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Wie fit ist Hamilton?

Rosberg will noch zwei Siege

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Brasilien- 12. November 2015 Foto: xpb 20 Bilder

Großes Rätselraten um Lewis Hamilton. Der Engländer machte nach seinem Autounfall vergangenen Dienstag nicht den fittesten Eindruck. Nico Rosberg ließ sich durch die Ereignisse um seinen Teamkollegen nicht beeindrucken. Für ihn gibt es nur ein Motto: Brasilien und Abu Dhabi gewinnen.

12.11.2015 Michael Schmidt

Die Ansage von der Mercedes-Presseabteilung war klar: Bitte keine Fragen zum Unfall von Lewis Hamilton. Das hat die Spekulationen um den Zwischenfall um drei Uhr morgens in der Nacht von Montag auf Dienstag dieser Woche in Monte Carlo nur noch angeheizt. Der Weltmeister soll in seinem Pagani Zonda in ein stehendes Fahrzeug gekracht sein. Offenbar spielte sich der Unfall in der Loews-Kurve auf der Rennstrecke ab.

Hamilton wirkt nicht fit

Dazu kamen Partynächte davor in London und ein Fieber, das Hamilton einige Tage lang plagte. Der Engländer reiste einen Tag später als üblich nach Brasilien, um sich zuhause auszuruhen. Doch Hamilton machte alles andere als einen fitten Eindruck. Er saß oft apathisch am Tisch, bewegte sich in Zeitlupe und griff sich während der Pressekonferenz immer mal wieder mit der rechten Hand an den Kopf. Die Stimme wirkte müde. Als er nach seinem Zustand gefragt wurde, gab der Champion Entwarnung: "Ich bin nahezu zu 100 Prozent fit." Es fiel schwer das zu glauben, wenn man ihn sah.

Nico Rosberg hatte vom Unfall seines Teamkollegen erst erfahren, als er schon in Brasilien eingetroffen war. Der WM-Zweite hat nur noch ein Ziel: "Ich will die letzten beiden Rennen gewinnen. Der zweite Platz in der WM wäre dann das Tüpfelchen auf dem i." Rosberg weiß, dass er gegen einen fitten Hamilton ein perfektes Wochenende braucht: "Um einen wie Lewis zu schlagen, muss das ganze Puzzle stimmen, von der Qualifikation, über den Start, die erste Kurve bis zum Rennspeed."

Rosberg ohne Strafplätze

In Mexiko stimmte das Puzzle. Da hatte Rosberg seinen Bezwinger im Titelrennen von A bis Z unter Kontrolle. Hamiltons Vermutung während des Rennens, dass sein Team Rosberg mit dem zweiten Boxenstopp vor dem höheren Reifenverschleiß schützen wollte, erwies sich als Fehleinschätzung. Den Zündfunken zum zweiten Reifenwechsel gab Hamiltons hoher Reifenabrieb. "Auf der Lauffläche der Reifen von Lewis war nichts mehr drauf", verriet ein Ingenieur. Bei Rosberg waren noch 10 Prozent der Gummischicht übrig.

Es gibt noch eine gute Nachricht für den Mexiko-Sieger. Rosberg wird ohne Startplatzstrafe durch die Saison kommen. Der vierte Motor hält bis zum Saisonende durch, wenn nichts Unvorhergesehenes passiert. Die vierte Einheit wurde beim GP Singapur eingebaut und wird in Abu Dhabi ihr siebtes Rennwochenende bestreiten.

Rosberg half, dass seit Japan ein älteres Triebwerk am Freitag seinen Dienst tut. "Und dass ich in Sochi ein sehr kurzes Rennen hatte und in Austin am Samstag wegen des Regens weniger gefahren bin als sonst."

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