Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Wer hat das beste Auto?

"Red Bull vor Mercedes und Ferrari"

Red Bull - Formel 1 - GP Bahrain - Sakhir - 3. April 2014 Foto: ams 132 Bilder

Alle reden von den neuen Motoren. Doch wer hat das beste Auto im Feld? Die Experten sind sich einig: Red Bull hat knapp die Nase vor Mercedes und Ferrari. Dann kommt der Rest. Zwischen McLaren, Williams und Force India geht es ganz eng her.

03.04.2014 Michael Schmidt

Nico Hülkenberg kennt den Mercedes-Motor. Er hat den Ferrari auf der Strecke erlebt, und er beobachtet Red Bull intensiv auf den TV-Bildern der Bordkamera. Sein Urteil: "Für mich liegt der Red Bull beim Chassis vorn. Kein Auto lenkt so gut ein, keiner kommt so gut aus den Ecken. Mercedes und Ferrari sind nicht weit dahinter auf einem Niveau. Der Ferrari geht in den Kurven richtig gut."

Fernando Alonso würde die Einschätzung unterschreiben. "Wir wissen, dass Mercedes gegenüber allen einen Power-Vorteil hat. Man muss nur schauen, wo die Mercedes-Teams im Feld stehen. Aber das Werksteam hat auch ein sehr gutes Auto. Das sieht man am Abstand zu den Kundenfahrzeugen."

Fortschritte im Zehntelbereich

Alonso glaubt weiter unbeirrbar an seine Titelchance. "Die zwei Mercedes-Piloten, Vettel, Kimi und ich haben noch alle Chancen. Wir können den Rückstand zu Mercedes aufholen. Red Bull hat gezeigt, wie schnell man Boden wettmachen kann. Mit den neuen Autos und Motoren liegen die möglichen Fortschritte nicht im Bereich von einem halben Zehntel, sondern mehreren Zehntelsekunden. Es wäre schlimm, wenn wir jetzt schon alle Titelhoffnungen aufgeben würden."

Auch Sebastian Vettel und Daniel Ricciardo werfen die Flinte nicht ins Korn. Vettel konnte bei seinem Zweikampf mit Nico Rosberg in Malaysia Lichtblicke entdecken: "In den Kurven kam ich ran. Auf den Geraden ist er mir wieder davon gefahren." Rosberg räumte ein: "Der Red Bull ist gut in den Kurven und den Bremszonen, und er ist schon jetzt eine Bedrohung für uns."
 
Ricciardo hofft, dass Red Bull schon in Bahrain einen Schritt näher rückt. Mit verbesserter Software und kleinen Aerodynamik-Updates, die darauf hinzielen, den Luftwiderstand zu verringern. "Der richtige Schritt wird erst in Barcelona kommen. Und die Strecke spielt uns und den Stärken unseres Autos in die Karten. Wenn wir da nicht an Mercedes dran sind, haben wir ein Problem."

Force India zu lang übersetzt

Im Mercedes-Kundenkreis wird krampfhaft Abtrieb gesucht. Vor allem auf der Hinterachse. Nico Rosberg hat das Gefühl, dass Williams als Paket am besten sortiert ist. Weil sie den höchsten Top-Speed und den besten Spritverbrauch haben. Und weil sie das Abtriebsdefizit offenbar weniger bremst als Force India und McLaren. "Wenn Williams behauptet, ihnen fehlt hinten Abtrieb, dann sprechen sie von einem Luxusproblem", meint Hülkenberg.
 
Die guten Top-Speed-Werte von Williams geben ihm auch zu denken. "Wir sind im Vergleich zu Williams und McLaren zu lang übersetzt. Das straft uns auf der Geraden." Williams-Technikchef Pat Symonds fasst die Stärken seines FW36 so zusammen: "Unser Auto kann nichts besser als die anderen, aber es kann alles gut."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden