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Weihnachtskarten von Ecclestone

Bernies spezielle Weihnachtsgrüsse

Bernie Ecclestone - Weihnachtskarte 2015 Foto: ams / Ecclestone 33 Bilder

Bernie Ecclestones Weihnachtskarten sind Kult. Der Chef der Formel 1 nimmt sich und die Königsklasse dabei immer wieder auf die Schippe. auto motor und sport zeigt eine Auswahl der letzten Jahre.

21.12.2015 Michael Schmidt

2015

Das größte Problem der Formel 1 in diesem Jahr war ihre Berechenbarkeit. "Ich hätte mein Haus und mein ganzes Geld auf Lewis Hamilton wetten soll", sagt Bernie Ecclestone im morgen erscheinenden (22.12.2015) großen auto motor und sport-Interview. Genau darauf nahm der Formel 1-Chef auch in seiner diesjährigen Weihnachtskarte Bezug. Der GP USA in Austin liegt ihm immer noch im Magen. Weil die Weltmeisterschaft schon vier Rennen vor Schluss entschieden war. Auf der Karrikatur bedauert Hamilton die frühe Auslieferung der Weihnachtsgeschenke. Rosberg wirft ihm in Anlehnung auf die Szene vor der Siegerehrung die Kappe zurück und beteuert: "Ich habe versucht, es zu verhindern."

2014

Bernie Ecclestone führte in diesem Jahr zwei Schlachten. Die eine im Fahrerlager, die andere im Gerichtssaal von München. Nach 20 Verhandlungstagen vor dem Landgericht München wurde der Formel 1-Chef von dem Vorwurf freigesprochen, er habe den ehemaligen BLB-Banker Gerhard Gribkowsky bestochen, damit die Formel 1-Aktien an seinen Wunschkandidaten CVC verkauft werden. Die Anklage konnte nicht ausreichend Beweise für ihren Vorwurf beschaffen. Viele Zeichen deuteten auf einen Freispruch hin. Trotzdem ließ sich Ecclestone auf einen Deal mit der Staatsanwaltschaft und dem Gericht ein.

Gegen Zahlung von 100 Millionen Dollar wurde der Prozess eingestellt. Der Humor ist dem 84-jährige Briten offenbar nicht vergangen. In seiner jüngsten Weihnachtskarte blickt er amüsiert auf die unerfreuliche Zeit in München zurück. Ecclestone ist vor seinem Stammhotel in München mit einem Geldsack zu sehen. Ein bewaffneter Zorro bedroht Bernie mit dem Hinweis: "Das ist kein Raubüberfall. Ich sammle Geld für den Freistaat Bayern ein."

2012
 
Zwischen McLaren und Hamilton herrscht Eiszeit. Hamiltons McLaren ist im Schnee steckengeblieben, eine Anspielung auf die vielen Ausfälle. Der Pilot selbst hat genug von der Gefangenschaft unter dem Regiment von Ron Dennis und flüchtet zu Mercedes. Neben der Rennstrecke wartet schon der neue Mercedes-Aufpasser Niki Lauda mit einem Sack voll Geld und einem Dienstwagen mit dem Stern im Kühlergrill auf seinen neuen Starpiloten. Stuttgart ist ja nicht weit.

2011
 
Lewis Hamilton hatte 2011 mit Felipe Massa mehrere Kollisionen auf der Strecke. Meistens war Hamilton der Täter und Massa das Opfer. Ecclestone spielt darauf an, indem er Hamilton ein Nagelbrett vor den Ferrari werfen lässt. Während der arme Massa offenbar nur von Weihnachten träumt, hat der fiese Hamilton ganz andere Pläne. Geschickt bringt Bernie auch noch seine Seriensponsoren als Bandenwerbung auf der Weihnachtskarte unter.

2010
 
Es war das Jahr der großen Eiszeit bei Red Bull. Nach der Kollision in Istanbul hatten sich Sebastian Vettel und Mark Webber nicht mehr viel zu sagen. Weil sich das Team auf eine Nummer eins nicht festlegen will, will Teamchef Christian Horner eine Entscheidung per Münzwurf herbeiführen. Lewis Hamilton und Fernando Alonso lauern im Hintergrund und hoffen davon zu profitieren.

2009
 
Die Formel 1-Teamchefs und der neue FIA-Chef Jean Todt winken den Aussteigern aus dem GP-Sport hinterher. Während Toyota-Teamchef John Howett, BMW-Rennleiter Mario Theissen und Ex-FIA-Präsident Max Mosley im Haifischbecken davonsegeln, bereitet Flavio Briatore im Piratenboot mit einem Torpedo einen Angriff vor. Bernie Ecclestone beobachtet die Szene von seinem privaten Strandkorb aus.

2008
 
Max Mosleys Sex-Skandal war das Thema das Jahres. Bernies Karrikaturist zeigt den früheren FIA-Präsidenten, wie er mit der Peitsche die am Kommandostand versammelten Teamchefs traktiert. Briatore jault, von der Peitsche getroffen, auf, während Frank Williams im Rollstuhl sorgenvoll zuschaut. Ecclestone selbst verteilt Pflaster an Mosleys Opfer.
 
2007
 
Das Bild zeigt die drei Hauptdarsteller des McLaren-Spionageskandals. Ferrari-Mann Nigel Stepney schaut belustigt zu, wie sein McLaren-kollege Mike Coughlan die geheimen Daten, verpackt als Ferrari-Präsent an McLaren-Chef Ron Dennis übergeben will. Der wehrt das Geschenk mit den Worten ab: "Sorry, ich kann das nicht akzeptieren. Lasse es uns auf dem konventionellen Weg machen."
 
2006
 
Das Bild karrikiert den Irrsinn Formel 1. Während sich die Teams in ihren millionenschweren Wohnmobilen zu einer Art Wagenburg zusammenschließen, jongliert Zampano Ecclestone in der Arena mit den Bällen. Darin versteckt Ecclestone eine Warnung an die Teamchefs, die ihm eigentlich ans Leder wollen, trotzdem winkend ihre Unterstützung heucheln: "Der Chef im Ring bin immer noch ich."
 
2005
 
In diesem Jahr strebte der Krieg zwischen den Autokonzernen und den Formel 1-Drahtziehern seinem Höhepunkt zu. Während sich die Präsidenten von Mercedes, Honda und BMW im Fahrerlager unterhalten, rückt die Feuerwehr mit Bernie Ecclestone an der Spitze an. Auf Bernies Frage "Wo ist das Feuer?" antwortet das damalige BMW-Vorstandsmitglied Burkhard Göschel: "Du hast es doch schon gelöscht."
 
2004
 
Der Weihnachtsgruss aus dem Jahr 2003 ist der einzige mit einem Foto. Bernie Ecclestone beobachtet aus dem Hinterhalt das Treiben in seinem Zirkus, der durch die Bestrebungen der Autokonzerne, eine eigene Serie zu gründen, etwas aus den Fugen geraten ist. Der Spruch unter dem Foto und auf der Folgeseite ist eine Anspielung auf den sich abzeichnenden Krieg: "Während Schäfer ihre Schafe im Auge behalten, beobachtet Bernie die Hersteller. Machen Sie sich keine Sorgen, schöne Weihnachten, Ihr Bernie."

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