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Wie gut ist Ferrari?

"Mercedes und Williams sind vor uns"

Fernando Alonso - Ferrari - Formel 1 - Bahrain - Test - 2. März 2014 Foto: xpb 21 Bilder

Ferrari befindet sich schon wieder in einer Aufholjagd. Fernando Alonso fehlte auf die schnellsten Runden in Bahrain eine Sekunde. Rennleiter Stefano Domenicali sieht Mercedes und Williams leicht vorne. Doch der Rückstand von Ferrari ist vielleicht kleiner als er aussieht. Viele glauben, dass die Italiener bluffen.

02.03.2014 Michael Schmidt

Die schnellsten Runden in Bahrain fuhren Mercedes-Piloten. Zwei vom Werksteam, dazu Felipe Massa von Williams. Sie lagen innerhalb von 0,025 Sekunden. Massas Bestwert von 1:33.258 Minuten überlebte auch den letzten Testtag. Fernando Alonso verlor auf den Williams und die beiden Silberpfeile von Lewis Hamilton und Nico Rosberg 1.002 Sekunden.

Rennleiter Stefano Domenicali gab unumwunden zu: "Mercedes und Williams sind besser vorbereitet als wir. Sie haben mehr Kilometer abgespult und sind schneller. Ich sehe uns hinter den beiden. Aber unser Auto hat noch viel Potenzial. Jetzt ist unsere Entwicklungsabteilung gefragt."

Ferrari muss die WM gewinnen können

Domenicali meinte, dass die zwölf Testtage angesichts der Komplexität der Aufgabe nicht genug waren. "Wir haben rund 4.000 Kilometer abgespult und die gröbsten Probleme aussortiert. Aber sicher kann man sich nie sein. Der kleinste Schaden, der dich früher 20 Minuten gekostet hat, kann dich heute Stunden lang in der Box festhalten. Mercedes und Williams sind knapp 1000 Kilometer mehr gefahren als wir. Das ist ein Vorteil für sie."

Auf die Frage, ob Ferrari die WM gewinnen kann, antwortet der Capo der Roten: "Ferrari muss immer die WM gewinnen können." In Sachen Motorenentwicklung sieht Domenicali einen Kampf David gegen Goliath. "Mercedes hat doppelt so viele Leute in der Motorabteilung als wir."

Hält sich Ferrari absichtlich zurück?

Steht Ferrari wie in den letzten Jahren wieder vor einer Aufholjagd? Die Antworten im Fahrerlager gehen weit auseinander. Die einen glauben, dass der Rückstand wirklich diese Sekunde beträgt. Die anderen können sich vorstellen, dass Ferrari nicht alle Karten aufgedeckt hat. Der sonst so skeptische Alonso versprühte zu viel Zuversicht. Und bei der Rundenanalyse ergaben sich einige Ungereimtheiten.

Ferrari hat nie alle Spitzenwerte in eine Runde gepackt. Wenn man mit vollem Top-Speed über die Zielgerade fegte, wurde auf dem Rest der Runde bewusst langsam gefahren. Bei einer Sektorbestzeit konnte man darauf wetten, dass die beiden anderen Sektoren im Vergleich dazu abfielen. In einer Disziplin ist Ferrari schon Spitze. Alonso schaffte mit 339,6 km/h den höchsten Top-Speed.

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