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Weiter Streit beim Thema Budget-Limit

Säbelrasseln vor Formel 1-Gipfel in London

Horner, Whitmarsh & Briatore Foto: Wolfgang Wilhelm 60 Bilder

FIA-Präsident Max Mosley hat die zehn Teamchefs noch vor dem Grand Prix in Monaco in London zu einer Diskussionsrunde eingeladen. Bis dahin wird hinter den Kulissen weiter fleißig Politik gemacht.

12.05.2009 Michael Schmidt

In den nächsten Tagen entscheidet sich die Formel 1-Zukunft. FIA-Präsident Max Mosley will die Teamchefs noch vor dem Monaco-GP in London treffen, um über das Reglement für 2010 zu diskutieren. Die freiwillige Budgetbegrenzung von 40 Millionen Pfund (45 Millionen Euro) ist noch nicht in Stein gemeißelt, doch der Verhandlungsspielraum ist nach Informationen aus FIA-Kreisen nicht grenzenlos.

Gemeinsam gegen zweigleisige Lösung

In einem sind sich die zehn Teamchefs einig. Es darf keine zweigeteilte Meisterschaft geben, wo die einen ohne Budgetbegrenzungen nach dem aktuellen Reglement fahren, die anderen limitiert, dafür aber mit verstellbaren Heckflügeln und freier Motordrehzahl. Dieses Argument ist bei Licht betrachtet Augenwischerei. Aus technischer Sicht heißt die Alternative zum Budgetlimit Hinterherfahren. Williams-Technikpapst Patrick Head hat ausgerechnet: "Allein der verstellbare Heckflügel bringt 1,5 Sekunden pro Runde. Das kannst du mit keiner anderen Entwicklung am Auto wettmachen."

Vor dem London-Gipfel wird fleißig mit den Säbeln gerasselt. Toyota, BMW und Renault ließen verlauten, dass sie aussteigen, sollte es nicht zu einer einvernehmlichen Lösung und zu einer Anhebung des Budgetlimits kommen. Eine Firma wie Toyota, hieß es aus Köln, könne nicht an einer Meisterschaft teilnehmen, in der sich jeden zweiten Tag die Regeln ändern. Renault-Teamchef Flavio Briatore schlägt eine Abrüstung in drei Schritten vor: 100, 80 und 60 Millionen.

Entwicklungsschritte begrenzen?

Bei Red Bull und Toro Rosso wäre man sogar bereit, die Grenzen tiefer zu setzen: 80, 60, 40 Millionen. Red Bull-Teamchef Christian Horner macht Werbung für den FOTA-Plan: "Warum legen wir nicht eine Maximalzeit von Änderungen an den einzelnen Komponenten des Fahrzeugs fest. Wenn ich pro Saison nur fünf Mal den Frontflügel modifizieren darf, ist auch Geld gespart." Die Ausstiegsdrohung wird im Fahrerlager unterschiedlich bewertet. Kritiker sagen: "Die Werke wollten so oder so aussteigen. Jetzt nutzen sie Mosleys Pläne als Ausrede."
 
Auch die Kontrolle von außen ist weiter ein Thema. Neben Ferrari sträubt sich auch Red Bull gegen den Finanzcheck der FIA. Beide Teams haben Angst, dass der WM-Titel am grünen Tisch entschieden werden könnte. Sollten die FIA-Prüfer am Saisonende Unregelmäßigkeiten feststellen, hinge die Titelvergabe von der Bewertung des Prüfergebnisses ab.

Jackie Stewart kritisiert FOTA-Struktur

Auch Jackie Stewart mischt sich in die Diskussionen mit ein. Der dreifache Ex-Weltmeister kritisiert die Strukturen der Teamvereinigung FOTA und sieht darin das Hauptübel in der Konfrontation mit Max Mosley: "Luca di Montezemolo ist gut für die Außendarstellung, aber als Vorsitzender der FOTA ist er wie jeder andere Teamchef auch ungeeignet. Das muss eine neutrale, von den Teams ausgesuchte, Person sein. Die könnte sich voll auf den Job konzentrieren und sie stünde nicht im Verdacht, die Interessen eines Teams zu vertreten."

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