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Formel 1-Reifen

Werden die Reifen zum Problem?

Reifen GP Korea 2010 Foto: xpb 27 Bilder

Nach den Freien Trainings beim GP Korea am Freitag klagten einige Formel 1-Fahrer über das starke Körnen der Reifen. Die langen Geraden machen es nicht leicht, die Gummis auf Arbeitstemperatur zu bringen.


23.10.2010 Bianca Leppert

Grip ist das Zauberwort für einen Rennfahrer. Denn nur mit genügend Gummiabrieb auf der Strecke kann ein Rennfahrer sein Auto ohne Zweifel in die Kurven werfen. Die Gummischicht ist wie ein Klebstoff, der die Formel 1-Autos auf der Strecke hält.

Die Reifen fangen an zu körnen

Beim GP Korea gibt es davon aber extrem wenig. Die Rennstrecke ist zum einen nagelneu und wurde vorher nie befahren, zum anderen liegt viel Dreck auf der Piste. Schon am Freitag meinte Nick Heidfeld: "Ich bin gespannt wie das Aufwärmen der Reifen wird." Nach den Trainingssitzungen war er schlauer. "Du brauchst ein paar Runden, bis die Reifen warm werden, weil die Strecke noch glatt ist. Durch das Aufwärmen kommt man ins Rutschen und dann entsteht Körnen."

Bei Bridgestone ist man sich dieser Problematik beim GP Korea bewusst. "Wir haben viel Körnen am Vorder- und Hinterreifen gesehen", berichtet Hirohide Hamashima, Motorsportdirektor bei Bridgestone. "Das kommt von dem schmutzigen Belag, denn die Reifen bekommen den Teer nicht richtig zu fassen."

Rennstrecken Architekt Hermann Tilke erklärte, dass kleine Steine für den Grip sorgen, die in der Bitumenschicht eingelassen sind. Die Zacken erzeugen Reibung. Aber erst dann wenn die oberste Schicht abgehobelt ist. Das scheint noch nicht der Fall zu sein, denn im dritten Training war die Strecke immer noch sehr rutschig. Zumindest hat sich das Körnen nach einigen Fahreraussagen aber wohl etwas gebessert. "Wir erwarten, dass der weiche Reifen schneller sein wird und wenn sich der Belag verbessert, sollten sie auch eine vernünftige Haltbarkeit haben", sagt Hamashima.

Rosberg skeptisch in Sachen Reifen

Daneben stehen die Fahrer vor der Aufgabe, den Reifen auf Temperatur zu bringen. Renault-Pilot Robert Kubica prophezeite am Freitag: "Es hängt davon ab wie der Grip ist. Aber in Sektor 1 könnte es Probleme mit dem Aufwärmen der Reifen geben." Denn Sektor 1 besteht fast nur aus Geraden, die Reifen werden kaum belastet und kommen so nicht auf die gewünschte Temperatur.

Auch Nico Rosberg ist noch skeptisch. Es wäre nicht das erste Mal, dass Mercedes GP mit den Reifen Probleme hat. "Das Reifenthema ist hier etwas problematisch. Das gilt für das Aufwärmen der Reifen im Allgemeinen und auch speziell für uns. Denn wir hatten dieses Jahr mehr Probleme als die anderen, den Reifen auf Temperatur zu bringen."

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