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Ferrari macht Rückzieher

Keine Motoren für Red Bull

Red Bull - GP Russland - Sochi - Donnerstag - 8.10.2015 Foto: ams 61 Bilder

Das Drama um die Motorenversorgung von Red Bull wird immer verrückter. Am Donnerstag hieß es noch, dass Ferrari nur 2015er Motoren an Red Bull liefern will. 24 Stunden später ist der neue Stand, dass Red Bull 2016 komplett ohne Motor dasteht. Weder Ferrari, noch Mercedes, noch Honda wollen Motoren liefern.

10/09/2015 Michael Schmidt

Bernie Ecclestone hatte es im >> auto motor und sport-Interview bereits angedeutet. Er stellte auf eine Frage eine Gegenfrage: "Seit ihr sicher, dass Red Bull 2015er Motoren von Ferrari bekommt?" Der Formel 1-Zampano sagt nichts ohne Grund. Wir haben bei Red Bull nachgehakt. "Im Moment sieht es so aus, dass wir gar keinen Motor bekommen", bestätigte Teamchef Christian Horner.

Ferrari-Motoren nur für Toro Rosso nicht für Red Bull

Mercedes hatte Red Bull schon seit längerem eine Absage erteilt. Bei Honda legt McLaren-Chef Ron Dennis ein Veto ein. Renault will mit Red Bull nichts mehr zu tun haben. Es ist noch nicht einmal sicher, ob die Franzosen überhaupt in der Formel 1 bleiben. Es mehren sich die Gerüchte, dass Renault aufgibt, weil sie festgestellt haben, dass ihren Motor nie auf Vordermann bringen.

Ferrari hatte Red Bull 2015er Motoren angeboten. Doch Maranello scheint plötzlich einen Rückzieher zu machen. Toro Rosso ja, Red Bull nein. Offenbar hat das Team Angst, Red Bull könnte selbst mit 2015er Motoren zu stark sein.

Sollte keiner der Hersteller bereit sein, Red Bull mit Motoren zu versorgen, gäbe sich der Sport der größten Lächerlichkeit preis, die man sich vorstellen kann. Es wäre die Bankrotterklärung der Königsklasse, weil damit klar wäre, dass die Hersteller bestimmen, wer mitfahren darf und wer nicht. Die FIA muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass nicht nur das Motorenformat falsch ist, sondern auch die Rahmenbedingungen.

Fehler im System führen zu F1-Krise

Der Verband hat bei Einführung der Motoren mehrere Versäumnisse zu verantworten. Er hat nicht auf einem Maximalpreis für die Kunden bestanden. Er hat keine Pflicht eingeführt, dass die Hersteller eine Mindestzahl von Teams beliefern müssen. Es gibt nur die Regeln, dass es ohne die Erlaubnis der FIA nicht mehr als 3 Kunden geben darf.

Die FIA ist dabei, die nächsten Fehler zu begehen. In dem sie den Herstellern erlaubt, alte Motoren an Teams zu verkaufen. Noch hat der Verband ein Veto-Recht, doch man muss davon ausgehen, dass das unter dem Druck der Hersteller fällt.

Gleiches gilt für die Aufweichung der Entwicklungsbremse. Honda, Renault und Ferrari drängen darauf. Mercedes akzeptiert es, um die Gegner bei Laune zu halten. Es wird die Kosten nach oben treiben. So weit, dass sich die Kunden die A-Motoren nicht mehr leisten können.

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