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Wetter GP Japan

Regen als Red Bull-Killer?

Mark Webber Foto: xpb 72 Bilder

Das Wetter könnte in Suzuka entscheidend in den WM-Kampf eingreifen. Für den Samstag sprechen die Wetterfrösche von 90 Prozent Regenwahrscheinlichkeit. Über die Vorhersage freuen sich alle bis auf Red Bull. Dort ist man seit diesem Jahr kein Freund des Regens mehr.

06.10.2010 Michael Schmidt

Nick Heidfeld nutzte die Zeit in der Warteschlange vor der Passkontrolle am Tokioter Flughafen Narita zu einem kurzen Internetcheck. Der Sauber-Pilot fragte via iPhone den aktuellsten Wetterbericht für Suzuka ab. Und der kündigt für Samstag und Sonntag nichts Gutes an. Am Samstag müssen die Fahrer mit einer Regenwahrscheinlichkeit von 90 Prozent rechnen.

Heidfeld wusste noch nicht so recht, ob er sich darüber freuen oder ärgern soll. "Ich kann dir erst sagen, was mir lieber ist, wenn ich mal im Regen gefahren bin." Gelegenheitsarbeiter Heidfeld kennt den Sauber C29 auf nassem Untergrund noch nicht.

Regen in Suzuka selten im Rennen

Obwohl es seit 1987 nur ein echtes Regenrennen in Suzuka gab - mit Damon Hills Sieg in der berühmten Wasserschlacht von 1994 - ist Regen auf Japans berühmtester Rennstrecke keine Seltenheit. Meistens fällt er im Training. Und einmal auch in der Qualifikation. 2005 sorgte ein Wolkenbruch während des Abschlusstrainings für eine kuriose Startaufstellung. Ralf Schumacher eroberte im Toyota die Pole Position. Die Top-Stars Kimi Räikkönen, Fernando Alonso und Michael Schumacher gingen von zweistelligen Startplätzen aus in einen Grand Prix, der als einer der besten überhaupt in die Geschichte eingehen sollte. Räikkönen gewann von Startplatz 17.

Sebastian Vettel und Mark Webber gelten bei trockenen Bedingungen als haushohe Favoriten. In Barcelona, Silverstone und Budapest fuhren die Red Bull in einer eigenen Liga. Alles Strecken mit ähnlichen Kurvenfolgen wie in Suzuka. Eigentlich müsste sich Red Bull auch über Regen freuen. Wer an 2009 zurückdenkt wird sich daran erinnern, dass Regen die Überlegenheit der Autos von Adrian Newey eher noch verstärkt. Doch das hat sich in diesem Jahr grundlegend geändert.

Red Bull zu langsam auf nasser Piste

In Shanghai konnten Vettel und Webber den Vorteil der ersten Startreihe am Renntag nicht umsetzen. Sie landeten im geschlagenen Feld. McLaren und Ferrari machten einen deutlich stärkeren Eindruck. Auch bei den Regentrainings in Hockenheim und Spa konnten die Red Bull nicht überzeugen. Sebastian Vettel musste zugeben: "Unsere Überlegenheit im Regen ist wie weggeblasen, und wir wissen nicht so richtig warum."

Vielleicht liegt es daran, dass der Red Bull RB6 ein Reifen schonenderes Fahrzeug ist als sein Vorgänger. Damit dauert es länger, bis die Regenreifen auf Temperatur kommen. Für Red Bull wäre es mehr als ärgerlich, wenn das Wetter der Konkurrenz ausgerechnet auf einer Strecke einen Trumpf zuspielen sollte, auf der ein Doppelsieg fest eingeplant ist.

McLaren und Ferrari hoffen auf Regen

McLaren machte bei der Regenschlacht von Shanghai den stärksten Eindruck. Auch Ferrari war in China gut unterwegs. Fernando Alonso brachte sich nur durch einen Frühstart um alle Siegchancen. Der Singapur-Sieger war am Mittwoch vor dem GP Japan auch der einzige der Titelaspiranten, der sich an der Strecke auf das Wochenende vorbereitete. Alonso drehte zusammen mit seinem Renningenieur Andrea Stella mehrere Suzuka-Runden auf dem Fahrrad.

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