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Sicherheitsdiskussion

Wie werden die Boxenstopps sicherer?

Sauber Boxenstopp  - Formel 1 - GP Europa - 24. Juni 2012 Foto: xpb 13 Bilder

Der Unfall von Kamui Kobayashi beim Boxenstopp in Silverstone hat Diskussionen ausgelöst, ob die Mechaniker beim Reifenwechsel genügend geschützt sind. Es gibt ein paar Denkansätze, die Boxenstopps zu reformieren, aber noch keine Lösungen.


20.07.2012 Michael Schmidt

Die Bilder von Silverstone sind uns noch allen im Gedächtnis. Kamui Kobayashi verbremst sich bei der Anfahrt zum zweiten Boxenstopp und reißt drei Sauber-Mechaniker um. Die kommen mit Schürfwunden, Prellungen und einem ausgerenkten Daumen glimpflich davon. Zwei der drei Verletzten sind am Hockenheimring wieder im Einsatz. Der Mann am vorderen Wagenheber schaut sich den GP Deutschland am Fernsehschirm an. Der ausgerenkte Daumen musste operiert werden.

Weniger Leute in der Boxengasse?

Der Vorfall hat bei der FIA und den Teams Diskussionen ausgelöst, ob die Boxenstopps sicher genug sind. Dabei wurden mögliche Verbesserungen erörtert. Zum Beispiel das Tempolimit in der Boxengasse generell auf 60 km/h zu reduzieren. Doch da stemmen sich die Inhaber der kommerziellen Rechte dagegen. Das würde im Fernsehen zu langweilig aussehen, wenn die Autos mit Tempo 60 durch die Boxengasse schleichen.

Ein anderer Vorschlag war, die Mannschaft beim Reifenwechsel von 17 auf zehn Mann zu reduzieren. Weniger Leute, mehr Platz in der Boxengasse. Der Fahrer hat bei der Anfahrt auf seinen Parkplatz eine bessere Übersicht. Gegenargument: Das ist nicht spektakulär genug. Bei einem typischen Formel 1-Stopp wuseln so viele Mechaniker um das Auto herum, dass man das Auto kaum sieht. Und nur so sind Rekordstopps zwischen 2,5 und drei Sekunden möglich.

Nascar-Variante eine Lösung?

Auch die NASCAR-Variante wurde ins Spiel gebracht. Alle am Boxenstopp beteiligten Personen müssen hinter einer weißen Linie Aufstellung nehmen und dürfen erst ihre Arbeit aufnehmen, wenn das Auto zum Stillstand gekommen ist. Das wäre Action pur. Doch auch hier gibt es Bedenkenträger. Wenn 17 Leute auf Kommando ihre Positionen rund um das Auto beziehen, könnte das leicht zu Unfällen mit anderen Autos in benachbarten Boxen führen, die gerade ihre Parkposition verlassen haben oder in diese einbiegen.

Was meinen Sie dazu? Wie sollte der ideale Boxenstopp, der spektakulär und sicher zugleich ist, aussehen? Schreiben Sie uns Ihre Meinung.

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