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Wen nimmt Ferrari?

Alternativen zu Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen & Valtteri Bottas - GP China 2015 Foto: xpb 93 Bilder

Vor dem GP Bahrain wurde in Italien bereits über die Nachfolge von Kimi Räikkönen diskutiert. Doch der Finne gab seinen Kritikern mit einem blitzsauberen zweiten Platz beim letzten Rennen die Antwort. Dazu kommt: Ferrari hat nicht viel Auswahl bei der Besetzung des zweiten Cockpits.

06.05.2015 Michael Schmidt

Das Timing war nicht gut gewählt. Vor dem GP Bahrain wollte Kimi Räikkönen von Teamchef Maurizio Arrivabene wissen, ob es für ihn eine Zukunft bei Ferrari gibt. Der Capo spielt auf Zeit. Arrivabenes Antwort: "Das hängt alles von deiner Leistung ab." In Melbourne, Sepang und Shanghai hatte der 35-jährige Finne wenig zu bieten. Im Trainingsduell gegen Sebastian Vettel stand es 0:3. Nach Punkten 24:55.

Die ersten drei Grand Prix war Kimi Räikkönen vom Pech verfolgt. Und der Weltmeister von 2007 hat auch ein bisschen zu viele Fehler gemacht. Hauptsächlich in der Qualifikation, was ihm dann den Startplatz versaut hat. In Bahrain lief für Räikkönen alles nach Wunsch. Prompt empfahl sich der 20-fache GP-Sieger mit einem zweiten Platz. Nur 3,3 Sekunden hinter Sieger Lewis Hamilton.

Bottas erste Wahl als Räikkönen-Nachfolger bei Ferrari?

Damit verstummten auch die Forderungen der Kritiker wieder, Räikkönens Vertrag nicht zu verlängern. Arrivabene hört sowieso nicht auf sie. Er will Räikkönen weiter an die kurze Leine nehmen: "Weil er unter Druck seine beste Leistung abruft. Es wäre ein Fehler, seinen Vertrag zu früh zu verlängern."

Großartige Alternativen hat Ferrari ohnehin nicht. Die beste kommt aus Finnland. Valtteri Bottas steht auf allen Tippzetteln ganz oben. Sein Williams-Vertrag läuft aus. Bottas zählt zu den Hoffnungsträgern der Formel 1, aber hat er das Zeug zum Überflieger?

Im Augenblick fährt er auf dem Niveau von Felipe Massa. Der Brasilianer wird sicherlich unterschätzt, doch würde Ferrari seinen langjährigen Fahrer noch einmal zurücknehmen? Wahrscheinlich nicht. Für Bottas spricht im direkten Vergleich momentan nur das Alter.

Ferrari gibt Rookies keine Chance

Nico Hülkenberg hätte die Klasse von Bottas. Aber er besitzt den falschen Pass. Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass Ferrari zwei deutsche Fahrer anstellt. Romain Grosjean wäre 2013 noch ein Kandidat gewesen. Doch der Franzose verschwand mit Lotus in der Versenkung.

Sergio Perez hatte man vor ein paar Jahren auf dem Radar, kam aber zu dem Schluss, dass der Mexikaner nicht gut genug ist. Außerdem ist mit Esteban Gutierrez schon ein Mexikaner an Bord. Der sich aber noch weniger als Perez als Nachfolger von Räikkönen aufdrängt.

Wer also sonst? Die Jungstars Max Verstappen, Carlos Sainz und Stoffel Vandoorne sind anderweitig unter Vertrag. Das Eigengewächs Raffaele Marciello müsste zunächst einmal eine Saison bei Sauber fahren. Ferrari hat schon ewig keinem Rookie mehr die Chance geboten. Die letzten waren Clay Regazzoni und Gilles Villeneuve.

Bleiben eigentlich nur die alten Hasen übrig. Und da gibt es nur zwei, die von ihrer Qualität und Erfahrung in Frage kommen. Daniel Ricciardo und Jenson Button. Auf dem einen hat Red Bull den Finger. Der andere gilt zu Unrecht als Auslaufmodell. Button hat sich gegen Lewis Hamilton behauptet, und er gibt auch Fernando Alonso richtig Stoff. Doch wenn Button für Ferrari eine Wahl wäre, kann Maranello auch gleich Räikkönen behalten.

Wen würden Sie verpflichten, wenn Sie Ferrari-Rennleiter wären? Schreiben Sie uns.

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