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Wer kauft die Formel 1?

Vierkampf um die F1-Rechte

Formel 1-Flagge Foto: xpb 41 Bilder

Das Luxemburger Finanzunternehmen CVC Capitals lenkt seit 2006 den Finanzfluss der Formel 1. Mit aktuell 35 Prozent ist CVC immer noch der größte Anteilseigner der Formel 1-Rechte. Verkaufsgerüchte werden regelmäßig dementiert. Trotzdem haben sich vier Parteien für die Übernahme der Geldvermehrungsmaschine in Stellung gebracht.

02.07.2014 Michael Schmidt

Die Antwort ist immer die gleiche. Wer Vertreter von Formel 1-Mehrheitsaktionär CVC Capitals nach Verkaufsabsichten fragt, erntet ein klares Nein. Das muss nicht viel heißen in dieser Branche. Würde CVC offiziell kundtun, dass man verkaufen wolle, würde dies auf den Preis drücken.

CVC gehören aktuell 35 Prozent an den kommerziellen Rechten der Formel 1. Und alle Stimmrechte. Das Luxemburger Finanzunternehmen bestimmt deshalb seit 2006 den Kurs eines Geschäfts, das sich für seine Besitzer schon doppelt und dreifach ausgezahlt hat.

Formel 1-Verkauf bringt zehnstelligen Betrag

Insgesamt teilen sich 16 Aktionäre den Kuchen untereinander auf. Der nach CVC größte Anteilseigner ist der amerikanische Finanzdienstleister Waddell & Reed mit 20,9 Prozent. Wer nicht nur mitverdienen, sondern auch mitbestimmen will, muss mindestens 50 Prozent der Anteile erwerben.

Nur CVC abzulösen reicht nicht. Die Stimmrechte gehen nicht automatisch auf den Nachfolger über. Das macht die Sache teuer. Offenbar sind mindestens 4,5 Milliarden Dollar für den Kauf der Mehrheit aufgerufen. Mit einem Eigenkapital von einer Milliarde ist man dabei. Den Rest der Investition lässt sich finanzieren. CVC hat es 2006 nicht anders gemacht.

Red Bull, Ferrari, Malone oder Lopez?

Die goldenen Zeiten der Formel 1 sind vorbei. Konfuse Regeländerungen, das Fehlen eines tragfähigen Konzepts für die Zukunft, die Unsicherheit rund um Chefbroker Bernie Ecclestone, die Krise einiger Teams, der erwartete Einbruch bei den Einnahmen von Veranstaltern und TV-Anstalten und sinkendes Zuschauerinteresse drücken auf den Aktienwert. Trotzdem haben sich vier Interessenten in Stellung gebracht. Ein fünfter aus dem Mittleren Osten ist ausgestiegen.

Wer bietet mit? Im Fahrerlager werden die Parteien heiß gehandelt. Einer der Interessenten soll ein Konsortium sein, das von Red Bull angeführt wird. Das steht in Konkurrenz zu dem kanadischen Geschäftsmann Lawrence Stroll (Tommy Hilfiger), der offenbar Ferrari mit im Boot hat.

Der vielleicht aussichtsreichste Kandidat ist der US-Verleger John Malone, dem das Medienunternehmen Liberty Media gehört und der 32 Prozent an Rupert Murdochs News Corporation hält. Malone ist deshalb interessant, weil er direkte Vermarktungsmöglichkeiten hätte. Nummer vier in dem Spiel ist eine Gruppe, zu der auch Lotus-Besitzer Gérard Lopez gehört.

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