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Welches Visier für Abu Dhabi

Heidfeld geht mit Doppel-Lösung ins Rennen

Nick Heidfeld Foto: dpa 32 Bilder

In Abu Dhabi fährt die Formel 1 zum ersten Mal in ihrer Geschichte in die Abenddämmerung. Die wechselnden Lichtverhältnisse stellen die Piloten vor eine schwierige Wahl in der Visier-Frage: getönt oder klar. Nick Heidfeld hat sich für beides entschieden.

31.10.2009 Tobias Grüner

In der Regel wird nicht viel über das Visier gesprochen. In Abu Dhabi ist das anders. Das wechselnde Licht zwingt die Piloten in der Visier-Frage Kompromisse einzugehen. Bei dem grellen Sonnenlicht wäre ein getönter Sichtschutz von Vorteil, um nicht von der Sonne geblendet zu werden. Unter Flutlicht sind dagegen klare Visiere gefragt, um die Details der Strecke besser zu erkennen. Blendgefahr ist bei den modernen Flutlichtern kein Problem.

Piloten nicht einig: hell oder dunkel?

"Ich nutze ein klares Visier", erklärt Jarno Trulli. "Es wird hier so schnell dunkel, da ist das wohl die bessere Lösung", erklärt der Toyota-Pilot. Auch Nico Rosberg hat sich für die ungetönte Variante entschieden. "Ich denke nicht, dass es bei der Sonne am Start ein Problem ist", hofft der Wiesbadener im Williams.

Allerdings ist man sich unter den Piloten nicht einig, welches der bessere Sichtschutz ist. "Ich nehme ein leicht getöntes Visier", erklärt Sebastien Buemi. Der Youngster von Toro Rosso hofft mit dieser Kompromisslösung am besten durch das Rennen zu kommen. Auch Routinier Rubens Barrichello setzt auf die leicht abgedunkelte Variante. "Mit dem Medium-Visier sieht man einfach bei Sonne am Start besser."

Heidfeld mit perfektem Kompromiss?

Die vielleicht optimale Lösung hat Nick Heidfeld gefunden. "Ich nutze ein gelbes Visier und habe dunkle Abreiß-Folien drauf", erklärt der BMW-Pilot seine Lösung. "Wenn es hell ist, habe ich die Tönung und wenn es dunkel wird reiße ich die getönten Schichten einfach ab. Man hat ja im Rennen keine Zeit, das Visier zu wechseln." Mit dem gelblich eingefärbten Visier hofft der Deutsche, die Kontraste unter dem grellen Flutlicht besser zu erkennen. Auch Ski-Fahrer setzen im hellen Schnee zumeist auf diese Variante.

Buemi zeigte sich überrascht über die Doppellösung Heidfelds: "Ich wusste gar nicht, dass es sowas überhaupt gibt." Auf die dunklen Folien können auch nicht alle Piloten zurückgreifen. "Das haben nur die Schuberth-Helme", erklärt Red Bull-Kollege Sebastian Vettel. Der Deutsche geht übrigens mit einer klaren Scheibe ins Rennen, um am Ende nicht den Überblick zu verlieren.

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