zeitpunkt, als Wehrlein seinen einzigen Boxenstopp abwickelte.

Renault-Mechaniker behindern Wehrlein

Wehrleins Boxenstopp war mit einer Standzeit von 2,85 Sekunden nicht einmal schlecht. Wehrlein verlor die Zeit bei der Anfahrt. Die Renault-Mechaniker in der Box davor standen so weit in der Boxengasse, dass der Worndorfer erst einmal um sie herumkurven musste und deshalb nicht optimal seine Parkbox ansteuern konnte. Das hat 0,9 Sekunden gekostet. Zehnder kann es verschmerzen: „Unser Gegner war eigentlich Magnussen. Wir wussten, dass wir Hülkenberg nicht halten konnten.“

Auch im zweiten Teil des Rennens auf den Medium-Reifen machte Wehrlein alles richtig. Der Sauber-Pilot kam nicht ein einziges Mal in Verlegenheit und hielt Carlos Sainz 32 Runden lang ohne eine Fehler in Schach. Dem Toro Rosso fehlte trotz DRS-Vorteil der Top-Speed, um an Wehrlein vorbei zu gehen.

Die HaasF1-Piloten verloren dahinter immer mehr Boden, je länger das Rennen dauerte. Sie brachten die harten Reifen nie in ihr Arbeitsfenster. Wehrleins schnellste Runde auf dem Medium-Gummi mit 1.26,476 Minuten war um 3 respektive 4 Zehntel besser als Kevin Magnussens und Romain Grosjeans schnellste Medium-Runden.

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