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Whitmarsh kritisiert zu viele Fehler bei Vettel

Horner und Marko nehmen Vettel in Schutz

Sebastian Vettel Foto: xpb 36 Bilder

Sebastian Vettel hatte einen ereignisreichen Nachmittag. "Er hat ein bisschen zu viele Fehler gemacht", urteilte McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh. Die Red Bull-Chefs Helmut Marko und Christian Horner nahmen ihren Deutschen Star in Schutz.

29.08.2010 Michael Schmidt

Die Boxenstopp-Liste sagt alles: Sebastian Vettel musste beim GP Belgien fünf Mal durch die Box. Zum ersten Mal, als er mit Jenson Button kollidierte. Dann wegen der fälligen Durchfahrtsstrafe. Den dritten Stopp legte der Deutsche ein, nachdem er mit Vitantonio Liuzzi kollidiert war und eine Runde mit einem platten linken Hinterreifen zurücklegen musste.

Boxenstopp Nummer vier war ein Poker. Red Bull wollte dem angekündigten Regen vorgreifen und rüstete Vettels Auto mit Extremwetterreifen aus. "Dafür war es leider nicht nass genug", bedauerte der WM-Dritte. Also musste er drei Runden später noch einmal anhalten. Weil es jetzt in Strömen goss, kam noch ein Satz Extremwetterreifen zum Einsatz.

Whitmarsh kritisiert Manöver gegen Button

Kritiker wie McLaren-Chef Martin Whitmarsh warfen Vettel zu viele Fehler vor. "Sebastian ist sehr talentiert, aber eben auch noch sehr jung. Bei Button hat er eine Lücke gesehen, die nicht vorhanden war. Uns wäre lieber gewesen, er hätte dieses Manöver bei seinem Teamkollegen Webber probiert."

Vettels Chefs Helmut Marko und Christian Horner nahmen ihren Fahrer in Schutz. "Es ist einfach, Kritik an Sebastian zu üben, aber die Leute vergessen, dass ihm noch etwas Erfahrung fehlt. Button hat früh gebremst, Seb wollte ihm ausweichen und ist auf einer Bodenwelle ausgerutscht. Da war keine Absicht dahinter", erklärte Horner.

Red Bull klagt über Durchfahrtsstrafe

Teamberater Helmut Marko echauffierte sich über die Durchfahrtsstrafe: "Da wird doch mit zweierlei Maß gemessen. Kubica hat Sebastian bei 320 km/h aufs Gras gedrückt, und Liuzzi schießt ihn ab, obwohl Vettel längst vorbei war. Beide sind ungeschoren davongekommen."

Den Vorwurf, dass Vettel hinter Button zu wenig Geduld gezeigt habe, lässt Marko nicht gelten: "Er konnte doch nicht die ganze Zeit hinter Jenson herfahren. Der war so langsam, dass Vettel pro Runde eine Sekunde auf Hamilton verloren hart. Er musste vorbei, um noch eine Siegchance zu haben."

Marko hofft auf Punktabzug gegen Ferrari

Der Rückstand in der WM-Wertung beträgt nun 31 Punkte. Muss das Team nun seine Karten auf den besser platzierte Webber setzen? Marko winkt grinsend ab: "Am 8. September kommen ja noch zehn Punkte für Sebastian dazu." Dann verhandelt der FIA-Weltrat die Ferrari-Stallregie-Affäre von Hockenheim. Der Grazer hofft auf ein hartes Urteil.

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