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Wem die Sperrstunde droht

Bei zwei Jokern Start aus Boxengasse

Red Bull - Formel 1 - GP Australien - 13. März 2014 Foto: ams 64 Bilder

Die Angst vor Defekten bestimmt den Saisonauftakt der Formel 1. Auf die Mechaniker wartet viel Arbeit. Doch anders als bei Testfahrten müssen sie über Nacht Pause machen. Jedes Team hat sechs Joker die Sperrstunde zu brechen. Wer zwei Joker an einem Wochenende braucht, dem droht der Start aus der Boxengasse.
 

13.03.2014 Michael Schmidt

Bei den Winter-Testfahrten hatten die Mechaniker den härtesten Job. Obwohl im Schichtbetrieb gearbeitet wurde, sahen manche Monteure kaum Tageslicht. Die neuen Ungeheuer brauchen viel Pflege. Reparaturen dauern bis zu vier Mal so lange als vorher. Manchmal vergehen schon Stunden, bis überhaupt eine Diagnose getroffen ist. Williams verlor einen ganzen Tag mit einem normalerweise simplen Problem: Eine Benzinpumpe, die am Motor platziert war, musste getauscht werden.

Motorwechsel zwischen 6 und 18 Stunden

Nichts ist mehr wie früher. Ein Motorwechsel dauert sechs Stunden. Wenn alles bereits vorbereitet ist. "Müssen wir die Antriebseinheit aus Einzelteilen zusammenstückeln, gehen 18 Stunden ins Land", erzählt Force India-Technikchef Andy Green. Wer nach der Qualifikation ein Motorproblem entdeckt, muss das Auto aus dem Parce fermé holen. Die fünf Stunden, die zwischen dem Öffnen des Parc fermés und dem Rennstart liegen, reichen für einen Motortausch nicht mehr aus. Die Strafe für eine außerplanmäßige Reparatur zwischen Samstag und Sonntag ist hart: Start aus der Boxengasse.

Sechs Joker im Jahr, aber nur einer pro Wochenende

Im Gegensatz zu den Testfahrten gelten am GP-Wochenende feste Arbeitszeiten. Von Donnerstag auf Freitag muss die Arbeit acht Stunden ruhen. Von Freitag auf Samstag sind es sechs. Jedes Team hat im Jahr sechs Joker, die Sperrstunden zu brechen.
Wer an einem Wochenende zwei mal die Ausnahmeregelung in Anspruch nimmt, ist in der Hand der Sportkommissare. "Die entscheiden über die Strafe. Wenn es schlimm kommt, starten beide Autos aus der Boxengasse. Das wurde uns jedenfalls angedroht", berichtet Sauber-Teammanager Beat Zehnder.

Force India hat deshalb den Aufbau der Autos schon am Mittwochabend abgeschlossen. Da gilt noch keine Sperrstunde. "Wir wollen nicht, dass wir am Donnerstag die Sperrstunde brechen müssen. Diese Option wollen wir uns für Freitag aufheben", erklärt Andy Green.

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